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US-Erzbischof: ‚Wiederverheiratete’ Katholiken müssen enthaltsam leben

8. Juli 2016 in Weltkirche, 33 Lesermeinungen
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Amoris laetitia sei im Sinn der überlieferten Lehre der Kirche zu verstehen. Priester dürften keinesfalls der Eindruck erwecken, die Kirche würde irreguläre Verhältnisse gutheißen, schreibt Erzbischof Chaput in einer Richtlinie.


Philadelphia (kath.net/LSN/jg)
Zivilrechtlich geschiedene und wiederverheiratete Katholiken dürfen die Eucharistie nur dann empfangen, wenn sie sexuell enthaltsam leben. Dies hat Charles Chaput, der Erzbischof von Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) in einer diözesanen Richtlinie für die Umsetzung des päpstlichen Rundschreibens Amoris laetitia festgelegt.

Alles was der überlieferten Lehre der Katholischen Kirche hinsichtlich der Unauflöslichkeit der Ehe und der ehebrecherischen Natur zweiter Verbindungen widerspreche, führe die Menschen über die wahre Natur der Eucharistie und der Kirche in die Irre, schreibt Chaput weiter.


Amoris laetitia solle in Kontinuität mit „dem großen Schatz an Weisheit“ verstanden werden, „den die Väter und Lehrer der Kirche, die Zeugnisse der Heiligen, die Lehren der Konzile und frühere lehramtliche Dokumente“ an uns überliefert hätten, heißt es in der Richtlinie wörtlich.

Diese behandelt auch den Umgang mit zivilrechtlich Wiederverheirateten, die nach den Geboten der Kirche leben und die Eucharistie empfangen dürfen. Bei der Verwaltung der Sakramente müssten die Priester darauf achten, den Eindruck zu vermeiden sie würden ein Verhalten gutheißen das die Kirche verurteile. schreibt Chaput. Aus demselben Grund sollten die angesprochenen Personen keine liturgischen Dienste wie Lektor oder außerordentlicher Kommunionspender übernehmen, fügt er hinzu.

Die gleichen Prinzipien seien auch beim pastoralen Umgang mit Homosexuellen und Personen zu berücksichtigen, die unverheiratet zusammenleben. Für diese gelte ebenfalls das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit. Die Priester dürften in der Pastoral nicht den Eindruck erwecken, gelebte Homosexualität sei akzeptabel. Dies würde den katholischen Glauben aushöhlen und könne nur moralische Verwirrung stiften, warnt der Erzbischof.



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