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Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen

6. Dezember 2017 in Aktuelles, 128 Lesermeinungen
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Die Orientierungshilfe der Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires gehört auf Wunsch von Papst Franziskus zum ‚authentischen Lehramt’. Sie wurde gemeinsam mit einem Brief des Papstes im Amtsblatt des Heiligen Stuhls veröffentlicht.


Vatikan (kath.net/LSN/jg)
Der Vatikan hat die Orientierungshilfe der Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires zur nachsynodalen Exhortation „Amoris laetitia“ und einen Brief von Papst Franziskus, in dem er diese Richtlinien gutheißt, in den Acta Apostolicae Sedis (AAS), dem Amtsblatt des Heiligen Stuhls, veröffentlicht.

Die Veröffentlichung in der Oktoberausgabe der AAS, die nun erfolgt ist, hebt den privaten Brief des Papstes, der an die Bischöfe der Pastoralregion Buenos Aires gerichtet ist, in den Rang eines „apostolischen Briefes“ („Epistola Apostolica“). Sie enthält weiters ein Reskript von Kardinalstaatsekretär Pietro Parolin, in dem dieser bekannt gibt, die Veröffentlichung der beiden Dokumente erfolge auf ausdrücklichen Wunsch von Papst Franziskus, der sowohl die Orientierungshilfe der Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires als auch seinen Brief zu Elementen seines „authentischen Magisteriums“ erkläre.


Die Orientierungshilfe der Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires vom September 2016 zu „Amoris laetitia“ sieht unter Punkt 6 vor, zivilrechtlich wiederverheirateten Geschiedenen im Einzelfall den Zugang zu den Sakramenten zu gestatten, auch wenn diese nicht bereit seien, enthaltsam zu leben. Dies könne das Ergebnis eines Unterscheidungsprozesses sein, der durch einen Geistlichen „persönlich und pastoral“ begleitet werde. Am Ende dieses Prozesses müsse nicht notwendig der Empfang der Sakramente stehen, er könne auch zu einer anderen Teilhabe am Leben der Kirche führen. kath.net hat hier berichtet: Papst will Abwägung bei wiederverheirateten Geschiedenen

Papst Franziskus hat in seinem Brief an die Bischöfe der Seelsorgeregion dieses Vorgehen ausdrücklich gut geheißen. Die Orientierungshilfe erkläre die Bedeutung des achten Kapitels von „Amoris laetitia“ vollständig. „Es gibt keine andere Interpretation“, schreibt er wörtlich.

Archivfoto Papst Franziskus



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Lesermeinungen

 st.michael 13. Dezember 2017 
 

@Kroko - Dann ist ja alles klar

Also die 10 Gebote sind so in der Praxis nicht durchsetzbar, es gibt ja immer einen, der sich dran stoert.
Dann machen wir einfach den Laden zu, schmeissen 2000 Jahre praktische und gute Theologie auf den Muell und sind wieder im Dschungel.
Etwas duemmeres habe ich selten gehoert.


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 Bernhard Joseph 11. Dezember 2017 
 

Das wirklich ärgerliche ist doch,

dass man in dem nachfolgenden Pontifikat die ganzen theologischen Unzulänglichkeiten dieses Pontifikates müsam wird wieder korrigieren müssen. Wo die Hybris Einzelner eine gewachsene Lehre glaubt einfach aushebeln zu können, kann die Kirche nur schweren Schaden nehmen. Schon jetzt wird deutlich, dass auf diesem Pontifikat kein Segen liegt. Was Papst Franziskus bislang erreicht hat, ist eher dürftig zu nennen, ja er erweist sich zunehmend als theologisches Leichtgewicht, das sich aber für ein Schwergewicht hält. Das ist um so tragischer, als es den Papst daran hindert, seine Unklarheiten zu korrigieren. Leider ist der Jesuiten-Orden schon seit längerem theologisch in einem katastrophalen Zustand, wobei der Relativismus in diesem Orden ohnehin alles dominiert. Auf solcher "Basis" lässt sich aber nichts aufbauen sondern nur abbauen, was nichts anderes heißt, als den Glauben zu immer wieter zu verwässern.


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 SCHLEGL 11. Dezember 2017 
 

@Kroko

Mit Ihren sophistischen Äußerungen kommen wir auch nicht weiter!
Den Hintergrund, aus dem Personen, wie etwa Fuechsin schreiben, kenne ich als Lehrer und Studentenseelsorger recht gut. Wenn man jemand dann festnagelt, dann hat er es ja gar nicht so gemeint. Deswegen habe ich Nachhilfe im Religionsunterricht empfohlen und bleibe dabei!Msgr. Franz Schlegl


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 Fatima 1713 11. Dezember 2017 
 

@ Fuechsin

Jesus hat sich bewusst und freiwillig für uns kreuzigen (=sein Leben vernichten) lassen. War das eine Art Selbstmord?


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 Fatima 1713 11. Dezember 2017 
 

@Kroko 2

Dass sich letztlich jeder vor Gott selbst verantworten muss, stimmt natürlich auch. Das wird keinem von uns abgenommen.


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 Fatima 1713 11. Dezember 2017 
 

@Kroko

Ich habe nicht behauptet, dass Sie dazu aufrufen, sich nicht an die Lehre zu halten. Ich habe auch zugestimmt, das die Lehre vielerorts in der Praxis nicht durchgeführt wird. Aber was heißt das anderes als sich eben nicht an die Lehre zu halten?


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 phillip 11. Dezember 2017 
 

Aber am Ende kann man es in der Praxis nicht durchsetzen"

Ad Kroko. Sie, Kroko und viele andere, werden sich noch wundern, was Gott in der Praxis am "Jüngsten Tag" durchsetzen wird. Die Gebote Gottes sind keine "lex imperfekta", zumal sich konkrete Rechtsfolgen an deren Übertretung anknüpfen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Barmherzigkeit Gottes als Vorstufe der letztendgültigen Gerechtigkeit möglichst vielen zugute kommen mag; ich jedenfalls bete für die Einsicht und - oftmals bewusst oder unbewusst vergessen, verdrängt und sogar geleugnet - erforderlichen Umkehr der Verblender, Leugner und Ignoranten und manchmal auch Lauen - zu Letzteren ich mich manchmal auch selbst zählen kann.


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 Kroko 11. Dezember 2017 
 

@SCHLEGL

Mit Verlaub Monsignore, die Blamage fällt hier aber auf Sie zurück, denn, und da muss ich @Fuechsin beispringen, hat sie sich die Ansichten nicht zueigen gemacht, sondern lediglich angefragt, ob unter der ABSOLUTEN Anwendung der Gebote das, was Kolbe gemacht hat nicht so gesehen werden könnte oder muss.
Bezügl. der schwangeren Maria war die Anfrage, wie das heute zu sehen wäre, da die Gemeinde den wahren Hintergrund ja nicht kennt.
Also BITTE genau lesen !


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 Zeitzeuge 11. Dezember 2017 
 

Die gewissenhafte Befolgung der kath. Lehre

ist die "Praxis" der gläubigen Katholiken, beides ist untrennbar miteinander verbunden!

Als "Gewissen" wird aber von den Nicht-Befolgern der Lehre dann der falsch ausgerichtete Eigenwille ausgegeben!

Das ist falsch, da das Gewissen sich nach der unverfälschten Lehre auszurichten hat!

Nochmals: Es geht um die Vermeidung von
sakrilegischem Kommunionempfang und damit um das Seelenheil der Betroffenen!

Die Trennung von Lehre und Praxis wurde und wird auch von den Gegnern v. "Humanae Vitae" seit fast 50 Jahren propagiert, die Folgen sehen wir jeden Tag!

Mit einem falschen Gewissensbegriff
kann man, infamerweise, auch Abtreibung, "Euthanasie" und alle unmoralischen Handlungen fälschlicherweise zu "entschuldigen" versuchen, das ist dann wieder eine zusätzliche Schuld vor GOTT!

Literatur: Die fünf Dubia

Artikel "Situationsethik"
in kathpedia!

Im übrigen verweise ich auf meine mehrfachen Beiträge zum Thema mit weiterführender Literatur!


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 Kroko 11. Dezember 2017 
 

Klarstellung 2

Diejenigen, die mir so heftig widersprechen, möchte ich ausdrücklich darauf aufmerksam machen, dass ich mit keinem Wort die Lehre unserer Kirche in Frage gestellt habe. Die Gebote und die kirchenrechtlichen Gesetze stehen! Das, was ich geschrieben habe bezieht sich ausschließlich auf die Praxis (siehe auch Frage von @Stefan Fleischer bezügl. der Reaktion z.B. der Kommunionspender in kath.net 61965), und, @Fatima 1713 mit keinem Wort habe ich geschrieben , dass man sich nicht an die Lehre halten muss Aber am Ende kann man es in der Praxis nicht durchsetzen und kann es nur dem Gewissen der Betroffenen überlassen, so wie es der Magdeburger Bischof Gerhard Feige es in seinem Interview (s. http://www.evangelisch.de/inhalte/22829/27-10-2012/katholische-priester-duerfen-abendmahl-nicht-verweigern) gesagt hat.
Siehe auch : http://www.sendbote.com/content/kann-man-mir-die-kommunion-verweigern


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 SCHLEGL 10. Dezember 2017 
 

@ Fuechsin

Oh je, da haben Sie sich aber jetzt blamiert!
Pater Maximilian Kolbe hat LEBENSRETTUNG geleistet, er wusste ohnedies, dass er umgebracht werden wird. Im Neuen Testament steht: "Eine größere Liebe hat niemand, als der, der sein Leben im Dienst für seine Freunde."Das sollten Sie eigentlich wissen?!
Noch ärger ist Ihr Fauxpas mit der schwangeren Gottesmutter! Wie kommen Sie überhaupt auf so etwas? Die Empfängnis der Gottesmutter durch das Wirken des Heiligen Geistes, mit vorehelichen Sexualkontakten zu vergleichen? Und das, obwohl Maria in der Schrift als BEGNADETE bezeichnet wird und die Lehre der katholischen Kirche sie sowohl als frei von der Erbschuld, als auch von jeder persönlichen Sünde bekennt.
Ich empfehle Ihnen dringend Nachhilfe im Religionsunterricht .Msgr. Franz Schlegl


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 lesa 10. Dezember 2017 

Unterscheidung der Geister

@fuechsin: Jeremia sagt: "Arglistig ist das Herz, wer kann es ergründen?" Natürlich hat es viel Gutes, aber die Wirklichkeit des Menschen ist so vielschichtig. "Herr, DU hast mich erforscht und DU kennst mich, betet der Psalmist. Und: "Prüfe mich und erkenne meine Gedanken und leite mich auf dem ewigen Weg." (Ps 139) Wie froh und dankbar müssten wir sein, Gott uns durch sein Wort und die lebendige Überlieferung eindeutige, schützende Weisung gibt. Es braucht Regeln."Wie allgemein bekannt ist, kann das Recht auch in der Kirche nur empirisch-greifbares Tun und Lassen ordnen. Es kann nicht über die seelische Situation des Menschen befinden und nimmt dies auch nie in Anspruch.“ (K. Cordes) Geistige Kommunion ist möglich, für den der die Nähe des Herrn suchen. Ihr Vergleich mit der Schwangerschaft Mariens ist unangemessen, um es höflich auszudrücken. Sie scheinen doch etwas verwirrt, verzeihen Sie bitte! Beten wir fleißig um die Unterscheidung der Geister für uns selber und für alle.


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 bernhard_k 10. Dezember 2017 
 

@Fuechsin

Haben Sie die 5 Dubia schon einmal für sich selbst beantwortet, inkl. der dazugehörigen Anmerkungen? Dann jedenfalls würden Sie sich leichter tun.


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 Fuechsin 9. Dezember 2017 

Zu meinem Post „Analog: wie beurteilen Sie ...“

Man muss in dieser ganzen Diskussion 2 Arten von Fällen unterscheiden:

1. Menschen, die eine Erlaubnis für ihre weltlich-egozentrischen Bedürfnisse von der Kirche haben möchten, um ihr Gewissen beruhigen zu können (Bsp: Ich lebe getrennt von meiner Frau und möchte meine Sekretärin heiraten)

2. Menschen, die in einer Situation der obj. Sünde leben, deren Beseitigung aber neues Unrecht erzeugt, wie die Zerstörung eines schützenden Elternhauses, absolute Armut, das Preisgeben an Gewalt und Unsittlichkeit.

Mein Eindruck ist, dass viele hier die beiden Fallarten nicht unterscheiden (können?).

Es kann nur um die zweite Art der Fälle gehen: Grenzfälle, die sich in einem moralischen Dilemma bewegen. Um diese Dilemmata zu ERKENNEN, gehört allerdings Empathie, eine Liebesfähigkeit, Mitleid, - ein barmherziges Herz.


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 Fuechsin 9. Dezember 2017 

Analog: wie beurteilen Sie folgende Fälle?

Der Hl. Maximilian Kolbe hat bewusst und freiwillig sein eigenes Leben für das Leben eines Mithäftlings (einem Vater) vernichten lassen. War das nicht trotz der Umstände eine Form des Selbmordes (Verletzung des 5. Gebots)? Gilt hier die Anwendung des 5. Gebotes nicht absolut? (So wie die meisten Kommentatoren hier die absolute Anwendung des 6. Gebotes fordern, ungeachtet der Umstände?) Starb der Hl. Maximilian Kolbe im Zustand der schweren Sünde?

Würde die Hl. Maria, die Mutter Gottes, in unserer heutigen Zeit im Zustand ihrer Schwangerschaft zur Kommunion gehen dürfen? Könnte sie nicht für die Allgemeinheit den falschen Eindruck erwecken, unehelicher Sex wäre vor Gott keine Sünde? Müsste man sie nicht nach heutiger Pastoralpraxis von der Kommunion ausschließen?


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 phillip 9. Dezember 2017 
 

ad Kroko weder akademisch noch katholisch

Welcher Glaubensgemeinschaft gehören Sie, Kroko, an? Katholisch dürften Sie nicht sein, zumal ein Katholik nicht so einen Unfug verzapfen könnte. Es wäre auch vergebene Liebesmühe, auf Ihrem aktuellen Bibel-, Kirchenlehr- und -rechtsverständnis ein ernsthaftes Glaubensgespräch zu führen. Vermutlich wollen Sie auch nur Fakes verbreiten?


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 Zeitzeuge 9. Dezember 2017 
 

Sind Sakrilegien "nur" akademisch?

Es geht nicht um einen innerweltlichen Gruppenausschluß, sondern um die Vermeidung vom unwürdigen, sakrilegischen
Kommunionempfang, das sollte unter gläubigen Katholiken eigentlich klar sein!

Es gibt keine "Beichtautomatik", ohne
eine übernatürlichen, von der Gnade Gottes getragenen Reue und dem vor Gott
getroffenen festen Vorsatz in Verbindung mit Bekenntnis und Buße gibt es keinen Sündennachlass, Reue heisst, wünschen, man hätte d. betreffenen Todsünden nie begangen und der ehrliche Wille, sie nie wieder zu begehen, daher das Zusammenleben wie Bruder und Schwester
wegen Meidung der nächsten Gelegenheit. Eine sog."normative Kraft des Faktischen" ist sakramententheologisch
absolut unhaltbar und vergrößert in jedem Einzelfall die Schuld vor GOTT!

Ansonsten verweise ich auf meine bisherigen Beiträge, in denen ich hier vielfach mit weiterführender Literatur
die kath. Lehrüberlieferung dargelegt habe!


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 lesa 9. Dezember 2017 

Gute Nacht

kroko: Entschuldigung, aber bei Ihrer Argumentaton hätte sich Jesus Christus nicht die Liebe Gottes bis ans Ende bezeugen müssen. Sein ganzes Heilswerk würde sich erübrigen. Gute Nacht!


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 bernhard_k 9. Dezember 2017 
 

@Kroko - Fehleinschätzung

Da liegen Sie nicht richtig. Im Falle 1 bis 3 kann man zwar die Gemeinde bzw. den Priester "austricksen", nicht aber Gott.

Und eine Beichte ist gar nicht möglich, weil die Reue/Einsicht/Umkehr fehlt.

Oder würden Sie mir (wenn Sie Priester wären) in der Beichte die Absolution geben, wenn ich beichten würde: "Ich habe gestern eine Bank überfallen, es tut mir leid, aber ich weiß jetzt schon, dass ich morgen gleich wieder eine überfallen werde".


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 Kroko 9. Dezember 2017 
 

akademisch - an alle User

Nach meiner Auffassung hat diese ganze Diskussion eigentlich nur akademischen Charakter, weil:

1. Betroffene WvGs in Gemeinden, wo man sie nicht kennt, ohne Probleme zur Kommunion gehen können.
2. Ihnen öffentlich die Kommunion nicht verweigert werden darf.
3. Es wohl nicht möglich ist objektiv das offenkundige, hartnäckige Verharren in einer schweren Sünde nachzuweisen. Wer kann objektiv nachweisen, ob die Betroffenen enthaltsam leben oder nicht?
4. Tun sie das nicht, so haben sie nach jedem „Vergehen“ die Möglichkeit durch Beichte eine Absolution zu erlangen. Sexuelle Vereinigung ist kein Dauerzustand, kein Verharren. Wer fällt nicht immer wieder in die gleiche Sünde zurück, die er dann immer wieder zu beichten hat?

Ergo: Wir haben auf den Geboten basierende kirchenrechtliche Gesetze, die aber letzten Endes nicht durchsetzbar sind.
Eine pastorale Betrachtung, wie Sie Franziskus anstrebt, scheint mir daher als der Weg, der die beste Hilfestellung darstellt.


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 Zeitzeuge 9. Dezember 2017 
 

Bzgl. der falschen Praxis der Orthodoxen verweise ich

auf den grundl. Aufsatz von Prof.Dr. Leo Scheffczyk, später Kardinal,
der auch online verfügbar ist:

Eucharistie und Ehesakrament Münchener theologische Zeitschrift!

Darin auch Erklärung der can. v. Trient!

Kardinal Müller zum Thema in kath.net vom 8.10.2013:

"In manchen Gegenden kam es später, vor allem aufgrund der zunehmenden Verflechtung von Staat und Kirche, zu größeren Kompromissen. Im Osten setzte sich diese Entwicklung weiter fort und führte, besonders nach der Trennung von der Cathedra Petri, zu einer immer liberaleren Praxis. Heute gibt es in den orthodoxen Kirchen eine Vielzahl von Scheidungsgründen, die zumeist mit dem Verweis auf die Oikonomia, die pastorale Nachsicht in schwierigen Einzelfällen, gerechtfertigt werden, und den Weg zu einer Zweit- und Drittehe mit Bußcharakter öffnen.

Mit dem Willen Gottes, wie er in den Worten Jesu über die Unauflöslichkeit der Ehe eindeutig zum Ausdruck kommt, ist diese Praxis nicht zu vereinbaren."

Ähnlich Kard. Ratzinger 1998!


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 wedlerg 9. Dezember 2017 
 

@Fuechsin: klingt sehr konstruiert

Jesus hat sich prinzipiell ans Sabbat-Gebot gehalten. Er hat es auch nicht abgeschafft. Auch die Apostel haben es nicht abgeschafft. Der Dekalog gilt ebenso wie das Liebesgebot in verschärfter Form, wie die Bergpredigt das erklärt.

Das Problem ist aber die Normen- Hierarchie zum einen und der Sinn der Gebote zum anderen. Das erste Gebot geht nunmal dem dritten Gebot voran. Sprich: wenn Gott den Sabbat für den Menschen gemacht hat, dann macht es keinen Sinn die Liebe Gottes am Sabbat nicht weiterzugeben. Den Sabbat aber zu entwürdigen oder nicht mehr heilig zu halten, ist damit gerade nicht gemeint. Im Gegenteil: kein Yota des Sabbatgebots wird durch die Heilung zurückgenommen.

Ihr konstruierter Fall leidet schon daran, dass die Frau nie eine christliche Ehe geschlossen hat. Sie ist also in keiner der Situationen um die es bei AL geht. Sie kann jederzeit heiraten.

Im übrigen wird sie am meisten darunter leiden, dass ihr Mann Gott und seine Gebote nicht liebt.


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 speri17 9. Dezember 2017 
 

Am Ziel orientieren

Das Ziel von uns Menschen ist es heilig zu werden zur größeren Ehre und Verherrlichung Gottes und zum Heil für unsere Seele, sprich die Ewigkeit bei Gott!!!!!
Wie gelingt das: DURCH ERFÜLLUNG DES WILLEN GOTTES (und das ist nichts unmögliches aber sicherlich mit Kreuz verbunden; siehe Jesus am Ölberg usw.)
Wie schon erwähnt hatten meine Frau und ich vor 10 Jahren ein schwere Ehekrise obwohl wir beide sehr katholisch sind. Der Wendepunkt der Krise war für mich der Satz eines guten Freundes: "Du wirst den Willen Gottes außerhalb der Ehe (sakramental und gültig) nicht finden"
Es nützt niemanden (außer Satan) wenn die Kirch sooooo "menschlich" (= falsche Barmherzigkeit)ist, wenn wir unser Ziel verfehlen!!!
Außerdem sei noch erwähnt das das menschliche zusammenleben nicht einfacher wird wenn wir gegen den Plan Gottes arbeiten. Es fehlt zum Großteil die reale Anwesenheit Gottes durch das Sakrament, Gnade und Segen.


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 benedetto05 9. Dezember 2017 
 

Respekt vor den Sakramenten

@Fuechsin - weltfremd
Ich habe Verständnis für die Frau aus Ihrem Beispiel, wenn sie
ihren Mann nicht verlässt und auch dafür, wenn sie es nicht schafft sexuell enthaltsam zu leben bzw. sich ihrem Mann, der den Glauben für Spinnerei hält, zu entziehen. Trotzdem: wenn ihr der
katholische Glaube so viel wert ist, dass sie sich als erwachsener
Mensch zu ihm bekehrt, dann sollte sie auch so viel Respekt vor
diesem Glauben und der Kirche aufbringen und freiwillig auf den
Empfang der Sakramente verzichten. Das ist nicht zu viel verlangt
und auch nicht weltfremd und schon gar kein über Leichen gehen.

Die kirchlichen Aussagen vor Franziskus und AL zu diesem Thema haben solch eine Entscheidung i. S. des Respektes vor den Sakramenten eher gefördert, als dies nach AL mit samt dem dazu ge-
hörigen unwürdigen Gebaren des Papstes der Fall ist.


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 lesa 8. Dezember 2017 

@fuechsin: Menschen wie die Frau, oder jeder von uns, wenn er den Anforderungen des Kommunionempfangs nicht entspricht, und doch an der Messe teilnehmen möchte, weil er den Kontakt zu Gott sucht, kann dies ja tun! Die Messe ist auch ohne Kommunionempfang eine Quelle der Gnade. Dass alles am Kommunionempfang aufgehängt wird, macht die Sache künstlich schwierig. Da ist auch viel Ideologie mit im Spiel.


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 lesa 8. Dezember 2017 

Weltfremd

@fuechsin: Wiederholt wurde erklärt, dass Jesus sich als Herr des Sabbat ausweist, bei dem Gebot und Liebe eins sind, weil er durch seinen Kreuzestod die Möglichkeit der Umkehr und Vergebung für immer geöffnet hat, und nicht um Ausnahmeregeln zu legitimieren. Bitte halten Sie nicht die Ohren zu und flicken Sie nicht eigenmächtig am Wort Gottes herum!"Wer mein Jünger sein will (WILL, keiner MUSS es), der nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach" und sein Wort "Wer mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben"? Jesus hat uns nicht aufgetragen: "Seid nicht weltfremd", sondern er sagte: "Sucht zuerst das Reich Gottes, alles andere wird euch dazugegeben werden." Es gibt erfülltes, glückliches Leben, für die, denen das das Halten der Gebote ein Kreuz abverlangt. Umgekehrt landen auf dem breiten Weg genügend Menschen in Unglück und Unheil. Wie schon oft hier erwähnt wurde: Es gab Martyrer für die Ehe. Zu Petrus hingegen, der auch nicht "weltfremd sein wollte, sagte Jesus: Weiche Satan!


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 Questore 8. Dezember 2017 
 

@Esperanza

So kann man das sehen.

Solang ich nicht dazu verpflichtet werde, mich scheiden zu lassen und micht wiederzuverheiraten lehne ich mich da ganz entspannt zurück und bleibe bei meiner Einstellung.


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 Hadrianus Antonius 8. Dezember 2017 
 

Beschädigung des Papstamtes

104 gediegene Postings zu diesem Artikel über einem wichtigen Thema Thema, und wohl innerhalb von 48 Stunden.
Und 110 Postings innerhalb von 24 Stunden beim Artikel mit P.Franziskus'Äusserung über Falschübersetzung des Vaterunsers.
Wie der große deutsche Philosoph Robert Spaemann vor zwei Jahren sagte:
"Papst Franziskus sollte verstehen, daß das Papstamt sich nicht unendlich beschädigen läßt".
Daran ist nichts zuzufügen.


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 Esperanza 8. Dezember 2017 

Und was meint Gott zur ganzen Sache..?

... "Ich verrate euch eines..
Dieses Amoris-Laetita-Theater wird immer mehr zu einer sehr schlechen Show... Ich halte mich weiterhin an Johannes Paul II. und Familiaris Consortio, das Chaos danach interessiert mich nicht ;-)

Könnte auch seine Antwort sein. Danke Gandalf;-)


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 Fuechsin 8. Dezember 2017 

@wedlerg

Warum hat Jesus das dritte Gebot gebrochen, als er die verdorrte Hand eines Mannes ausgerechnet am Sabbat heilte?
WARUM? Er hätte es auch am nächsten Tag tun können!
(Mt 12, 9-14)

Eine verheiratete Frau bekehrt sich zum kath. Glauben und stellt nun fest, dass sie eigentlich im Ehebruch lebt, da ihr Mann von seiner ersten Frau geschieden ist. Sie haben Kinder und leben z.B. in ARGENTINIEN in einer Favela. Der Mann teilt ihren kath. Glauben nicht, hält das für eine Spinnerei. Soll die Kirche von der Frau nun Enthaltsamkeit verlangen? Der Mann WIRD sie dann verlassen! Wer hier wiederspricht ist TOTAL WELTFREMD!!!

Ich bin sicher, der Papst kennt das Elend, er hat es gesehen und die Verworrenheit und Fatalität der Umstände! Und er will und kann die Frau und die Kinder nicht im Stich lassen!

Aber hier gehen manche über Leichen!


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 wedlerg 7. Dezember 2017 
 

@SCHLEGL: jetzt kommen wir langsam zum Ziel

Lieber Monsignore, Schön, dass die Bergpredigt gilt.

Da sind wir uns einig.

Sie hatten aber Ginsterbusch kritisiert, dass er die Bergpredigt hier zum Thema zitiert.

Das dürfe er - so Sie selber - nicht , weil dort vom Gesetz die Rede sei, das die Apostelgeschichte abgeschafft habe.

Gleichzeitig sagen Sie jetzt - völlig zurecht - dass die Bergpredigt das Gesetz weit überbietet. Aber das kann Sie nur, wenn sie die Tora ÜBERerfüllt und nicht aufhebt!

Es mag ja sein, dass die 613 Rechtsvorschriften der Pharisäer nicht mehr gelten - damit hatte weder Ginsterbusch, noch ich ein Problem.

Der Punkt ist: Nur wer die Ehe als unauflöslicher Bund erfüllt, erfüllt das Gesetz, den Willen Gottes. Wer das 6.Gebot nicht hält, bricht das Gesetz, von dem Jesus sagt, ihr sollt es übererfüllen (von wegen keine lüsternen Blicke). Die Pharisäer haben das Gesetz lasch umgedeutet, Jesus mahnt es aber zu halten und mehr! Deshalb kann die Ehe nicht aufgelöst werden - das war unser Punkt.


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 SCHLEGL 7. Dezember 2017 
 

@Laus Deo

Nein , auch in der orthodoxen Kirche ist eine 2. Ehe, die immer Charakter einer Buße hat (auch bei verwitweten Personen) nicht ohne Urteil des Patriarchen, oder des Bischofs möglich. Der Orthodoxe Katechismus gibt mehrere Gründe an, zum Beispiel: länger als 7jährige Abwesenheit, oder böswilliges Verlassen, nicht verziehener Ehebruch, früher Lepra, unheilbare Geisteskrankheit mit Gefährlichkeit. Abfall vom orthodoxen Glauben und schweres Verbrechen mit lebenslangem Kerker. In diesen Fällen kann eine 2. Verbindung kirchlich gesegnet werden, ob es eine Erlaubnis zum Empfang der Kommunion gibt, entscheidet der Bischof. Dieses war bereits ab dem 7.Jh, also lange vor der Trennung zwischen Rom und Konstantinopel üblich, ohne dass Rom deswegen Einspruch erhoben hat. Das Konzil von Trient hat die Praxis der Orthodoxen NICHT als Häresie verurteilt.Msgr. Franz Schlegl


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 Mmh 7. Dezember 2017 
 

Eigentlich sollten wir alles tun, was in unserer Macht steht,

oder anders ausgedrückt uns mit all unserer Kraft Mühen.

Beten wir, fasten wir, opfern wir Heilige Messen auf durch das unbefleckte Herz Mariens für Erzbischof Luis Ladaria SJ, den neuen Präfekten der Glaubenskongregation, dass sich dieser der Pflicht seines Amtes bewußt wird. Ich werde jedenfalls morgen früh in unserer Pfarrbüro gehen. Immerhin hat morgen die Gottesgebärerin der Schlange den Kopf zertreten. Das hilft mit Sicherheit, im Gegensatz zur Diskussion hier über irgendwelche Rechtfertigungsgründe.


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 Laus Deo 7. Dezember 2017 

@Schlegl

In der Orthodoxen Kirche ist es doch üblich das auch eine 2. Ehe gesegnet wird und man dort zu den Sakramenten gehen kann. Ich persönlich finde es gerade dort schwach von der orthodoxie, weil zB Johannes der Täufer oder der Heilige Thomas Morus dafür den Märtyrer Tod erlitten haben. Die katholische Lehre ist die einzige wahre undverfälschte Wahrheit so bekennen wir es, wenn wir uns nun an Irrlehren der Protestanten oder auch Orthodoxen anpassen, dann verleugnen wir den Herrn! Johannes Paul II hat auch Lehramtlich gesprochen in seinen Dokumenten in Einklang mit der 2000jährige Lehre, Papst Franziskus ändert hier was, wo zu er nicht berechtigt ist, er ist Stellvertreter Christi und nicht selber Christus und Jesus hat ganz klar gesagt: die Ehe ist unauflöslich. WvG ohne Enthaltsamkeit ist immer Ehebruch! Das Konzil von Trient lernt DOGMATISCH: wer behaupte man können nicht nach den Geboten Gottes leben sei ausgeschlossen! Und das alles wo ich hier schreibe habe ich von WB Athanasius Schne


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 SCHLEGL 7. Dezember 2017 
 

@ wedlerg

Sie sind lustig!
"Wenn eure Gerechtigkeit nicht über die Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer hinausgeht,werdet ihr nicht ins Reich Gottes gelangen."
Die Bergpredigt,von der Sie irrigerweise behaupten,ich würde sie relativieren, geht WEIT über das A.T.hinaus,auch betreffs der Ehe!
"Ihr habt gehört,dass zu den Alten gesagt worden ist,ich aber sage euch...!"
Das neue Gesetz Christi ist die Liebe gemäß dem Hauptgebot (Dt 6,4f)!
Eben weil dies so ist, haben die Apostel (darauf gehen Sie natürlich nicht ein!) beim Apostelkonzil das durch die Pharisäer in 613 Gesetze zerlegte Gesetz,bis auf 4 Ausnahmen abgeschafft. Wenn Sie nicht dieser Meinung sind, müssen Sie sich jetzt der Beschneidung unterziehen,Schweinsbraten ist verboten, Nachspeise aus Milch nach Fleischspeise ist Ihnen verboten.Betreten Sie kein Haus eines Ungläubigen,zählen Sie ihre Schritte am Samstag.Da dürfen Sie auch nicht einkaufen oder kochen,u.s.w.
Bemerken Sie ihren Fehler? Hoffentlich! Msgr.Franz Schlegl


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 Laus Deo 7. Dezember 2017 

LEIDER DOCH EIN BRUCH MIT DER TRADITION

Gemäss Weihbischof Athanasius Schneider gehen aus dem Dokument heraus, dass man auch zu den Sakramenten kann wenn man WvG ist und nicht enthaltsam leben möchte. HERR VERGIB IHNEN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN.


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 Carolus 7. Dezember 2017 
 

Übles Versteckspiel

Als erstes versteckt Franziskus Sprengladungen gegen die katholische Moral in Fußnoten von AL, und nun findet man offenbar zufällig im päpstlichen Amtsblatt vom Oktober(!) 2016, einem 1194 Seiten dicken Wälzer, auf Seite 1071 ff. die beiden Dokumente (die „Orientierungshilfe“ der Buenos-Aires-Bischöfe und davor den bisher für inoffiziell gehaltenen Absegnungsbrief das Papstes dazu), beide datiert vom 5. September(!), und dazu noch das „Reskript“ (wohl: Bescheid) Parolins vom 5. Juni 2017(!!!).
Ich fühle mich veräppelt.
http://www.vatican.va/archive/aas/documents/2016/acta-ottobre2016.pdf


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 wedlerg 7. Dezember 2017 
 

@SCHLEGL: Teil 3

Ergo:

1.Die Bergpredigt passt exakt (wie Matth 19,8) zum Thema der Unauflöslichkeit der EHE. Diese ist geboten, weil Jesus gekommen ist, das Gesetz und den Willen des Vaters zu erfüllen. Wer das nicht fassen kann, ist hartherzig und versteht die Liebe Gottes nicht, die Jesus predigt. So steht der Text der Bergpredigt unumstößlich da und kann auch nicht wegdiskutiert werden - auch wenn das mit haarsträubenden Begriffsumdeutungen (hier der Einengung des "Gesetzes"-Begriffs auf bestimmte Pharisäergesetze) versucht wird. Der Sinn der Bergpredigt spricht klar gegen eine solche Begriffsumdeutung.

2. Die Bergpredigt passt exakt mit dem zusammen, was die Apostelgeschichte dann später mit den Pharisäer-Gesetzen macht: Gesetze sind ihrem tiefen Sinn nach zu verstehen - so wie Jesus für das 4. und 6.Gebot erläutert. Dass die Apostel zu dem Schluss kommen, 613 Pharisäergesetze für unsinnig zu halten, kann doch das Ehesakrament nicht abschaffen - das die Pharisäer ausgehöhlt hatten.


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 wedlerg 7. Dezember 2017 
 

@SCHLEGL: Logik kommt auch zu kurz

Sie schreiben_ "Was die Ehe betrifft, hat Christus ENTGEGEN der Herzenshärte der Pharisäer zum Schutz der Frau (nur sie konnte aus der Ehe entlassen werden!)entschieden. Er hat die Schöpfungsordnung (= Naturrecht)wieder eingemahnt und damit die Ehe zur Würde eines Sakramentes erhoben (vgl.Eph 5,32f)."

Das stimmt alles. Aber sie tun ja so, als ob die Aussage ein Antidiskriminierungsmotiv beinhalte, um das es in der Schöpfungsordnung gerade nicht geht.

Nein: Die Schöpfungsordnung ist viel tiefer angelegt als antidiskriminierende Ideen. Nur wer hartherzig ist, entwickelt einen Mechanismus der Ehescheidung und legitimiert diese. Es geht hier nicht nur um die Frau in ihrer schwächeren Rolle, sondern um die Heiligkeit der Ehe als Sakrament. Dazu die Bergpredigt:

"Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen."


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 wedlerg 7. Dezember 2017 
 

@SCHLEGL: Lesenverstehen? Das Kompliment gebe ich gerne zurück

Zum Thema "leseverstehen" sollten Sie sich hier nicht in eine Debatte einlassen. Was sie in den Text hineindeuten, steht da nicht. Ich gehe sogar nach ihrer Klarstellung noch weiter: sie haben die Bergpredigt als "überholt" dargestellt, weil sie ihnen hier nicht in den Kram passt.

Sie tun ja geradeso, als ob die Bergpredigt nicht mehr gelte, weil in der Apostelgeschichte ein paar Pharisäer-Gesetze als überholt abgelehnt wurden.

Dabei ist die Bergpredigt doch eindeutig. Glauben Sie wirklich Christus ist gekommen "das Gesetz zu erfüllen", nur damit die Christen das Gesetz wieder abschaffen? Mir scheint hier liegt ein leicht durchschaubarer semantischer Trick ihrerseits vor.

Nein. Das Gesetz, um das es hier geht, ist das Gesetz Gottes, das hier seinem Sinn nach vervollkommnet wird: "Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten... Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.


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 Bengsch 7. Dezember 2017 
 

Einige Aspekte von Foristen

@hoppe:Danke,nur den letzten Satz würde ich anders sehen."Die Kirche"besteht nicht nur aus Papst und bestimmten Bischöfen und Gläubigen,sondern auch aus den anderen Bischöfen und anderen Gläubigen,"die Kirche"ist nie überflüssig,sondern abgeirrte Teile sind schädlich.
Wohin sollen wir gehen in dieser Zeit? Ganz einfach wir sollen verbleiben in der Lehre Christi u immerwährenden Lehre der letzten 2000 Jahre.
Härte u. Barmherzigkeit:
Es ist nie Härte sondern immer Barmherzigkeit,die Seelen zum Himmel zu führen.Der Mensch,der sich selbst leider nicht kennt,empfindet die Barmherzigkeit Gottes in der Vermessenheit seiner Sünden als Härte, weil er von der Sünde nicht lassen will.
Die Begleitung von"WvG"(wozu, der Weg zum Heil ist doch allen bekannt?)ist eine untragbar schwere Last.Priester sollen die Last tragen,die der Papst nicht tragen möchte,der Papst verführt die Priester zur Sünde.
@Zeitzeuge:Ergänzung,vom Opferteil der Hl.Messe waren die Nicht-getauften richtigerweise ausgeschlossen


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 SCHLEGL 7. Dezember 2017 
 

@Raspunatz

Die Stelle bei Lukas in dieser Form ist ein bisschen problematisch.Matthäus (weil älter,aramäisches Original)ist wohl die ursprüngliche Fassung.
Mit Jota und Häkchen ist das von Pharisäern entstellte Gesetz des Alten Testamentes gemeint!Jesus ÄNDERT es gerade an dieser Stelle,indem er die Frau vor der Willkür des Mannes,sie aus irgendeinem Grund zu entlassen, BESCHÜTZT!
Jesus hat hier ETWAS NEUES,gegenüber dem Gesetz formuliert,nämlich den Willen des Vaters durch die Schöpfungsordnung.
Weder dieser Stelle,noch jene parallel bei Matthäus hat die Apostel auf dem Apostelkonzil 49 n. Chr.daran gehindert, das Gesetz des Alten Testamentes,bis auf 4 Ausnahmen ERSATZLOS zu streichen!(ausgenommen die 10 Gebote!)
Das hat mit der Kommunion insofern zu tun,als bereits in der frühen Kirche qualifizierter Ehebruch der öffentlichen Kirchenbuße zu unterwerfen war,bevor jemand wieder Sakrament zugelassen wurde.Das Gesetz der Pharisäer,nach dem Alten Testament,ist aufgehoben, die Forderung Jesu gilt!


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 Stefan Fleischer 7. Dezember 2017 

Die ganze Diskussion zeigt wieder einmal

wie wichtig es wäre, dass unser Heiliger Vater seine Aufgabe als Garant der Einheit und Hüter des Glaubens wahrnehmen, und nicht einfach seine persönlichen Ansichten in Welt hinaus posaunen würde. Zum wem sollten wir einfachen Gläubigen sonst gehen in dieser Zeit wo jeder glaubt, selber unfehlbar zu sein, wo es zu fast jeder Frage des Glaubens und der Lehre duzende von Meinungen gibt?
Der theologische Disput gehört unter die Theologen. Die Gläubigen sollten wissen, wo sie gesichertes Wissen erhalten können.


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 Raspunatz 7. Dezember 2017 
 

wie soll ich Lukas 16,17.. verstehen?

Sehr geehrter Msgr.F.Schlegl,
können Sie mir bitte erlären, wie ich diese zu verstehen habe Lukas 16, 17.."Aber eher werden Himmel und Erde vergehen, als dass auch nur ein Häkchen im Gesetz wegfällt. 18 Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; auch wer eine Frau heiratet, die von ihrem Mann entlassen worden ist, begeht Ehebruch."
Die verlassene Frau darf nun also zur Kommunion gehen, aber dessen neuer Ehepartner begeht Ehebruch und darf nicht gehen???? Wie kann ich bei dieser Bibelstelle sagen: Jesus hat differenziert? Hier ist es sehr hart und gar nicht barmherzig?


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 Fatima 1713 7. Dezember 2017 
 

@ Kostadinov

Genau dieses Argument habe ich versucht, in die Diskussion einzubringen: Wie wird sich das alles auf die viel beschworene "pastorale Praxis" auswirken? Mit Neid, Eifersucht (Warum dürfen die und ich nicht?) und noch mehr Spaltung als wir sie ohnehin schon haben.
@ Historiker
1 Kor 11 27.29.31-32
Ich denke, die Lehre und Praxis der Kirche soll eine Hilfe sein, sich eben nicht das Gericht zu essen und zu trinken.
@ marguerite
Danke für Ihr schönes und mutiges Zeugnis! Gottes Segen!


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 Questore 7. Dezember 2017 
 

@Kostadinov

Da kommt mir doch gleich ein Interview mit Bischof Zdarsa, Augsburg, in den Sinn, in dem er zustimmend den früheren Berliner Erzbischof Bensch zitiert:

Zdarsa am 3.2.2017:
„Letzten Endes ist die Anerkennung einer Normierung des menschlichen Lebens durch Gott der entscheidende Punkt, und ich bin überzeugt, dass das sogenannte mündige Gewissen immer noch eine Ausnahmeerscheinung bei zugleich vorbildlichen wie gebildeten Christen ist“
Soweit der Kardinal, und das ist eine sehr bescheidene Feststellung über unsere Situation, die sich wohl nach diesen langen Jahren nicht viel verändert haben dürfte. (Zitat Ende)

Wir sind also offensichtlich weiterhin die dummen Schafe !


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 SCHLEGL 7. Dezember 2017 
 

@wedlerg

Mit Ihrem Kommentar zu meiner Aussage bezüglich der Bergpredigt,wären Sie jetzt wieder ein Thema in Diskussion mit den Deutschprofessoren meines Gymnasiums zum Thema "Leseverstehen".
Mit "Gesetz und Propheten" (hebr.tora w nebiim) meint Jesus eindeutig das alttestamentliche Gesetz,das die Pharisäer in 613 Einzelgesetze zerlegt haben.
Bis auf die 4 von mir genannten Bestimmungen,wurde das alles um Apostelkonzil im Jahre 49 n. Chr. entsorgt,Gott sei Dank,sonst wären die Heiden niemals Christen geworden.
Was die Ehe betrifft,hat Christus ENTGEGEN der Herzenshärte der Pharisäer zum Schutz der Frau (nur sie konnte aus der Ehe entlassen werden!)entschieden. Er hat die Schöpfungsordnung (= Naturrecht)wieder eingemahnt und damit die Ehe zur Würde eines Sakramentes erhoben (vgl.Eph 5,32f).
Daher können Katholiken die Stelle mit dem Jota und dem Häkchen im Gesetz in diesem Zusammenhang nicht zitieren,weil bereits die Apostel eine ANDERE, RICHTIGE Entscheidung getroffen haben.Msgr.F.Schlegl


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 Hoppe 7. Dezember 2017 
 

Heilsgewissheit

Was mir bei der Diskussion fehlt, ist der Gedanke der Heilsgewissheit. Man kann es natürlich wie @Historiker sehen, dass ein jeder einzelne entscheidet, ob er an Eucharistie teilnimmt oder nicht. Das würde aber bedeuten: Auf eigenes Risiko. Das ist aber nicht der Grundgedanke der katholischen Kirche, nämlich die Menschen zu Gott zu bringen und ihnen den Weg dorthin zu weisen und sie nicht sich selbst zu überlassen. Die Kirche trägt Mitverantwortung für das Heil der Menschen. Dem gemeinen Gläubigen muss demnach klar der Weg zum Heil gezeigt werden. Wenn die Kirche das in aller Klar- und Eindeutigkeit nicht mehr kann, ist sie überflüssig.


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 Chris2 7. Dezember 2017 
 

@Magdalena77

Es ist hier schon gesagt worden: Beten (gerade auch für den Papst) und für uns alle um den Heiligen Geist (und den Willen, seine Eingebungen zu beherzigen), die Orientierung v.a. am NT (lese auch ich viel zu wenig) und am 2000-jährigen Lehramt der Kirche, das Rosenkranzgebt (zumindest fûr ein Gesätz davon sollte jeder Zeit finden), notfalls die Heimatpfarrei hinter sich lassen und andere Messorte suchen (auch im sehr würdigen und erhebenden außerordentlichen Ritus, der werktags teils sehr still und am WE sehr feierlich ist), sich mit anderen zusammentun. Und sich nicht verwirren lassen, denn "Bloß dia Dumme moined, dass dia Gescheide elles wissed" (man verzeihe mir mein Schwäbisch).


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 Kostadinov 7. Dezember 2017 

@Historiker - immer diese Halbwahrheiten

«Wer die Kommunion empfangen darf, entscheidet kein Priester, kein Bischof, kein Papst, auch kein kath.net-Leser. Allein der Gläubige, der die Hand zum Kommunionempfang ausstreckt muss das mit dem Herrn ausmachen.»
Ja, aber der Gläubige steht ja nicht im luftleeren Raum. Soll sich ein sog. WvG an den polnischen Bischöfen orientieren oder an den argentinischen? Auch die Fälle dürften zunehmen, wo je nach Pfarrei selbst innerhalb eines Bistums Unterschiedliches gepredigt wird. Fürs Prüfen, wie Paulus es fordert, braucht man ja Kriterien - woher kommen die? Wer stellt die auf? Die tauchen ja nicht von selber im Gewissen eines jeden Gläubigen auf, die kommen vllt ausm Religionsunterricht, aus Predigten, Büchern etc. Darf ein polnischer WvG als Tourist in Argentinien jetzt zur Kommunion und daheim wieder nicht? In der Diskussion hier geht auch das Signal nach aussen völlig unter, wenn die Leute sehen, oh der WvG darf gehen, der andere nicht, warum darf der? warum darf ich nicht?


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 Zeitzeuge 7. Dezember 2017 
 

Hallo Gandalf und die anderen Verteidiger der kath. Lehrüberlieferung

Der "Historiker" erinnert leider wieder
stark an unsere enttarnten, trollenden Gäste.

Das ist relativistischer Subjektivismus
in Reinkultur!

Wer der kath. Kirche das Recht abspricht, Todsündern die Hl. Kommunion
zu verweigern, hat sich vom kath. Glauben verabschiedet!

Was Todsünde ist, entscheidet nicht der einzelne für sich selbst, sondern die Lehre der Kirche, die Kapitalsünden
Glaubensabfall, Mord, Ehebruch zählen seit der Frühkirche zu den Todsünden,
die mit der Exkommunikation bestraft wurden, das weiß jeder echte Historiker!
Schon Justinian erwähnt im 2. Jahrhundert, daß nur diejenigen kommunizieren dürfen, die rechtgläubig sind und ein Leben nach der Weisung Jesu Christi führen!

Bereits im 4. Jahrundert ist die Warnung des Zelebranten

"Das Heilige den Heiligen"

nachweisbar!

Wer das relativiert, führt sich selbst und seine Mitmenschen, ich denke an die jungen Foristen/innen hier, in die Irre!


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 phillip 7. Dezember 2017 
 

"Papst war nie Befreiungstheologe"

Hadrianus Antonius hat in Einem natürlich Recht: Jorge Bergoglio war nie ein Befreiungstheologe. Die Gründe mögen wohl daran liegen, dass dieser Begriff "Theologie" voraussetzt. Und was den Vorwurf "wirres Posting" anlangt, so möge er auch Recht haben; es bedarf schon eines festen Glaubens, Ruhe und Gelassenheit um Angesichts der Handlungen, Äußerungen und vor allem Unterlassungen des gegenwärtigen Pontifikates nicht (ver)wirr(t) zu werden. Doch gerade das beabsichtigt PF als perturbator maximus auf dem Stuhl Petri wohl auch. Ein Forist hat da zutreffend - sinngemäß - gemeint, er kümmere sich nicht mehr um Äußerungen PF´s und was dieser damit bezwecke, sondern halte sich an JPII und BXVI und an den KKK. Danke! Das sollen auch meine Maxime in der Zeit des "Durchsitzens" der Zeit des jesuitischen "Befreiungsideologen" sein bis Gott eingreift oder Jesus Christus auf den Wolken (wieder)kommen wird. Jesus, Maria, Josef beschirme uns im Kampfe und in den Nachstellungen!


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 lesa 7. Dezember 2017 

Gewissensmaßstab bleibt das unverwässerte Wort Gottes

Historiker: Es geht darum, dass der Einzelne den Willen Gottes wieder erkennen und sein Gewissen danach ausrichten kann und nicht vom Wort Gottes weg in die Irre geführt wird.


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 hape 7. Dezember 2017 

@marguerite

Danke für Ihr schönes und bewegendes Zeugnis. Gerade in diesen verwirrten Zeiten hat Ihre Glaubensstärke ein besonderes Gewicht. Gott segne Sie. Durch Sie fühle ich mich in meinem Glauben bestärkt.


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 Rosenzweig 7. Dezember 2017 

Danke - werte @lesa...

für Ihr tröstendes GEBET:_
"Herr Jesus Christus, durch die Hände Deiner heiligen Mutter weihen wir Dir unsere Kinder und unsere Jugend. Amen“ --
Das ich gerne ergänzend nun auch hier für uns ALLE beten möchte– die wir in unseren Kommentaren/ Sorgen/ Ängsten
u.gegensätzl.- mitunter auch verletzenden Meinungen–

UNS viell. doch durch MARIA– ganz JESUS– SEINEM VATER u. dem Hl.GEIST überantworten mögen und vertrauensvoll bitten:
“JESUS– SORGE DU!”-(nach Don Dolindo!)
---
Ps.:
Und Jesus zu Don Dolindo:
"ICH werde sorgen, ICH versichere es Euch..!"

