Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  2. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  5. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  6. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  7. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  8. Gericht verhandelt über Diskriminierung einer Lebensschutzgruppe an der Uni Heidelberg
  9. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  12. Viel Lärm um nichts?
  13. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  14. Papst um Entspannung bemüht: Reden in Afrika sind keine Fern-Debatte mit Trump
  15. Renaissance des Glaubens: Amerikas junge Männer kehren in die Kirchen zurück

Religionssoziologe Halik: Religionskritik wichtiges Korrektiv

31. Mai 2014 in Spirituelles, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Geniale Feinde sind immer eine Herausforderung», sagte Halik am Freitag beim Katholikentag in Regensburg. Dadurch bekomme die Diskussion Tiefgang.


Regensburg (kath.net/KNA) Der Prager Religionssoziologe und Priester Tomas Halik (Foto) sieht den Atheismus als Chance und Korrektiv für die Kirche. «Geniale Feinde sind immer eine Herausforderung», sagte Halik am Freitag beim Katholikentag in Regensburg. Dadurch bekomme die Diskussion Tiefgang. «Gott ist nicht an der Oberfläche», so Halik. Solche Kritik enthalte auch immer eine versteckte Erwartung an die Kirche. «Wenn ich nichts von ihr erwarte, warum sollte ich sie dann kritisieren?», fragte der Professor der Prager Karlsuniversität.

Die Konfrontation mit dem Atheismus könne zudem einem unreifen, ungeduldigen Christen helfen, zu einer tieferen Auseinandersetzung mit Gott und mit dem Glauben zu kommen. Der Theologe empfahl, geduldiger zu sein mit dem Schweigen Gottes, und auch mit dem Geheimnis und mit der Ungewissheit im Glauben zu leben. «Gott ist nicht immer evident.»


Halik erläuterte, es gebe viele Arten von Atheismus, so wie auch es viele Arten zu glauben gebe. «In Tschechien bedeutet zu sagen 'ich bin Atheist' so viel wie 'ich bin normal'». Der Religionssoziologe nannte etwa den «Apatheismus», also eine Apathie gegenüber Gottsuche oder Gotteserfahrung. Es gebe auch einen religiösen Analphabetismus und einen «leichtfertigen Atheismus, der den Glauben wie der biblische Esau für ein Linsengericht verkauft». Am weitesten verbreitet sei in Tschechien der «Etwassismus», also an «irgendetwas» zu glauben.

Halik sprach auch von einem «Atheismus der Schmerzen». Viele Menschen sagten, sie wollten glauben, hätten aber in ihrem Leben zu viel Verlassenheit erfahren. «Das ist doch ein Partner zum Dialog», so der Priester Halik. Existenzielle Krisen seien Gelegenheit zu einer tiefen Erfahrung des menschlichen Lebens, und Christen sollten dabei eher Solidarität und Anteilnahme geben als zu schnelle Antworten.

Der Soziologe und Priester Tomas Halik (65) zählt zu den bekanntesten Intellektuellen der Tschechischen Republik. Noch vor wenigen Wochen wurde er mit dem Templeton-Preis für besondere Leistungen im Bereich von Wissenschaft und Religion ausgezeichnet, landläufig auch «Nobelpreis für Religion» genannt.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Halik (c) wikipedia/che
(This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheismus

  1. Atheist Dawkins: Er hoffe nicht, dass das Christentum durch den Islam ersetzt werde
  2. Kirchensteuernachzahlung von Atheistin: Gericht gibt Kirche recht
  3. Atheisten: Menschen brauchen Gott, um moralisch zu handeln
  4. Ihr Atheismus zieht den Zorn Gottes auf uns herab!
  5. Ägypten möchte Atheismus verbieten
  6. Globaler Atheistenkongress wegen mangelnder Beteiligung abgesagt
  7. Zur nichtgesendeten ARTE-Doku über Antisemitismus
  8. Kanada: Atheistische Pfarrerin muss gehen
  9. USA: Einwohner reagieren auf Verbot der öffentlichen Weihnachtskrippe
  10. «'Aktion gegen religiösen Terror' wirkt auf mich befremdlich»







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. "Derselbe Polarstern"
  5. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  6. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. „Wenn man der Wahrheit einen Namen geben möchte, ist das sicher Gott“
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz