08 Juli 2016, 10:30
US-Erzbischof: ‚Wiederverheiratete’ Katholiken müssen enthaltsam leben
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Amoris laetitia'
Amoris laetitia sei im Sinn der überlieferten Lehre der Kirche zu verstehen. Priester dürften keinesfalls der Eindruck erwecken, die Kirche würde irreguläre Verhältnisse gutheißen, schreibt Erzbischof Chaput in einer Richtlinie.

Philadelphia (kath.net/LSN/jg)
Zivilrechtlich geschiedene und wiederverheiratete Katholiken dürfen die Eucharistie nur dann empfangen, wenn sie sexuell enthaltsam leben. Dies hat Charles Chaput, der Erzbischof von Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) in einer diözesanen Richtlinie für die Umsetzung des päpstlichen Rundschreibens Amoris laetitia festgelegt.

Werbung
ninive 4


Alles was der überlieferten Lehre der Katholischen Kirche hinsichtlich der Unauflöslichkeit der Ehe und der ehebrecherischen Natur zweiter Verbindungen widerspreche, führe die Menschen über die wahre Natur der Eucharistie und der Kirche in die Irre, schreibt Chaput weiter.

Amoris laetitia solle in Kontinuität mit „dem großen Schatz an Weisheit“ verstanden werden, „den die Väter und Lehrer der Kirche, die Zeugnisse der Heiligen, die Lehren der Konzile und frühere lehramtliche Dokumente“ an uns überliefert hätten, heißt es in der Richtlinie wörtlich.

Diese behandelt auch den Umgang mit zivilrechtlich Wiederverheirateten, die nach den Geboten der Kirche leben und die Eucharistie empfangen dürfen. Bei der Verwaltung der Sakramente müssten die Priester darauf achten, den Eindruck zu vermeiden sie würden ein Verhalten gutheißen das die Kirche verurteile. schreibt Chaput. Aus demselben Grund sollten die angesprochenen Personen keine liturgischen Dienste wie Lektor oder außerordentlicher Kommunionspender übernehmen, fügt er hinzu.

Die gleichen Prinzipien seien auch beim pastoralen Umgang mit Homosexuellen und Personen zu berücksichtigen, die unverheiratet zusammenleben. Für diese gelte ebenfalls das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit. Die Priester dürften in der Pastoral nicht den Eindruck erwecken, gelebte Homosexualität sei akzeptabel. Dies würde den katholischen Glauben aushöhlen und könne nur moralische Verwirrung stiften, warnt der Erzbischof.








kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram

meist kommentierte Artikel

Papst Franziskus lehnt pastorale Handreichung der DBK ab! (101)

„Tagespost“: 2018 könnte für den Papst das „verflixte Jahr“ werden (83)

Der Skandal von Altomünster (78)

Kardinal Marx fordert „Denken im Horizont der Gegenwart“ (51)

Keine einsame Romreise für Kardinal Marx - Woelki und Genn kommen mit (45)

'Kein Christ wird Bomben und Raketen gedankenlos bejubeln. Aber... ' (41)

Liturgischer Missbrauch bei der Eucharistie (37)

Bischof Ackermann greift die sieben Bischöfe an (29)

Diözese Linz: Trauner Pfarre hat kein Problem mit Islam-Fundis (26)

Kloster Altomünster: „Es ist nicht wahr...“ (26)

Papst löst Priesterbruderschaft der heiligen Apostel auf (25)

BDKJ Köln: „Woelki sieht unsere Arbeit sehr kritisch“ (25)

Evangelisierung – von Situationen ausgehen, nicht von ‚Theorien’ (25)

Religionsunterricht vernebelt den Glauben (23)

Der finale Kampf um das Leben des kleinen Alfie (15)