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„Kinder sind Zukunft!“

9. Mai 2018 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Papst Franziskus in Botschaft zum Katholikentag in Münster: „In jedem Kind, egal in welchem Land es geboren ist, schaut uns Christus an, der selber als schwaches Kind in unsere Welt gekommen ist.“


Münster-Vatikan (kath.net/DBK)kath.net dokumentiert die Botschaft von Papst Franziskus zum 101. Katholikentag in Münster in voller Länge:

Liebe Brüder und Schwestern,
ganz herzlich grüße ich Euch alle anlässlich des 101. Katholikentags in Münster und freue mich, dass Ihr in so großer Zahl gekommen seid. Eure Teilnahme ist ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr Euch das Leitwort dieses Katholikentags „Suche Frieden“ am Herzen liegt.
Dieses Wort ist dem Psalm 34 entnommen: „Meide das Böse und tu das Gute, suche Frieden und jage ihm nach!“ (Ps 34,15). Es ist ein Imperativ und ein brandaktueller Hilferuf. Es gibt derzeit kein wichtigeres Thema in der öffentlichen Debatte über Religion als das Problem von Fanatismus und Gewaltbereitschaft. Wir können beobachten, dass im familiären Bereich, an Arbeitsplätzen, in Vereinigungen, in Stadtteilen, Regionen und Nationen sowie überall dort, wo der Mensch als solcher nicht als eine Gabe Gottes angenommen wird, Unfriede, Missgunst und Hass zutage treten. Meine große Sorge gilt den Menschen, besonders den Kindern und Jugendlichen, die wegen Krieg und Gewalt in ihrem eigenen Land zur Flucht gezwungen sind, um ihr Leben zu retten. Sie klopfen bei uns an mit der Bitte um Hilfe und Aufnahme. In ihren Augen sehen wir die Sehnsucht nach Frieden.

Die Stadt Münster war vor 370 Jahren Schauplatz für einen bedeutenden Friedensschluss nach einem verheerenden Krieg. Man kam überein, dem kriegerischen Morden, das auch im Namen einer von Menschen missbrauchten Religion verübt wurde, ein Ende zu setzen. Der Katholikentag hier in Münster ermahnt uns, aus der eigenen Geschichte heraus für die Zukunft Frieden zu lernen. Ein wesentliches Instrument dazu ist unser christliches Engagement in der Familie, in unseren Schulen und Bildungseinrichtungen, vor allem auch in der Politik.

Frieden kann ebenso weiterwachsen, wenn die Christen verschiedener Konfessionen im verbindenden Bekenntnis zu Christus an die Öffentlichkeit treten und sich in der Gesellschaft gemeinsam engagieren, denn Christus ist unser Friede (vgl. Eph 2,14). Frieden bedarf des wertschätzenden Miteinanders aller Menschen guten Willens aus allen Religionen und Bekenntnissen. Alle Menschen können wertvolle Bausteine im Aufbau einer friedliebenden Gesellschaft sein. Frieden zu suchen und ihn so auch zu gestalten, ist Aufgabe aller Menschen. Seid Botschafter des Friedens, der Verantwortung und der Barmherzigkeit vor allem für die junge Generation! In jedem Kind, egal in welchem Land es geboren ist, schaut uns Christus an, der selber als schwaches Kind in unsere Welt gekommen ist. Kinder sind Zukunft!

Die gerechte Teilhabe aller Männer und Frauen am Wohlergehen ihrer Gesellschaft ist Grundlage eines dauerhaften Friedens. Die gerechte Teilhabe aller gilt aber auch für die Menschen in allen Gesellschaften weltweit. Die großen kirchlichen Hilfswerke, die Verbände und viele Pfarrgemeinden leisten hierfür einen wertvollen Beitrag. Frieden aber beginnt auch ganz einfach und klein in unserer Sprache, in der Wahl der Worte. Mit Worten, die wie Brot sind, stärkend, wertschätzend, gütig, klärend und verlässlich, beginnt der Frieden. Wahrheitsliebende Worte aus unserem Mund – in Gesellschaft und Kirche, in Familie und Freundeskreis, in der Arbeit oder der Freizeit – dienen dem Frieden. So auch die Worte unserer Gebete!

Ich wünsche Euch, dass dieser Katholikentag ein großes Fest des Glaubens wird und ein weit sichtbares Zeichen für den Frieden. Die Tage von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten erinnern uns daran, dass wir unablässig den Heiligen Geist anrufen sollen, dass er uns seine Gaben schenke und den Frieden des Herrn wachsen lasse. Dabei schauen wir auch auf Maria, die als Mutter der Kirche mit den Aposteln um das Kommen des Heiligen Geistes gebetet hat. Sie begleite und unterstütze auch unsere Suche nach Frieden. Vertrauen wir uns ihrer Fürsprache und Hilfe an!

