Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!

Politologe Leser: Kreisky niveauvoller als heutige Atheisten

13. April 2013 in Österreich, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gegenwärtige Religionskritik durch "unqualifzierte Angriffe und bösartige Pauschalurteile" gekennzeichnet - Agnostiker Kreisky hätte religiösen Glauben nie als "Quatsch" bezeichnet.


Wien (www.kath.net/ KAP)
Altkanzler Bruno Kreisky, ein bekennender Agnostiker, oder sein sozialdemokratischer Parteikollege Franz Olah haben einen deutlich niveau- und respektvolleren Umgang gegenüber Religionen an den Tag gelegt als "heute die berufsmäßigen Agnostiker und militanten Atheisten", so der Politikwissenschaftler Norbert Leser. Der "Feuereifer" der gegenwärtigen "kulturkämpferischen Attacken der Glaubens- und Kirchenfeinde" sei demgegenüber durch "unqualifizierte Angriffe und bösartige Pauschalurteile" charakterisiert. Diese seien auch nicht durch Missstände in der Kirche zu legitimieren, wie der emeritierte Professor an der Universität Wien und ehemalige Leiter des Boltzmann-Instituts für neuere österreichische Geistesgeschichte in einem "Presse"-Gastkommentar (Freitagausgabe) schreibt.


Kreisky hätte "nie gesagt, was heutzutage eine Wissenschaftlerin im Fernsehen zu sagen wagt, nämlich dass der ganze Glaube 'Quatsch' sei", so Leser in Anspielung auf die Molekularbiologin Renée Schroeder, die das "Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien" unterstützt. Hingegen sei es die Absicht Kreiskys gewesen, "möglichst viele Katholiken zu einem 'Stück gemeinsamen Weges' zu gewinnen".

Eine analoge Grundhaltung habe auch andere ehemalige sozialdemokratische Spitzenpolitiker wie Alt-Innenminister und früheren ÖGB-Präsidenten Franz Olah ausgezeichnet. Dieser sei bewusst gegen einen "Feuereifer der Atheisten" aufgetreten. Leser zitiert in diesem Zusammenhang die Absage Olahs an die Intention der Freidenker, als Teilorganisation der SPÖ reaktiviert zu werden: "Um zu glauben, gibt es die Organisation der Kirche. Um nicht zu glauben, braucht man keinen Verein."

Demgegenüber würden sich heute die "Aggressionen" "militanter Atheisten" aus deren Gefühl speisen, "der geistigen Welt des Gegenüber nicht gewachsen zu sein", und daher zu meinen, diese "mit Hohn und Spott" überziehen zu müssen, "statt sie durch gehaltvollere Aussagen zu übertrumpfen". In Wahrheit stehe hinter "Angriff und Spott" jedoch ein "Abwehrmechanismus".

Die katholischen Gläubigen, so Leser, würden nicht verlangen, dass "andere ihren Glauben teilen. Aber sie haben Anspruch auf Respekt und Hochachtung, die man gegenüber jüdischen Mitbürgern mit Recht verlangt und auch zugunsten des Islam moniert, die man der angestammten Religion dieses Landes aber vorenthalten will", kritisierte der Sozialphilosoph.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheismus

  1. Atheist Dawkins: Er hoffe nicht, dass das Christentum durch den Islam ersetzt werde
  2. Kirchensteuernachzahlung von Atheistin: Gericht gibt Kirche recht
  3. Atheisten: Menschen brauchen Gott, um moralisch zu handeln
  4. Ihr Atheismus zieht den Zorn Gottes auf uns herab!
  5. Ägypten möchte Atheismus verbieten
  6. Globaler Atheistenkongress wegen mangelnder Beteiligung abgesagt
  7. Zur nichtgesendeten ARTE-Doku über Antisemitismus
  8. Kanada: Atheistische Pfarrerin muss gehen
  9. USA: Einwohner reagieren auf Verbot der öffentlichen Weihnachtskrippe
  10. «'Aktion gegen religiösen Terror' wirkt auf mich befremdlich»






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  12. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  13. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  14. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  15. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz