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Oster: Familiensynode könnte positive Stimmung für Papst kippen

14. August 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Passauer Bischof: „Aber die Kirche wird nicht die Schritte gehen können, die die Mehrheit der Menschen erwartet“


Augsburg (kath.net/KNA) Die Bischofssynode zur Familienpastoral im Oktober im Vatikan könnte nach Ansicht des Passauer Bischofs Stefan Oster ein Einschnitt sein in Bezug auf die positive Stimmung gegenüber Papst Franziskus. Viele Menschen erwarteten sich entscheidende Reformen. «Aber die Kirche wird nicht die Schritte gehen können, die die Mehrheit der Menschen erwartet», sagte Oster der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstag). Er verwies auf das Thema wiederverheiratete Geschiedene und die Forderung, ihnen den bisher verwehrten Empfang der Sakramente unter bestimmten Bedinungen zu ermöglichen. «Das wird theologisch und pastoral so nicht gehen, und das wird wohl viele enttäuschen.»


Oster, der vor seinem Theologiestudium als Journalist tätig war, erklärte in diesen Zusammenhang, dass die Kirche keine Angst vor den Medien haben dürfe. Es sei ein Problem, komplizierte Dinge verständlich und medientauglich zu erklären. «Wir brauchen dennoch den Freimut, über das zu sprechen, was uns am Herzen liegt.» Derzeit erlebe er, dass manche Menschen ihn mutig fänden, weil er zu bestimmten Themen klar Position beziehe. «Aber, mein Gott: Ich bin halt überzeugt davon», betonte der frühere Dogmatikprofessor.

Zugleich aber sieht Oster auch die Schwierigkeiten mit den Medien. Diese dürften die Bischöfe nicht vor sich hertreiben «und ihre Erwartungen auf uns projizieren». Die Bischöfe hätten die Aufgabe, das Evangelium so zu verkünden, dass es heute gehört werde. Deswegen gehörten auch soziale Netzwerke dazu, wie etwa eine Facebook-Seite, die er als Bischof habe. «Aber wenn wir nicht glaubwürdig reden und leben, dann hilft alle Kommunikation nichts», betonte der Bischof.

Für den Herbst kündigte Oster an, die Finanzen seines Bistums Passau offenlegen zu wollen. Es gebe nichts zu verbergen. «Wir gehen verantwortungsvoll mit dem Geld der Kirchensteuerzahler um und wollen den Menschen dienen.» Angesichts der Diskussionen um das kirchliche Vermögen hätten die Medien eine durchaus heilsame Funktion, wenn sie herausforderten und fragen, was die Kirche mit dem Geld mache, so der Bischof. «Wenn wir das nicht vernünftig erklären können, haben wir tatsächlich ein Problem.»

“ Wenn der Papst äußert, der Zölibat sei kein Dogma, dann wird das sofort hochgejubelt. Natürlich ist der Zölibat kein Dogma, das ist keine Neuigkeit.“ (Bischof Oster)

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 mirjamvonabelin 17. August 2014 
 

Bischof Oster

spricht klar und verständlich, jeder der guten Willens ist, versteht es.
Und wenn man nicht guten Willens ist, ist sowieso alles umsonst.
Ich wünsche mir das sich andere Bischöfe an ihm ein Beispiel nehmen, als ausgebildeter Journalist ist er ein Profi was die Medien betrifft.


2
 
 Piranja 16. August 2014 
 

ein kleiner Tipp..an kath.net

an die lieben Redakteure von kath.net, eine seperate Ruprik für die vielen, schönen Veröffentlichungen von Bischof S.Oster anzulegen!

Gruss und Danke im vorraus..


4
 
 Kraftquelle 14. August 2014 
 

Heilige als Beispiel

Es gibt Heilige die trotz schwierigen Verhältnissen an ihrer Ehe festgehalten haben und somit ein Zeugnis für die Unauflöslichkeit geben. Ich denke zum Beispiel an die Heilige Monika die keine leiche Ehe führte oder Ingeborg verstoßene Königin (dänische Prinzessin). Sie wird verehrt für ihre Duldsamkeit, die ihr der unerschütterliche Glaube an die Unauflöslichkeit des Heiligen Sakrament der Ehe abverlangte. Sie hätte es leichter gehabt, wenn sie einer Auflösung ihrer Ehe zugestimmt hätte.


13
 
 Der Nürnberger 14. August 2014 

Lieber Herr Bischof Oster,

Ich stimme Ihnen bis zum Absatz mit dem Thema Finanzen uneingeschränkt zu. Ihre Erfahrungen, die sie als Journalist sammeln durften, werden Ihnen bestimmt helfen, Themen in den Medien zu postulieren.

Die Finanzen sind doch sehr schön offengelegt auf der Homepage des Bistums Passau. Ich befürchte, Sie werden enttäuscht sein, wie wenig Menschen sich für weitergehende Zahlen interessieren werden. Wenn, dann allenfalls für die Zahlen zum Vermögen und den Einnahmen, um darin ihre Meinung bestätigt zu sehen, "wie reich doch die Kirche ist".

Das am Schluß angefügte Zitat über den Zölibat läßt mich schmunzeln. Mir fällt da noch ein Satz dazu ein: ..."Und deswegen bleibt er auch." (hoffentlich)


9
 

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