Ich weiß mich Euch im Gebet verbunden. Vergesst bitte nicht, für mich zu beten! Von Herzen erteile ich Euch, die ihr in Münster zusammengekommen seid, wie auch allen Gläubigen des Volkes Gottes in Deutschland den Apostolischen Segen.


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Lesermeinungen

 Stanie 11. Mai 2018 
 

@quovadis

Eine der dringslichsten Thematiken für die Kirche wie für die Welt ist doch der Schutz allen menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Das muß ständig gesagt werden.
Man hört von Papst Franziskus darüber leider kaum etwas. Ganz im Gegenteil wie Sie bestimmt wissen, hatte er schon Helferinnen von Kinderabtreibungen gelobt und auch das Päpliche Institut Johannes Paul II. für Ehe und Familie kurzerhand aufgelöst. Dann gründete er ein neues, aber mit einer anderen Ausrichtung. Auch Abtreibungsbefürworter haben dort soz. Sitz und Stimme- unmöglich!


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 Herbstlicht 10. Mai 2018 
 

@quovadis

Ihre Antwort auf @Stanie und mich habe ich leider erst jetzt entdeckt und ich hoffe, Sie nehmen meine Entgegnung noch wahr.

"Kinder sind Zukunft"
Mit dieser Aussage hat Franziskus vollkommen recht.
Damit Sie meine Worte besser einordnen können, sage ich Ihnen, dass ich Mitglied einer Lebensschutzorganisation bin.
Auf Demonstrationen zu gehen ist mir gesundheitlich nicht möglich, aber ihre Arbeit unterstütze ich durch meinen Mitgliedsbeitrag bzw. Spenden.

Wenn richtigerweise Kinder gleichbedeutend mit Zukunft sind, darf also folgerichtig durchaus die Frage gestellt werden, warum einer immens großen Zahl an abgetrieben Kindern diese Zukunft geraubt und dies als ein fast selbstverständliches Recht angesehen wird.
Dies immer einmal wieder ins Gedächtnis zu rufen bedeutet nicht, absichtlich Spaltung herbeizuführen.
Gilt Mahnung und Erinnerung schon als Spaltung?
Ein Katholikentag, recht verstanden, würde ganz sicher auch dieses leidvolle Thema verkraften.
Auch Ihnen Frieden!


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 quovadis 9. Mai 2018 
 

@Stanie und Herbstlicht

Auch wenn jemand ein dickes Buch über ein Thema schreibt, könnte man noch etwas Wichtiges ergänzen. – Haben Sie mit Ihrem Statement das Thema „Suche Frieden“ beherzigt oder suchen Sie Spaltung? – Ich wünsche Ihnen den Frieden, der von Gott kommt.


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 Herbstlicht 9. Mai 2018 
 

@Stanie

Ihr Hinweis auf die Vielzahl der abgetriebenen Kinder ist wichtig.
Leider kamen diese in der Grußrede nicht vor, es könnte die Stimmung des Katholikentages verderben.

Doch auch sie hätten eine Zukunft verdient und hätten selbst auch Zukunft für die jetzt Lebenden verheißen.


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 Stanie 9. Mai 2018 
 

Politisch korrekte Rede

Leider hat Papst Franziskus er wieder einmal versäumt, auf die Millionen von abgetriebenen Kindern und auf die aktuelle Gefährdung von weiteren Abermillionen von Kindern im Mutterleib hinzuweisen. Auch hat er es m.Er. versäumt, auf die Notwendigkeit von christlicher Ehe und Familie hinzuweisen, dem Grundpfeiler eines jeden Staates (vom Vatikanstaat abgesehen), gerade auch vor dem Hintergrund der "Ehe für alle", die seit letztem Jahr vom deutschen Gesetzgeber legitimiert wurde- gegen Gottes Gesetze.
Stattdessen aber der Verweis auf Flüchtlinge ohne aber die Verantwortlichen dafür zu benennen.


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 Mariat 9. Mai 2018 

Wir schauen auf Maria, als Mutter der Kirche, und

" Die Frau aller Völker."

" Herr Jesus Christus,
Sohn des Vaters,
sende jetzt Deinen Geist
über die Erde.
Lass den Hl. Geist wohnen
in den Herzen aller Völker,
damit sie bewahrt bleiben mögen
vor Verfall, Unheil und Krieg.
Möge die Frau aller Völker,
die selige Jungfrau Maria,
unsere Fürsprecherin sein. Amen."

Imprimatur: Haarlem-Amsterdam

Am 31.05.1996 erlaubte der Bischof von Haarlem- Amsterdam, Msgr. H. Bomers, zusammen mit seinem damaligen Weihbischof, Msgr. J.M. Punt, in Absprache mit der Glaubenskongregation die öffentliche Verehrung der Gottesmutter unter dem Titel:
"Die Frau aller Völker".


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