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| ![]() Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfangvor 54 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung ‚Bestimmte Gruppen von Gläubigen‘ würden zum Extremismus neigen und die Eucharistiefeier instrumentalisieren, heißt es in einem Bericht des Dikasteriums für den Gottesdienst über ein Treffen mit Bischöfen aus Panama. Vatikan (kath.net/jg) Bei dem Treffen, das zum normalen Ablauf eines Ad-limina-Besuchs gehört, sprachen die Bischöfe über den Priestermangel, die Vorbereitung auf Beichte und Ehe, liturgische Musik und Übersetzungen liturgischer Texte. Außerdem kamen unautorisierte Gesten oder Gebete zur Sprache, welche „die dem Römischen Ritus eigene Nüchternheit beeinträchtigen“. Besonders bemerkenswert ist die Bezugnahme des Dikasteriums auf das Tragen von Schleiern bei Frauen während der heiligen Messe und die Praxis des Kniens beim Empfang der heiligen Kommunion. Das Dikasterium stellte fest, dass die Begegnung „die Gefahr des Extremismus im liturgischen Bereich und der Instrumentalisierung der Eucharistiefeier durch bestimmte Gruppen von Gläubigen“ ans Licht gebracht habe. Weiter heißt es in der Zusammenfassung: „Diese Gruppen neigen dazu, Spaltung und Verwirrung zu provozieren, indem sie Fragen wie den Empfang der Kommunion kniend und in die Hand oder den Gebrauch des Schleiers durch Frauen aufwerfen. Es wurde bekräftigt, dass die Eucharistie das Sakrament der Einheit ist und nicht zum Gegenstand von Auseinandersetzungen werden darf.“ Eine nähere Erläuterung, inwiefern diese Praktiken Spaltung und Verwirrung verursachen sollen, lieferte das Dikasterium nicht. Die Formulierung hat dennoch Interesse geweckt, da sie erlaubte Formen des Kommunionempfangs als potenzielle Konfliktquellen darstellt. Das Knien beim Empfang der Heiligen Kommunion hat eine jahrhundertealte Tradition und wurzelt in der katholischen Ehrfurcht vor den eucharistischen Gestalten. Papst Benedikt XVI. schrieb in „Der Geist der Liturgie“, das Knien stamme „nicht aus einer Kultur – es kommt aus der Bibel und ihrer Erkenntnis Gottes“. Während seines Pontifikats legte er ab dem Fronleichnamsfest 2008 fest, dass Gläubige die Kommunion von ihm kniend und auf die Zunge empfangen. Auch das 2004 von der damaligen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung veröffentlichte Instruktion Redemptionis Sacramentum stellt klar: „Die Gläubigen sollen die Kommunion kniend oder stehend empfangen, wie es die Bischofskonferenz bestimmt hat.“ Es betont ausdrücklich, dass niemandem die Kommunion allein deshalb verweigert werden darf, weil er sie kniend oder stehend empfangen möchte. Jeder Getaufte, der nicht rechtlich daran gehindert ist, hat Anspruch auf die Kommunion. Ebenso wird das Recht auf den Empfang auf die Zunge bekräftigt; bei Gefahr der Profanierung solle die Kommunion nicht in die Hand gereicht werden.
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