Dankbar in diesem Vertauen verbunden..


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 123 7. Dezember 2017 
 

(Teil 1) „kann mir einer (…) erklären, welche (...) denn jetzt zur Kommunion dürfen?“

(Abgeändertes Zitat von @ Kostadinov)

Link zu der Erklärung: https://www.arsacal.nl/?p=contentitem&id=1160

Aber besinnen wir uns. Das Ganze scheint , wie Gandalf meint, „immer mehr zu einer sehr schlechen Show“ zu werden.

Gott hat die Kirche auf dem Felsen Petri gebaut. „Die Pforten der Hölle wird sie nicht überwältigen.“ Die Kirche hat schon viele Drangsale überlebt und wird auch die jetzigen Verwirrungen hinter sich lassen..
Es gibt nur diese eine Kirche, die uns sicher in unsere Heimat (den Himmel) führen wird.
Einmal hat Jesus die Jünger gefragt „Wollt nicht auch ihr gehen?“ und Petrus, erleuchtete durch den Heiligen Geist, hat Ihm die einzig richte Antwort gegeben!

Und wir: Welche Antwort geben wir, wenn der Herrn uns fragt?


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 marguerite 7. Dezember 2017 

und damit man nicht meint, ich hätte keine ahnung...

...vom verlassensein: mir ist das auch passiert. aber der herr verlässt nicht. und durch seine gnade im ehesakrament bin ich gerufen, gerade jetzt die christusliebe zu leben. durch ihn und mit ihm und in ihm.


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 Historiker 6. Dezember 2017 
 

@ Kostadinov
"Mein letzter für heut...
kann mir einer von den Papst-Verteidigern erklären, welche sog. WvG denn jetzt zur Kommunion dürfen?" — Ich verteidige hier nicht den Papst (das braucht der nicht), ich halte es mit Paulus. Dann ist die Antwort erstens ganz einfach und zweitens biblisch fundiert. Man halte sich an 1 Kor 11,28:
"Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken."
Wer die Kommunion empfangen darf, entscheidet kein Priester, kein Bischof, kein Papst, auch kein kath.net-Leser. Allein der Gläubige, der die Hand zum Kommunionempfang ausstreckt muss das mit dem Herrn ausmachen.


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 wedlerg 6. Dezember 2017 
 

@Questore: genau lesen

Monsignore ist kein Troll. Er ist in der Regel sehr erfrischend. Aber hier argumentiert er WIE ein Bibelfälscher.

Klaus Berger ist nicht einer, er ist der bedeutendste Exeget der dt. Theologie der Gegenwart. Im übrigen weil er - im Gegensatz zu anderen in D - die Exegeten der Tradition kennt und zu Wort kommen lässt und fundiert argumentiert.

Dass Berger in D viele Feinde hat, liegt daran, dass heute in D (und sonst fast nirgendwo auf der Welt) Exegeten die Bibel umdeuten und zur Spielwiese für persönliche und politische Bedürfnisse missbrauchen. Sie brechen bewusst mit dem, was die Kirche 2000 Jahre gelehrt und tradiert hat und sie sind seit 30 Jahren nicht mehr im Einklang mit dem Stand der modernen Forschung, insbesondere der Archäologie. Das sind die "Bibelfälscher": Menschen, die 70er Jahre-Politik machen, im übrigen anknüpfend an protestantische Bibelfälscher, die es leider in D seit dem 18.Jh. gibt. Diese Ecke hatte schon die dt. Nationalkirche legitimiert.


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 maxjosef 6. Dezember 2017 
 

@ Gandalf

100% Zustimmung!

Die von Ihnen eingenommene Haltung ist wohl die gesündeste, um nicht selber von der gegenwärtigen Verwirrung angesteckt zu werden.
Wie ferne scheinen heute die Zeiten des hl. Johannes Paul II. und des großen Benedikt XVI. zu sein, dabei sind seitdem erst ein paar Jahre vergangen.
Bei allen Meinungsunterschieden nicht vergessen: JESUS HAT DEN SIEG BEREITS ERRUNGEN! Seine Braut, die Kirche, die auf dieser Erde noch streitende Kirche, die kann im Kampf vielleicht schweren Schaden nehmen, und so scheint es zur Zeit auch zu sein, untergehen kann die Kirche nicht, dies hat uns der Herr selbst zugesichert.

Es geht wirklich um sehr viel zur Zeit! Um nichts weniger als die Frage, ob das Oberhaupt der katholischen Kirche noch die Wahrheit der Sakramente in rechter Weise verkündet.


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 speri17 6. Dezember 2017 
 

Mensch wichtiger als Gott!

Es ist für mich schrecklich zu sehen, wie mehr und mehr der Mensch wichtiger wird als Gott, Menschen-Wort mehr zählt als Gottes Worte. Da wird Gott sogar noch Barmherzigkeit in den Mund gelegt um die 10 Gebote auszuhebeln.
Noch eines gebe ich zu bedenken: Wer kann sich als Mensch anmaßen zu URTEILEN wer am scheitern einer Ehe Schuld ist?
Aus eigener Erfahrung einer schweren Ehekrise und auch vielen gescheiterten Ehe im Bekanntenkreis komme ich zumindest auf die Erkenntnis das in 99% der Fälle immer beide Schuld sind. Einzig über den jeweiligen Prozentsatz der "Schuldteilung"lässt sich streiten. Auch die z.B. oft genannten Alkoholiker sind schon manchmal "entstanden" aufgrund der sehr schwierigen Eigenarten mancher Frauen entstanden.
Hier ist eine Trennung auch manchmal erforderlich, aber keine Berechtigung für eine weitere Beziehung. Mir persönlich (bei allen menschlichen Schwierigkeiten) wäre Gottes Gebot und die heiligste Eucharistie wichtiger, als ein neuer Partner!


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 Kostadinov 6. Dezember 2017 

Mein letzter für heut...

kann mir einer von den Papst-Verteidigern erklären, welche sog. WvG denn jetzt zur Kommunion dürfen? Und bitte nicht antworten, die wo der Seelsorger irgendwie zu dem Schluss gekommen ist, daß es irgendwie geht


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 Gandalf 6. Dezember 2017 

Ich verrate euch eines..

Dieses Amoris-Laetita-Theater wird immer mehr zu einer sehr schlechen Show... Ich halte mich weiterhin an Johannes Paul II. und Familiaris Consortio, das Chaos danach interessiert mich nicht ;-)


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 Questore 6. Dezember 2017 
 

@wedlerg

"Sie argumentieren hier sehr nahe an modernistischen Bibelfälscher-Thesen,.."

Mit solchen Behauptungen sollten Sie aber sehr vorsichtig sein. Oder wollen Sie den Monsignore auch in die "Troll-Ecke" stellen.
Im Übrigen ist Klaus Berger nur einer von sehr vielen Exegeten, von denen sicherlich die wenigsten dessen Ansichten teilen.


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 Herbstlicht 6. Dezember 2017 
 

man lernt nie aus!

Wenn also "die Orientierungshilfe" der Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires zur nachsynodalen Exhortation „Amoris laetitia“ und der darauffolgende Antwortbrief von Papst Franziskus ausreicht, einen grundlegenden Wechsel herbeizuführen, ist das schon staunenswert.
Nein, es ist erschütternd!
Und was ist beispielsweise mit den polnischen Bischöfen?
Sie hatten Einwände und erklärten, bei der bisher geübten Praxis bleiben zu wollen.
Gilt ihre Meinung weniger?
Sind argentinische Bischöfe lehramtsmäßig befugter als polnische?
Wenn Papst Franziskus eine Änderung des Bisherigen antrebt, möge er dies offen, klar und für jedermann verständlich sagen.
Denn ganz ehrlich, wer von den Katholiken liest schon regelmäßig das Amtsblatt des Heiligen Stuhls?
Bildet nun also eine Fußnote in AL die Basis für das authentische Lehramt?


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 wedlerg 6. Dezember 2017 
 

@SCHLEGL: manchmal schockieren mich ihre unpassenden Argumente

Dass die Bergpredigt hier sehr wohl zum Thema passt, wie sie Ginsterbusch zitiert, ist in der Kirche nie in Zweifel gezogen worden, haben alle Generationen von Exegeten immer so gesehen.

Die Bergpredigt (von dort stammt das Zitat) umfasst zentral auch klare Hinweise auf die Unauflöslichkeit der Ehe (ausgedehnt auf Lüsternheit), auf das absolute Tötungsverbot (ausgedehnt auf Zürnen), etc.

Keines dieser Gebote, die Jesus in der Bergpredigt Gesetz nennt, hat die Apostelgeschichte aufgehoben.

Unzucht ist zudem nicht nur Synonym für die Verwandtenehe, sondern bezeichnet jegliche Form der "Porneia", also der unsittlichen sexuellen Beziehung.

Der Exeget Klaus Berger hat all dies in seinem Kommentar zum Neuen Testament sehr klar herausgearbeitet.

Sie argumentieren hier sehr nahe an modernistischen Bibelfälscher-Thesen, für die es keinerlei Tradition und rationale Gründe gibt und die in der kath. Kirche erst nach 1970 Einzug hielten - v.a. aus politisch motivierten Gründen.


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 Hadrianus Antonius 6. Dezember 2017 
 

@fuechsin "Der Papst ist doch kein Häretiker".

Ein gefährlicher Satz.
Gerade das Wörtchen "doch" hat es in sich.
Eine Person kann häretische Aussagen machen- das kann und muß dann beanstandet werden und ist dann von dieser Person auch zu korrigieren.
Anders liegt der Fall, wenn ein System hinter diversen häretischen Aussagen sitzt und immer wieder darauf hingewiesen wird und Taten zur Einführung dieses Systems gemacht werden: das ist Häresie und ggf. Apostasie.
Nichtinformation, Vertuschung, Fehlinformation und Beschönigung/Verniedlichung und Mainstreambeeinflüssung sind äusserst wichtig um den Verdacht zu beschwichtigen und keine Beweise zu liefern.
Danneels und DeKesel haben auf dem Gebiet ihr Waterloo erlebt.


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 Hadrianus Antonius 6. Dezember 2017 
 

@phillip

Ihr Posting ist etwas wirr.
Jorge Bergoglio war nie ein Befreiungstheologe- großgeworden im peronistischem Milieu, der "Guarda do Hierro" verbunden (bis 1976 mit Hauptsitz in Spanien unter Franco); in den späten Jahren '70 nicht links und nicht befreiungstheologisch orientiert, sondern mit intensiven Kontakten zum Militär; kritische Äusserungen oder Widerstandstaten (z.B. bei der Operation Condor)sind damals nicht bekannt gewesen (wurde bei seiner Wahl z. Papst extra hervorgrehoben).
Die argentinische Jesuiten haben das hautnah miterlebt.
Wie auf LifeSiteNews zu lesen, hat Pater-General Kolvenbach SI dazu übrigens eine ausgiebige Studie machen lassen.


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 Elija-Paul 6. Dezember 2017 
 

Padre Walter

Danke, sehr hilfreich!


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 Hadrianus Antonius 6. Dezember 2017 
 

@ mr. brodt "Möchtegernpapst"

Für den Terminus "Möchtegernpapst" möchte ich herzlich danken.
Trifft 100% zu auf Kard. Danneels, der bei seiner Abreise zu der Konklave in Rom 2005 in Mecheln zu seinem Fahrer und wenigen Verabschidenden sagte: "Und wenn ich Papst gewählt bin, nenne ich mich Johannes XXIV".
Nach der Wahl v. Benedikt XVI verließ Danneels wutentbrannt sofort Rom und nam nicht einmal am der Festmahlzeit für die Kardinäle teil.
Und Y wollte so gerne Papst werden, daß er vor großem Publikum (inklus. Fernsehen, Mikrophone usw.) eine gewaltige Lüge schwadronierte, um seine Chancen bei der Konklave zu erhöhen...
Der Hl. Basilius von Cäsarea hat einige harsche Worte und Sätze dazu gemacht.


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 Fuechsin 6. Dezember 2017 

Perspektive

Zitat von Smaragdos, vermutlich exemplarisch für viele Diskussionsteilnehmer: "Ab sofort kann man - laut Papst Franziskus - ganz entspannt heiraten, und wenn die Ehe nicht gelingen sollte, ein zweites Mal heiraten - zumal im Einzelfall und wenn man den richtigen Geistlichen findet."

