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„Zur sprudelnden Quelle für andere werden“

11. Juli 2019 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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Augsburger Weihbischof Forian Wörner hat hunderte Männer dazu ermuntert, ihr Herz für Jesus zu öffnen - Wer Jesus zum Freund habe, der werde sich für ihn Zeit nehmen, Zeit für Gebet, für das Lesen des Evangeliums, für den Messbesuch am Sonntag


Augsburg (kath.net/pba) Weihbischof Florian Wörner hat gestern Abend hunderte Männer dazu ermuntert, ihr Herz für Jesus zu öffnen und so auch für andere zu einer sprudelnden Quelle zu werden. „So wie Brunnen Wasser geben, so sollen auch wir sprudeln von dem, wovon unser Herz voll ist: von Jesus und seinem Wort.“ Das brauche unsere Zeit dringender denn je, sagte er in der voll besetzten Basilika St. Ulrich und Afra zu den Teilnehmern der Männerwallfahrt während der Ulrichswoche.

Zuvor war er an der Spitze eines langen Prozessionszugs vom Hohen Weg aus mit den Männern zur Ulrichsbasilika gezogen. Wie in jedem Jahr führte die Wallfahrt an Augsburgs Prachtbrunnen am Rathausplatz und auf der Maximilianstraße vorbei. Darauf bezog sich der Weihbischof auch in seiner Predigt, nachdem die Stadt Augsburg erst vor wenigen Tagen mit ihrer Wasserversorgung Weltkulturerbe geworden sei. In Augsburg plätschere und rausche es überall. Und auch der Fisch, mit dem der heilige Ulrich dargestellt werde, könne ein Hinweis auf den Wasserreichtum der Stadt Augsburg und unseres Bistums insgesamt sein, deutete der Weihbischof das Attribut unseres Bistumsheiligen.

Es gehe jedoch nicht nur um leiblichen Durst, der aus diesen Brunnen gestillt werden könne, sondern auch um einen innerlichen. „Auch die Seele braucht eine Quelle“, so Weihbischof Florian. Dies setze jedoch eine Offenheit voraus für das, was Gott uns geben möchte. „Was nützt es, wenn Gott uns Menschen anspricht, aber wir verschließen uns und tun so, als ob es ihn nicht gäbe?“, fragte er. Das Motto der diesjährigen Ulrichswoche - „Ich will hören, was Gott redet“ - lade uns deshalb ein, auf Gott zu hören. Das sei allerdings in unserem Informationszeitalter mit seiner Fülle an Nachrichten nicht einfach. Weihbischof Wörner: „Wir kommunizieren unentwegt viel, und trotzdem verstehen wir uns manchmal nicht, reden aneinander vorbei, hören nicht hin.“

Gott habe hingegen nur ein einziges Wort zu uns gesprochen. „Am Anfang war das Wort“, heiße es im Prolog des Johannes-Evangeliums. Dieses Wort sei in Jesus Fleisch geworden. „Das entscheidende Wort in unserem Leben, das wir brauchen, um den Durst zu löschen und leben zu können, es ist schon gesagt.“ Wer das verstanden habe, der wolle hören, was Gott redet, der werde sich öffnen für das, was er uns schenkt und der werde sein Herz ganz weit für Jesus aufschließen.

Dies bedeute auch, so Weihbischof Wörner, sich dieses göttliche Wort, dieses göttliche Wasser als kostbares Gut zu Nutze zu machen. Der Fisch des heiligen Ulrich erinnere uns daran, Christus nicht einfach so an uns vorbeiziehen zu lassen. Wer Jesus zum Freund habe, der werde sich für ihn Zeit nehmen: Zeit für das Gebet: für das Durst-Löschen der Seele, um zur Ruhe zu kommen; Zeit, um das Evangelium betrachtend zu lesen: der werde auch keinen Sonntag ohne die heilige Messe verstreichen lassen und der werde wie der heilige Ulrich dort Gutes zu tun, wo Not herrsche. Damit könnten wir dann selber zu einer sprudelnden Quelle für andere werden. Genau das brauche unsere Zeit dringender denn je: „Menschen, die von Gottes Wort Zeugnis geben.“

Eine solche Quelle war für viele Männer gestern Abend wie in jedem Jahr sicher auch wieder die Wallfahrt zum heiligen Ulrich. Gemeinsam mit Hunderten anderen zu beten, zu singen und zu wallfahren, begleitet von Peter Bader an der Orgel von St. Ulrich und Afra und den Ulrichsbläsern. Für Männerseelsorger Diakon Gerhard Kahl Grund genug, sich am Ende des Gottesdienstes bei allen Beteiligten zu bedanken. Die Wallfahrt habe uns dazu ermuntert, wie „wir das Wort Gottes nutzen sollen für unser Leben, damit wir wahrlich aus der richten Quelle leben und auch wirksam sind.“

Video: katholisch1.tv - Bistum Augsburg: Männerwallfahrt mit 800 Männern


Foto: Pontifikalamt mit Weihbischof Wörner bei der Männerwallfahrt des Bistums


Foto (c) Bistum Augsburg


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 11. Juli 2019 

Vielleicht bin ich zu empfindlich

In meiner Jugend war "Jesus" kein so zentraler Begriff wie heute. Es wurde meist der Begriff "Christus" oder "der Herr" verwendet. Diese Fokussierung auf Jesus, wie sie mir heute auffällt, gab es damals eigentlich nur in gewissen Freikirchen.
Natürlich ist es nicht falsch, wenn wir von Jesus sprechen. Es besteht aber – nach meinen Erfahrungen – immer eine gewisse Gefahr, dass dabei die menschliche Person Jesus von Nazareth in den Vordergrund rückt, während damals fast immer die göttliche Person, Christus unser Herr und Erlöser, im Zentrum stand (und vielleicht die menschliche Person zu wenig Beachtung fand). Nachdem mir persönlich der moderne Paradigmenwechsel von gottzentriert zu menschzentriet grosse Sorgen bereitet bin ich vielleicht zu empfindlich. Aber ich darf sicher hier auf diese Problematik aufmerksam machen. Unser Glaube ist katholisch, allumfassend. "Gelobt sei Jesus Christus - in Ewigkeit Amen."


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