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Geldkürzungen für Priester?

8. November 2014 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Luxemburg: Regierung will nicht mit Kirchen über Gehälter gesprochen haben. Von Kerstin Bücker (KNA)


Luxemburg (kath.net/KNA) Ein brisantes Dokument zur Kirchenfinanzierung sorgt in Luxemburg für Aufregung. In dem Arbeitspapier aus dem Staatsministerium wird laut Medienberichten der Vorschlag unterbreitet, die Finanzierung der Gehälter von Priestern und anderen religiösen Würdenträgern schrittweise bis 2026 zu kürzen. Nach zehn Jahren soll es dann gar kein Geld mehr aus der Staatskasse für Priester geben.

Ende Oktober hatte die Gratiszeitung «L'Essentiel» berichtet, die Regierung plane die Abschaffung der Kirchenfinanzierung bis 2026. Das Staatsministerium dementierte die Äußerungen. Einen derartigen Vorschlag habe die Regierung nicht gemacht.


Anfang der Woche veröffentlichte «L'Essentiel» nun ein Dokument aus dem Ministerium, das die Pläne der Regierung schwarz auf weiß zu bestätigen scheint. Die jungen Christlich-Sozialen (CSJ) zeigten sich erstaunt, dass die Finanzierungsregelung offenbar bereits beschlossene Sache sei - und dies lange vor dem geplanten Referendum am 7. Juni 2015. Eigentlich sollten dann die Bürger über diese Frage entscheiden.

Das Staatsministerium ruderte daraufhin mit seinem Dementi zurück, ein solches Dokument habe es nie gegeben. Allerdings wies es darauf hin, dass die Vorlage nicht bei dem Treffen von Regierungsmitgliedern und Vertretern der verschiedenen Glaubensgemeinschaften Mitte Juli auf den Tisch gekommen sei. Regierungssprecher Paul Konsbruck sagte der Tageszeitung «Luxemburger Tageblatt», das Modell sei zwar in einem Arbeitspapier erwähnt; die Regierung habe sich jedoch darauf verständigt, den Vorschlag zu verwerfen.

Was genau bei den Gesprächen von Kirchenvertretern und Regierung besprochen wurde, ist bislang nicht bekannt. Weder Kirchenvertreter noch die Regierung haben sich bislang dazu geäußert. Auch Ministerpräsident Xavier Bettel schweigt zu den Diskussionen. Bleibt es dabei, dann können die Luxemburger im Juni per Referendum selbst entscheiden, ob sie weiterhin Priestergehälter finanzieren wollen.

(C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 speedy 8. November 2014 
 

lieber stiller vergelts Gott für die sehr informative Erklärung, wieder was dazu gelernt- es geht mir eigentlich darum, das die eu am liebsten die religion abschaffen würde, und zwar die katholische, ich habe nichts dagegen Priester zu unterstützten die treu zur lehre sind, und keine teuren autos fahren, die treu ihren dienst tun, und lieber sterben würden als Gott zu verraten


4
 
  8. November 2014 
 

@speedy

Nach der Säkularisation der linksrheinischen Gebiete 1902 durch Frankreich gingen alle Kirchengüter in französischen Staatsbesitz über ("Arreté des Consuls").
Mit Wiedererrichtung des Staates Luxemburg als Großherzogtum 1815 im Deutschen Bund (Wiener Kongress) wurden dauernde Entschädigungssummen an die Kirche festgelegt. Rund 57 Millionen Euro fließen jährlich vom Großherzogtum an die Kirchen in Luxemburg - die adäquate Summe schon seit 200 Jahren.
(In Deutschland sind es 450 Millionen Euro, die Bund und Länder jährlich hierfür zahlen.)
Die verlorenen Liegenschaften sind also um ein vielfaches abbezahlt.
(Ach ja, die Gehälter der Bischöfe und Weihbischöfe in Deutschland zahlt der Staat noch extra.)

Ach ja: In Luxemburg gibt es bisher keine Kirchensteuer.
Den Bistumszahlen zufolge hat die Kirche ein Nettovermögen von 92 Millionen Euro. Diese Zahl spiegelt die über die Beteiligungsgesellschaften dem Erzbistumg gehörenden Vermögensgegenstände wider.

Nicht schlecht, oder?


1
 
  8. November 2014 
 

Luxemburg hat recht!

Warum sollte die Regierung weiter Priestergehälter zahlen, damit sind die Priester doch nur Staatsangestellte und käuflich. Die Priester kann die Kirche sicher selbst finanzieren.


4
 

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