Das ist doch völliger Unsinn.
Der Papst ist auch kein Häretiker.

Er ist Südamerikaner!

Manche haben sich ein wenig verrannt.


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 PadreWalter 6. Dezember 2017 

Was sagt ein Kirchenrechtler

@Elija-Paul
Es gibt die Stellungsnahme (auf Englisch) des bekannten US-amerikanischen Kirchenrechtlers, Edward Peters, zur neuesten Entwicklung, d.h. der Veröffentlichung der Orientierungshilfe der Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires und des an diese gerichteten Brief des Papstes in den Acta Apostolicae Sedis. Peters betont die fortdauernde Gültigkeit von Canon 915 (Codex Iuris Canonici): Zur heiligen Kommunion dürfen nicht zugelassen werden Exkommunizierte und Interdizierte nach Verhängung oder Feststellung der Strafe sowie andere, die hartnäckig in einer offenkundigen schweren Sünde verharren.
Link: https://canonlawblog.wordpress.com/


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 Elija-Paul 6. Dezember 2017 
 

Erstaunliche Denkweise!

Ich handle gegen die Weisungen der Kirche und gegen das Evangelium, bin also ungehorsam! Dann kommt dann ein Papst und erlaubt dies! Dafür danke ich dann Gott???
Dass 2+2=5 sein können ist wohl noch eine gelinde Untertreibung! Sehr eigentümlich was sich da in unserer Kirche ereignet. Aber wir haben ja auch noch den Erzbischof von Chikago, einen Pater Martin, welche öffentlich sagen, daß praktzierende Homosexuelle ruhig zur Kommunion gehen können, wenn sie da mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Was die Heilige Schrift darüber schreibt und die Kirche schon immer lehrte ist ja wohl nicht wichtig, man hatte ja keinen Recorder damals, um die Worte Jesu aufnehmen zu können. Vielleicht hat es der hl. Paulsu auch gar nicht so gemeint!
Ein eigenartiger Geist wirkt da in der Kirche und manche halten dies wohl noch für das Wirken des Heiligen Geistes.
Klares Bekenntnis: Aus meiner Sicht liegt Papst Franziskus in dieser Sache falsch und das muß öffentlich gesagt werden! Mutige Hirten,wo???


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 phillip 6. Dezember 2017 
 

AL; Aufhebung der Gebote und Sakramente durch Bergoglio, der nicht Papst sein möchte

Es ist mir unbegreiflich, dass diesem Befreiungstheologen auf dem Stuhl Petri, selbst große Verwirrung stiftenden und Verwirrung durch andere nicht aufklären wollenden, auf reine leibliche Barmherzigkeit reduziert scheinenden, dem Evangelium und der traditionellen Lehre Christi und der Kirche treu bleibenden Gläubigen nur Verachtung entgegenbringenden Fan Luthers, einem ausgewiesenen und überzeugten Häretiker und Schismatiker - er selbst sagt von sich ja auch, in die Geschichte der Kirche als jener Papst einzugehen, der die Katholische Kirche spalten wird - so viel Macht, Zeit und Kumpanei eingeräumt wird, an der Zerschlagung der Katholischen mit der Abrissbirne zu arbeiten und an einer neuen Kirche zu mauern, in der - Freimaurer hört, hört - alle Menschen übereinstimmen. Die einzig logische Erklärung wird wohl darin liegen müssen, dass sein Pontifikat als Mittel zur Unterscheidung der Schafe von den Böcken vorgesehen ist. Jesus, komm - wie Du verheißen hast - bald!


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 Questore 6. Dezember 2017 
 

@nurmut

Genau so erlebe ich das auch.

"Papst Franziskus erlaubt nunmehr den Beichtvätern, den Einzelfall zu prüfen.
Somit sind diese nicht mehr in der "Illegalität" bzw. im "Ungehorsam" gegenüber dem "Gesetz".
Gott sei Dank!"

Ich denke, dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.


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 Elija-Paul 6. Dezember 2017 
 

Eine Bitte!

Gibt es unter den Lesern oder in deren Bekanntenkreis einen Theologen /Kirchenrechtler, der uns sagen kann, welche Verbinlichkeit dieser Akt des Papstes hat oder gibt es schon eine authentische Abhandlung darüber?


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 marguerite 6. Dezember 2017 

@mr.brodt: ich verstehe sie nicht

was meinen sie denn da immer mit unschuldig verlassen? das hindert doch niemanden, zur kommunion zu gehen? und falls sie wiederverheiratete meinen: sprechen sie dann von zwangsheirat?


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 Stefan Fleischer 6. Dezember 2017 

@ mr.brodt

Meines Erachtens sind die Schuldfrage in Bezug auf das Scheitern einer Ehe und die Schuldfrage in Bezug auf das Eingehen einer Zweitehe zwei verschiedene Dinge. Im Normalfall ist niemand gezwungen nach dem Scheitern einer Ehe eine andere einzugehen. Ich glaube, wir sollten das sauber auseinander halten. Dies ganz grundsätzlich. Nur so als ein sicher hinkender Vergleich: Wenn mir jemand mein Auto gestohlen hat, habe ich deswegen noch kein Recht nun selber eines zu stehlen, und wenn ich es noch so sehr brauche.


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 Hadrianus Antonius 6. Dezember 2017 
 

@PPQR Essenzielle kirchliche Aufgabe

1. (Passend zum Reformationsjahr usw.) M. Luther hat einmal sehr pointiert gesagt/geschrieben: "Kirche ist da, wo das Evangelium gepredigt wird und die Sakramente richtig verwaltet werden".
Nun wird im AL das Evangelium sehr schwer gedehnt und verbogen, und dann wurde enorm lang verneint, gelogen und betrogen daß x nicht so stimmte, um dann jetzt etwas versteckt und unter Bemühung von "authentischem Lehramt" x dann doch offiziell zu deklarieren.
Das ist inkohärent und stümerhaft, sicher bei dem vielen "casino", und total unseriös.
Der Amtsinhaber ist damit allein schwerst beschädigt.
Wenn P. Franz. jedoch schon selber sagte, daß die Mehrzahl der Eheschließungen ungültig ist, die Sünde faktisch nicht mehr besteht, die Hölle nicht mehr besteht, und die Kommunion als Vitamin- oder Krafttablette angesehen wird, und für jedenmann zugänglich gemacht, findet keine richtige Verwaltung der Sakramente mehr statt.
Game over.


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 Gewitterwolke 6. Dezember 2017 
 

Mr.Brodt

Sie haben nicht recht. Wenn jemand verlassen wird und keine neue Beziehung eingeht, er darf die Sakramente empfangen.


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 Laus Deo 6. Dezember 2017 

Es gibt 2 klare Bibelstellen zu diesem Thema

Apg 5,29 Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Lk 21,33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Gal 1,7 Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen.

Gal 1,8 Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben - er sei verflucht.


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 Kostadinov 6. Dezember 2017 

@mr. brodt - irgendwie reden wir aneinander vorbei

oder ich versteh Sie nicht richtig. Ein unschuldig Verlassener ist doch nie von den Sakramenten ausgeschlossen - es sei denn, er geht eine neue Beziehung ein - und das macht man nicht aus Versehen. Ich hab mich nur an dem künstlichen Gegensatz zulassen-ausschliessen gespießt, weil ich da keinen Gegensatz sehe, das Ergebnis ist gleich. Ich verurteile auch keinen einzigen sog. WvG, das sei dem Jüngsten Gericht überlassen. Ich bin nur der Meinung, bisher hat die Kirche gelehrt, sog. WvG können nur zur Kommunion, wenn sie enthaltsam leben (bin gespannt ob jmd widerspricht), jetzt scheint es anders zu sein. Aber bis jetzt konnte mir keiner schlüssig erklären, was denn genau jetzt anders ist - es klingt sehr stark danach, dass jetzt ein irgendwie begleitender Seelsorger nach Lust und Laune entscheiden kann. Übrigens: wenn ich aus eigener Schuld nicht in die Sonntagsmesse gehe, bin ich auch ausgeschlossen. Bekomm ich dann auch eine Begleitung mit Extrawurst?


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 Smaragdos 6. Dezember 2017 
 

Zurück zur alttestamentlichen Scheidungsurkunde? (Teil 2)

Doch das wiederum erinnert unweigerlich an die unselige Scheidungsurkunde aus dem Alten Testament (cf. Mt 19,7)! Denn WvG zur Kommunion zuzulassen, bedeutet nichts anderes, als die Scheidung von der „ersten“ Ehe einzuführen. Das aber wäre ein riesiger Rückschritt in alttestamentliche Verhältnisse und wäre mitnichten ein Fortschritt, wie dies der Papst mit Sicherheit versteht. Es wäre Hartherzigkeit, nicht Barmherzigkeit: „Er antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Mose euch erlaubt, eure Frauen aus der Ehe zu entlassen!“


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 Smaragdos 6. Dezember 2017 
 

Bald Beratungsschein für wiederverheiratet Geschiedene? (Teil 1)

„Der Zugang zu den Sakramenten… könne das Ergebnis eines Unterscheidungsprozesses sein, der durch einen Geistlichen… begleitet werde.“

Das ganze erinnert mich dumpf an einen gewissen Beratungsschein, den vor ein paar Jahren die deutschen Bischöfe als genügend erachteten, damit Frauen eine Abtreibung straffrei ausüben konnten… Denn: Welche WvG werden wirklich ergebnisoffen an einen Geistlichen herantreten, wenn sie sich denn überhaupt die Mühe machen, einen Geistlichen aufsuchen? Außerdem: Werden sie nicht zum nächsten Geistlichen pilgern, wenn der erste ihrem Wunsch nicht entspricht? Und welcher Geistliche wird es unter Papst Franziskus überhaupt wagen, den WvG, die bei ihm vorstellig werden, die Kommunion zu verweigern? Im besten Fall wird er ihnen vermutlich raten, ihrem Gewissen zu folgen… er bräuchte nur noch einen Beratungsschein auszustellen, und die Sache wäre geritzt!


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 donjbosco 6. Dezember 2017 

Verwechslung von Grundsatz und Praxis in Kommentaren

Das entscheidend Neue in Franziskus Ansatz ist, dass er den Grundsatz berührt, also die mit der dogmatischen Kernlehre zum Ehesakrament verknüpften Aussagen in der Lehre und Praxis der Kirche. Das die Beichtväter und Priester oft auch situativ handeln bleibt doch davon unberührt, weil das ja eh "jeder weiß". Dogmatische Entscheidungen sollten aber im Einklag der ganzen Kirche und nicht ein Alleingang sein.


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 mr.brodt 6. Dezember 2017 
 

@Kostadinov

das Problem ist, dass eine Beurteilung immer in Schwarz-weiß-Denken führt, was der Papst m.E. klar ablehnt. Die Beurteilung soll unter dem Gesichtspunkt der göttlichen Barmherzigkeit geschehen. Natürlich wacht die Kirche über die Sakramente und wird ihre Identität (in Gestalt der Unauflöslichkeit der Ehe) - Gott sei Dank- bewahren. Doch muss man auch den Blick auf die Betroffenen lenken: erste Frage ist die Frage von Schuld wenn eine Ehe scheitert - natürlich. Doch gibt es (im Einzelfall) auch unschuldige Verlassene, die dann vielleicht an der Situation keine Schuld haben aber trotzdem nicht zu den Sakramenten dürfen. DIESE Dynamik ist zu bedenken und somit ist nicht der Härtegrad des Frühstückseis das Maßkriterium (daran sind sicher auch schon Ehen gescheitert), sondern die Lage des Einzelnen. Und für diese Betroffenen KANN der Empfang eines Sakraments "eine Medizin zur Heilung" sein.


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 Elija-Paul 6. Dezember 2017 
 

Nicht so schwer zu verstehen!

Wenn ich auch mit manchen Kommentaren hinsichtlich des Tones und auch herabwürdigender Äußerungen nicht einverstanden bin, so ist doch die Erregung mehr als verständlich. Es sind Gläubige, welche durch die Maßnahmen des Papstes den bisherigen Weg der Kirche in der anstehden Frage gefährdet bzw. negiert sehen. Das ist ein sehr ernste Angelegenheit, denn es geht um die Frage der Wahrheit und der authentischen Lehre der Kirche. Jene, die diesen Weg des Papstes verteidigen, müssen sich fragen lassen, warum sie die Diskrepanz zu den vorherigen Pontifikaten nicht sehen. Oder aber sie begrüßen sogar die Veränderung. Dann allerdings bewegen wir uns nicht mehr auf einer gemeinsamen Linie. Auch der Papst hat die Lehre der Kirche und der daraus folgenden Praxis zu bejahen und sie zu stützen. Er befindet sich mt diesem anderen Weg im Irrtum und dieser breitet sich zum Schaden der Kirche aus!Der Ungehorsam vieler vom vorherigen Pontifikat ist nun offiziell bestätigt! Das ist sehr ernst!


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 Ehrmann 6. Dezember 2017 

Es geht weiter Schlag auf Schlag!

Kardinal Schönborn in St.Stephan am 1.12.: "Gottverurteilt ncht"
Der Verfassungsgerichtshof Österreichs hebt den Parlamentsbeschluß gegen die Eiführung der Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare wegen Diskriminierung (!) auf. Nur eine 2/3 Mehrheit des Parlaments (Beharrungsbeschluß) kann uns davor noch retten - und das Gebet! Denn wie geht es sonst weiter? Leben-Ehe- Gott: der Angriff erfolgt auf allen Linien


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 Kostadinov 6. Dezember 2017 

@PPQR - ich maße mir gar kein Urteil an

ich würde nur gerne wissen, woran ein Seelsorger oder Beichtvater diese nun zulassbaren Fälle erkennen kann. Und der von mir kritisierte Beitrag von m.brodt muss eigentlich jeden, der in der ersten Klasse Mengenlehre gehabt hat, erheitern. Jeder Einzelfall, den ein Seelsorger prüft, läuft auf Zulassen (= nicht ausschliessen) oder Nichtzulassen (=ausschliessen) hinaus. Es sei denn Mathe-Guru Spadaro kann noch darlegen, dass die Schnittmenge aus Ereignis und Gegenereignis nicht leer sein muss :-)


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 PPQR 6. Dezember 2017 

Leichtsinnig?

@Kostadinov

Haben Sie sich gerade Ihr Urteil selbst gesprochen?
Oder gehören Sie schon zu denjenigen, die urteilen dürfen, weil sie ohne Sünde sind?

In der Vergangenheit habe ich viele Beiträge der hier schreibenden Kommentatoren mit Gewinn lesen können.
Was sich aber hier vollzieht, verstehe ich ebenso wenig wie @mr.brodt (dessen Beitrag mein Votum erhalten hat).

Auch verstehe ich nicht die Besorgnis vieler. Besitzen Sie nicht die Stärkung der Sakramente? Wovor fürchten sie sich dann? Wie groß/klein ist denn letztlich der persönliche Glaube, wenn ein solch maßloser Sturm der Entrüstung über den Papst einbricht? Fassen wir uns in Geduld und Langmut.


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 nurmut 6. Dezember 2017 
 

Entscheidung im Einzelfall?

Dies ist die gelebte Praxis von vielen Beichtvätern seit Jahrzehnten.
Die Beichtväter kennen die Not und die Sachlage ihrer Beichtkinder. Sie können auch zwischen Sünde und Martyrium bei Scheidungen und Wiederverheiratung unterscheiden.
Daher handeln sie nach ihrem Gewissen bei der Lossprechung und nicht nach dem "Buchstaben des Gesetzes". Es ist Ihnen nämlich erlaubt, "die Sünden nachzulassen" oder "zu behalten".
Papst Franziskus erlaubt nunmehr den Beichtvätern, den Einzelfall zu prüfen.
Somit sind diese nicht mehr in der "Illegalität" bzw. im "Ungehorsam" gegenüber dem "Gesetz".
Gott sei Dank!


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 priska 6. Dezember 2017 
 

Wenn man Ehrlich ist ,gehen schon längst Geschiedene Wiederverheiratete zur Heiligen Kommunion ,die Priester haben das gar nicht mehr unter Kontrolle,auch wenn die Priester es wissen ,geben sie dieser Person die Heilige Kommunion ich weiß keinen Priester der jemanden dies verweigert hätte.


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 Kostadinov 6. Dezember 2017 

@mr. brodt - danke für den humoristischen Beitrag

Sie schreiben " Die Aufgabe der Kirche ist nicht, Menschen von den Sakramenten auszuschließen, sondern zu prüfen, wer ZUZULASSEN ist." also sie soll prüfen, aber keine Checkliste abhaken? Wie soll sie denn prüfen? Nach Grosswetterlage, Härtegrad des Frühstückseis, des Seelsorgers Bauchgefühl? Oder doch nach Lust und Laune? Sie führen sich selbst ad absurdum. Bisher galt, dieser Personenkreis kann zur Kommunion, wenn er enthaltsam lebt. Jetzt gilt, wenn ein Seelsorger irgendwie begleitet hat und irgendwie zu irgendeinem Schluss gekommen ist. Und in jeder Pfarre kommt man dann zu anderen Schlüssen? Dann lieber ne Checkliste, da bin ich lieber ein rigider Gesetzeslehre, der andere mit Steinen bewirft - aber die Leute kennen sich wenigstens aus


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 bernhard_k 6. Dezember 2017 
 

Bsp. (Stab-)Hochsprung

Im Hochsprung ist es klar: fällt die Latte, ist der Sprung ungültig. Der Wettkampfrichter kann also auf Basis eines objektiven Kriteriums sauber entscheiden.

Das ist vgl.bar mit: Wiederverheiratet Geschiedene dürfen nicht zur Kommunion, da ein objektiv ungültiger "Sprung" vorliegt, weil ja die erste Ehe eindeutig und objektiv geschieden ist.

Die neue Einzelfall-Regelung auf den Sport übertragen würde bedeuten: Der Wettkampfrichter muss ZUKÜNFTIG bei fallender Latte den Einzelfall beurteilen und dann in etwa wie folgt überlegen: "Hmm, die Latte fiel zwar, aber ich werte dennoch auf "gültig", da der Sportler ja nur unkonzentriert oder müde etc. war; im Normalfall hätte er ja gar nicht gerissen." Diese Entscheidung mit unendlich vielen Variablen vom Wettkampfrichter zu fordern, wäre irre und völlig undurchführbar.

Aber genau das wird nun von den (armen) Priestern gefordert. Da kann der Priester gleich würfeln!


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 Ginsterbusch 6. Dezember 2017 

@Schlegl

Mehr haben Sie vom eingestellten Artikel von kathnet nicht zu sagen?
Erstaunlich.


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 lesa 6. Dezember 2017 

Nur Gott kann sie noch schützen

@Priska: Tägliches Gebet:„O Maria, lass unsere Kinder unter Deinem Mantel stehen, denn da ist das Haus, da können sie nicht zugrunde gehen! Herr Jesus Christus! Bewahre sie vor Schaden an Leib und Seele. Schütze sie vor den Verführern unserer Zeit.






















unserer Zeit. Heile die Wunden, die ihnen durch die Gesellschaft geschlagen wurden. Berufe aus ihrer Mitte Heilige. Sende aus den Heiligen Geist, damit wir nicht mutlos werden, wenn wir schon ratlos sind. Verzeihe uns, wo wir gefehlt haben an Vorbild und Liebe. Stärke uns, wo wir schon schwach und hilflos sind. Tröste uns, wo uns jeder Trost entschwunden ist. Herr Jesus Christus, durch die Hände Deiner heiligen Mutter weihen wir Dir unsere Kinder und unsere Jugend. Amen“





„O Maria, lass unsere Kinder unter Deinem Mantel stehen, denn da ist das Haus, da können s


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 SCHLEGL 6. Dezember 2017 
 

@Ginsterbusch

Mit Ihrem Zitat aus Matthäus können Sie in dieser Sache nicht argumentieren! Jesus bezieht sich hier eindeutig auf die Tora und die Propheten, also das jüdische Gesetz im Alten Testament.
Interessanterweise (nachzulesen in der Apostelgeschichte!)hat das Apostelkonzil im Jahre 49 n. Chr. das gesamte jüdische Gesetz ABGESCHAFFT! Ausnahme die so genannten Jakobusklauseln: Verbot von Götzenopferfleisch (Reste des heidnischen Opfers), dem Genuss von Blut, dem Genuss von Fleisch von Tieren, die nicht ausgeblutet sind, und vor Unzucht = Verwandtenehe. Den Rest, ausgenommen die Verwandtenehe, hat dann die Kirche im 2. Jahrhundert abgeschafft. So schaut es aus.
Das Gebot der Unauflöslichkeit einer Ehe stellt Jesus gegen die jüdische Praxis, als Wiederherstellung der Schöpfungsordnung (= Naturrecht) auf. Diese Dinge muss man sauber auseinanderhalten.Msgr. Franz Schlegl


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 Fatima 1713 6. Dezember 2017 
 

@Stefan Fleischer

Genau, im Sinne der "Transparenz" und um der "Mündigkeit" der Gemeindemitglieder gerecht zu werden, müsste er seine Entscheidung aber begründen ...


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 mr.brodt 6. Dezember 2017 
 

faszinierend

es ist faszinierend, wieviele (Möchtegern)Päpste hier alles besser wissen... Die Herausforderung ist es, dass die Seelsorger im Einzelfall entscheiden, was den Menschen dienlich ist - und das KANN der EMpfang der Sakramente sein. Dass viele Leute hier erwarten, dass der Papst eine Checkliste herausgibt die stumpf abgehakt wird und danach in Gnade oder Ungnade entschieden wird ist nur traurig. Genau das wird Franziskus nicht machen. Man möge bitte in der Diskussion auch die Betroffenen sehen! Die Aufgabe der Kirche ist nicht, Menschen von den Sakramenten auszuschließen, sondern zu prüfen, wer ZUZULASSEN ist.


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 maxjosef 6. Dezember 2017 
 

"Es gibt keine andere Interpretation"

schreibt der Papst. Na gut, damit ist die Katze aus dem Sack. Alle, die bisher davon gesprochen haben, man müsse AL im Lichte des bisherigen Lehramtes lesen, wie z.B. Kardinal Müller, sind nun düpiert. AL ist ein Bruch mit der kirchlichen Lehramtstradition und nichts anderes. Und genau das war auch die Absicht des Papstes.
Die Wahrheit wird sich durchsetzen, über kurz oder lang.


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 Stefan Fleischer 6. Dezember 2017 

@ Fatima 1713

Und zudem:
Wie will ein Priester einen unterschiedlichen Entscheid in zwei scheinbar (aber eben nur scheinbar) gleichen Fällen begründen, ohne das Beichtgeheimnis zu verletzen?


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 Ginsterbusch 6. Dezember 2017 

Was sagt Jesus in Matthäus? Etwas ganz anderes!

Jesu Stellung zum Gesetz
17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. 19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.


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 Fatima 1713 6. Dezember 2017 
 

Zur Abwechslung einmal ein "pastorales" bzw."praktisches" Argument: Wenn manche Wiederverheiratete, nachdem sie von einem Priester "pastoral und persönlich begleitet" wurden, zur Kommunion zugelassen werden und andere nicht, dann gibt es wohl "bessere" und "schlechtere" Wiederverheiratete und die Beurteilung liegt ganz im Ermessen (Willkür?) des einzelnen Priesters. Bald werden dann die "schlechteren" Wiederverheirateten (zurecht?) fragen: "Warum dürfen die und wir nicht?" und sich beim Priester beschweren. Die Folge: Streit, Ärger,Uneinigkeit. Das ist für eine Gemeinde oder Gemeinschaft sicher nicht förderlich!


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 Archangelus 6. Dezember 2017 

Er ist zwar unser Papst

Aber ich lassse mich nur von Christus leiten ! Frommes diktatorisches Geschwa-
fel in seinen Speeches beeindruckt mich
eigentlich nur noch äußerst Peripher,
weil sein Denken und Handeln
stark häretisch auseinanderklaffen.
Außerdem ist sein Handeln feige ,weil er
es nicht wagt,selbst in diesen Dingen
konkret das Wort an die Kathol. Öffentlichkeit zu richten, sondern nur
in Obscuren Briefen, die niemand kennt,
häretische Richtlinien erkennen lässt.
Wann hat er den Mut,seine Sozialisti-
schen Befreiungstheologischen Ideen,
die JPII. schon

vor Jahren Mit erhobenem
Zeigefinger Leonardo Boff verboten hat,
vor der Kurie öffentlich zu verkünden?
Wann, Wann?? EX Cathedra !!


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 siebenschlaefer 6. Dezember 2017 
 

Für mich gilt das Wort Christi, und das ist über jeden Zweifel erhaben:

"Wer einen dieser Kleinen, die glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er ins Meer geworfen würde." (Mk 9.41)


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 siebenschlaefer 6. Dezember 2017 
 

Wer jetzt noch daran zweifelt, dass dieser Papst mit der Lehre

gebrochen und sich der Häresie schuldig gemacht hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Dass dieser Papst seine Macht gegen die Gebote Gottes setzt und es als authentisches Lehramt ausgibt, wird er im Gericht in nicht allzu ferner Zeit zu verantworten haben. Es gilt aber in der Zeit das Herrenwort: "Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen." (MT 7,15f.)


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 Smaragdos 6. Dezember 2017 
 

Ab sofort kann man - laut Papst Franziskus - ganz entspannt heiraten, und wenn die Ehe nicht gelingen sollte, ein zweites Mal heiraten - zumal im Einzelfall und wenn man den richtigen Geistlichen findet. Wenn das mal kein großer Schritt nach vorne ist! Lassen wir endlich 2000 Jahre unbarmherzige Lehrtradition hinter uns!


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 huegel76 6. Dezember 2017 

Gut, wie der Papst zur Lehre steht hat er damit offiziell gemacht. Das wäre dann geklärt.
Bleibt nur noch die Frage: Wann beginnt das nächste Konklave?


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 antonius25 6. Dezember 2017 
 

Der Papst ist der Papst,

wir erkennen seine Autoritaet an, wenn er sein Amt ausuebt. Auch wenn er hier einen Fehler gemacht hat, heisst das nicht, dass man ihn nicht als Papst Ernst nehmen soll, oder seine Entscheidungen anfechten, wenn er an anderer Stelle sein Amt ausuebt.

Wenn z.B. eine Mutter sich scheiden laesst und eine neue Verbindung eingeht, dann darf das Kind darueber traurig sein und darf nicht die neue Verbindung fuer legitim halten. Die Mutter bleibt aber die Mutter. Und das Kind muss ihr gehorchen, wenn sie sagt, es ist Zeit ins Bett zu gehen, oder dass das Kind um eine bestimmte Zeit nach Hause kommen muss - wenn sie also als Mutter handelt.


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 Kurti 6. Dezember 2017 
 

Manches konnte man bei diesem Papst schon zu Anfang

seines Amts kommen sehen. Damals hat ihm schon Kardinal Meisner gesagt, er würde oft mißverstanden. Seine Antwort war, er sei aber doch ein Sohn der Kirche, was ja heißen soll, er meine alles im herkömmlichen Sinne des Glaubens der Kirche. Er hat aber weiterhin mißverständliche und fragwürdige Aussagen zu diesem und jenem Thema gemacht. Gerade beim Rückflug von Bangladesch hat er erneut wieder die Verbrechen des IS mit katholischen Schwiegermuttermördern vergleichen, weil die ja ihre Schwiegermütter alle aus christlich-katholischen Gründen umbringen (Ironie off). Ich glaube inzwischen, daß der Papst das alles mit ABSICHT macht; die Jesuiten können so sein, daß sie ein Ziel erreichen wollen und daran arbeiten, aber ihre wahren Gründe verschleiern. Er hat ja da und dort schon in der Weise gesprochen. Nun ja, in dem neuen Buch über den "diktatorischen Papst", das es bald auch in deutsch gibt, werden wir mehr über ihn und seine Denk- und Vorgehensweise erfahren.


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 Smaragdos 6. Dezember 2017 
 

Confusio iam est

Nun ist die Verwirrung mit dieser "epistola apostolica" (oder sollte man sagen diabolica?) untermauert... Vom Heiligen Geist ist hier auf jeden Fall nichts zu spüren!


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 wedlerg 6. Dezember 2017 
 

Geist der Unterscheidung

Mir stößt hier vieles sauer auf. Am meisten aber die Unverfrorenheit mit der der "Geist der Unterscheidung" pervertiert wird.

Der Geist der Unterscheidung, auf den sich der Papst so oft und so gern bezieht, ist bei ihm gerade kein Geist der Unterscheidung, sondern ein Geist der Beliebigkeit. Unterscheiden muss ich zwischen wichtigem und unwichtigem, muss ich die Warhheit auch dort suchen, wo sie verschüttet geht, muss ich dem Folgen, was Gottes Wille ist, auch wenn es schwierig ist. In komplexen Situationen muss ich den Kern der Wahrheit herausschälen und vom Ballast trennen.

Genau das macht der Papst nie. Er "mittelt" Standpunkt in einer Art "Prozess" und verkauft das als weise und im Geist der Unterscheidung. das ist aber nichts anderes, als das was die Israeliten am Sinai gemacht haben: das goldene Kalb umtanzt, als es Ihnen gerade passte.


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 Smaragdos 6. Dezember 2017 
 

... et ne nos inducas in tentationem!

"Dies könne das Ergebnis eines Unterscheidungsprozesses sein, der durch einen Geistlichen „persönlich und pastoral“ begleitet werde."

Ja, welches sind denn die Kriterien für diesen "Unterscheidungsprozess"? Das würde mich (und vermutlich nicht nur mich) doch mal interessieren. Auf welche doktrinelle Grundlage stützt sich die "pastorale" Begleitung des Geistlichen? Etwa die, dass der Wille des (durch die Sünde geschwächten!) Menschen Vorrang vor dem Heilswillen Gottes hat?

Francisce, quo vadis? Ne nos inducas in tentationem!


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 agora 6. Dezember 2017 
 

Winkelzüge-Advokat

Natürlich wird mit AL der Sonderfall zum Regelfall. Dieser Papst ist ein Winkelzüge-Advokat. Daß er keine Theologie hat, ist bekannt. Hat er auch keinen Charakter? Wohin soll das alles noch führen?


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 cyberoma 6. Dezember 2017 
 

Es tut mir in der Seele weh....

was wir in Zusammenhang mit Amoris Laetitia erleben müssen! Gott sei Dank haben wir noch einige Hirten, die treu zum Wort Jesu stehen.
Ich werde mich also in Zukunft leider nicht mehr an "den Stellvertreter" halten, sondern mich umso mehr an den Aussagen "des Originals" orientieren.
Gott stehe uns allen bei!


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 Magdalena77 6. Dezember 2017 

@Chris2

Ich fürchte, er tut es, weil es aus der Deckung heraus einfacher ist, die Agenda umzusetzen.Würde er direkt sprechen, könnte man ihn leicht des Bruchs mit dem bisherigen Lehramt überführen. So bleibt alles diffus, uneindeutig, interpretierbar (für die, die das noch tun wollen). Dieses Vorgehen zeigt, dass hier mit unsauberen Mitteln gearbeitet wird, was sehr beschämend ist.
Ich bin zutiefst enttäuscht, aber es musste wohl so kommen.
Für mich stellt sich jetzt die Frage: Wie damit umgehen??


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 Chris2 6. Dezember 2017 
 

Und wieder hat der Papst

nicht selbst klar und offiziell Stellung bezogen, wieder lässt er jemanden etwas sagen. Auch, wenn bekannt ist, dass dies seiner persönlichen Meinung entspricht (siehe seinen Brief), warum läuft immer alles entscheidende über Dritte? Ist es vielleicht der Heilige Geist, der es verhindert, dass ein Papst ganz öffentlich Häresien verkündet? Schon Petrus und Paulus haben um die Wahrheit gerungen, nur stehen hier die klaren Worte Jesu und 2000 Jahre Lehre der Kirche im Hl. Geist auf dem Spiel.


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 st.michael 6. Dezember 2017 
 

Augenwischerei

Erlaubt man es in Einzelfaellen, wird es die Regel (siehe Handkommunion, Kommunionhelfer, Friedensgruss)
Wie blauaeugig muss man sein ?
Nein natuerlich steht man TREU zum 6.Gebot, es gilt halt nicht mehr.
Was eine boese zynische Heuchelei !
Warum ist man dann nicht wenigstens so ehrlich und schafft Gebote ab bzw. passt sie dem Zeitgeist an.
Man moechte wirklich verzweifeln.


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 Igypop83 6. Dezember 2017 
 

@ThomasAquinas

Das war höchstens die Antwort auf eine, nicht aber auf die anderen vier Dubia


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 ThomasAquinas 6. Dezember 2017 

Das war dann wohl die Antwort auf die Dubia.....


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 Hadrianus Antonius 6. Dezember 2017 
 

Klarstellung/ Bestätigung der correctio filialis

Ich bin weder LSN noch jg, Autoren/innen dieses Artikels.
Vor 18 Stunden habe ich in dem Kommentar "Gotcha" unter dem Artikel "Theologe: "Barmherzigkeit heiß, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch" schon auf dieses neue " authentische Magisterium" hingewiesen (ist schon seit einigen Tagen bekannt).
Es wird bezeichnenderweise totgeschwiegen, wie so vieles anderes Abscheuliches auch.
Gerade dieser Punkt wird expressis verbis bei der Correctio filialis incriminiert und ausgiebig und genau untersucht (Seite 7-9)( besonders S.8 unten ..."querido hermano ff...).

Starker Tobak: die lockere und unkatholische Äusserungen eines Papstes werden beschrieben, beurteilt und als häretish festgestellt- und wenig später nicht nur nicht beachtet (mit allen Arten von Beschönigungs- und Verbrämungsversuchen von Adepten), sondern jetzt klar und deutlich plakativ öffentlich dekretiert.
Zum 1. Mal in der Kirchengeschichte predigt ein Papst offen Häresie.


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 Ginsterbusch 6. Dezember 2017 

Der Bischof von Rom

hört, wie man sieht, auf seine „Freunde.“
Ich bitte, ja ich flehe die Dubia Kardinäle um die Korrektur an.


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 Kostadinov 6. Dezember 2017 

was ist denn "authentisches Lehramt"?

das ist eine neue Kategorie Lehramt, von der ich bisher noch nix gehört hatte. Und woran zum Teufel erkennt man nun diese Einzelfälle, von denen man bisher nicht wußte, daß sie auch zur Kommunion gehen können? So lange der Hl. Vater sich zu keinerlei Erklärungen bemüßigt fühlt, diese näher zu beschreiben (definieren ist vermutlich zu viel verlangt, das wäre ja rigide), erlaube ich mir bei diesem "authentischem" Lehramt auf Durchzug zu stellen


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 elisabetta 6. Dezember 2017 
 

Glaubensabfall pur,

und das mit Einverständnis des sogenannten Stellvertreters Christi. Päpstliche Orientierungshilfe sieht anders aus.


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 Zeitzeuge 6. Dezember 2017 
 

Galater 1, 7-9

gibt die Antwort!

Der Papst steht weder über dem Wort Gottes, noch über der kath. Lehrüberlieferung!

Damit hat er die Dubia beantwortet und zwar
falsch im Sinn der schon vor 60 Jahren verurteilten "Situationsethik"!

Wer behauptet, es gäbe vor Gott erlaubte geschlechtliche Beziehungen ausserhalb einer rechtmäßigen Ehe irrt und führt in die Irre!

Ebenso, wer behauptet, im Status der schweren Sünde sei der Empfang der hl. Kommunion gestattet!

"Doch Täter werden nie den Himmel zwingen"!

Erinnert sei auch an die niemals vom Papst dementierten, ihm von Eugenio Scalfari zugeschriebenen, häretischen Aussagen, wieso erfolgte bis heute kein Dementi??

Wenn der Papst etwas objektiv falsches sagt, hat niemand das Recht, sich darauf zu berufen ud ich lasse mir von niemand den Mund verbieten, dieses offen zu sagen!


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 Stefan Fleischer 6. Dezember 2017 

Warum muss

unser Heiliger Vater immer Andere vorschieben, statt selber zu sagen UND ZU ERKLAEREN was er meint und will?
Wenn das die Antwort auf die Dubia sein soll, dann gnad uns Gott! Das alles mag noch so gut gemeint sein. Die Folgen sind unabsehbar (oder müsste man sagen absehbar?) Und wenn das die Arbeitsweise der Befreiungstheologie ist, dann benimmt sie sich wie irgend eine andere Ideologie (z.B. Gender), einfach diktatorisch.


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 Ginsterbusch 6. Dezember 2017 

Auflehnung gegen Gott

Jetzt wird also der Ehebruch von den Verfolgern der Kirche eingeführt.
Damit erledigt sich das SAKRAMENT der Ehe und das SAKRAMENT der Versöhnung.
Ich weiß jetzt ganz genau, was ich davon zu halten habe.
Maria, Braut des Hl. Geistes: bitte für uns und steh uns bei!


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 benedetto05 6. Dezember 2017 
 

Verhalten des Papstes: Schäbig und unwürdig

Damit befindet sich PF nunmehr definitiv in der Häresie. Sein Verhalten zum 8. Kapitel, den Dubia usw. ist eine 1:1 Analogie zu seinem Verhalten auf dem Gebiet "Umgang mit Mitarbeitern" (z.B. Kardinäle Müller und Sarah): einfach nur noch schäbig und eines Petrusnachfolgers absolut unwürdig.

Ich glaube nicht, dass z.B. der Bischof von
Chur oder auch die polnischen Bischöfe ihre
Verlautbarungen zu AL jetzt aufgrund dieser
Veröffentlichung ändern werden.


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