Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“

Em. Patriarch/Jerusalem, Sabbah: „Sind wir gläubig? Warum können wir dann nicht Berge versetzen?“

5. Oktober 2021 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof: „Zukunft der Christen im Nahen Osten ist keine Frage der Zahlen, sondern des Glaubens“ – „Prozesse der Globalisierung neu zu definieren, um zu vermeiden, dass man in Fallen neuer Formen des „offenen oder verdeckten Kolonialismus“ gerate.


Antelias (kath.net/Päpstliche Missionswerke Fides) Fragen und auch die Ungewissheiten im Hinblick auf Zukunft der Christen im Nahen Osten, „sind nicht in erster Linie eine Frage der Zahlen, auch wenn die Zahlen wichtig sind, sondern sie sind eine Frage des Glaubens“. So der palästinensische emeritierte lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah, in Anlehnung an die zahlreichen Forderungen, die wird in einem neuen Dokument über den Zustand und die Zukunftsperspektiven der christlichen Präsenz im Nahen Osten hervorgehoben werden, das an diesem Dienstag im Libanon vorgestellt und von einem ökumenischen Team von Experten und Kirchenvertretern erarbeitet wurde.

In seiner Ansprache bei der offiziellen Präsentation des Dokuments am gestrigen Dienstag, den 28. September in der libanesischen Stadt Antelias, wies Erzbischof Sabbah darauf hin, dass die Veröffentlichung des Textes allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften im Nahen Osten die Gelegenheit biete, „unsere christliche Botschaft zu überdenken“. Christus selbst, so der Patriarch weiter, „hat gesagt, dass man mit ein wenig Glauben Berge versetzen kann, das heißt, dass man die Bedingungen, in denen man sich befindet, verändern kann. Die Frage lautet deshalb: Sind wir gläubig? Warum können wir dann nicht Berge versetzen?“


In seinem Vortrag wies der emeritierte Patriarch auf die Probleme hin, „die uns als Christen in erster Linie betreffen, wie unsere Einheit, die Tatsache, dass wir ein gemeinsames Herz haben und dieselben Absichten teilen. Jeder Christ muss dazu erzogen werden, jeden anderen Christen zu lieben, sowohl in seiner eigenen Kirche als auch in anderen Kirchen. Und es ist notwendig, mit allen zusammenzuarbeiten, um unsere pluralistische Gesellschaft gemeinsam aufzubauen“. Im weiteren Verlauf erinnerte Patriarch Sabbah daran, dass die christlichen Gemeinschaften des Nahen Ostens auch dazu aufgerufen seien ihren Umgang mit dem, was er als „den politischen Westen“ bezeichnete, und mit den Prozessen der Globalisierung neu zu definieren, um zu vermeiden, dass man in die Fallen neuer Formen des „offenen oder verdeckten Kolonialismus“ gerate.

Das Dokument, so der chaldäische Patriarch, Kardinal Louis Raphael Sako, betonte in einem Video, das bei Präsentation in Antelias zeigt wurde, könne dazu beitragen, „den 'Fahrplan' für eine neue kirchliche und zivile Arbeit, für eine 'Renaissance' in unserer schwierigen nahöstlichen Realität vorzubereiten“, und liefere Denkanstöße, die auch von „allen Oberhäuptern der Ostkirchen und vor allem vom Rat der Kirchen des Nahen Ostens, der für mich wie ein 'ökumenisches Zelt' ist“, ernst genommen werden sollten“.

Das Dokument ist das Ergebnis jahrelanger Beratungen und Studien einer ökumenischen Gruppe von Wissenschaftlern aus den Bereichen Theologie, Recht, Politik und Sozialwissenschaften, die sich unter dem Namen „Nakhtar al Hayat“ zusammenschließen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 lesa 5. Oktober 2021 

Aber sicher können wir Berge versetzen, ohne Zweifel. Es ist nur so, dass die "Versetzung" mitunter erst im Leben der Ewigkeit sichtbar wird. Aber durch Christus, den Gekreuzigten Auferstandenen geht keine einziges Gebet verloren. "Denen, die Gott lieben, müssen alle Dinge zum Guten mitwirken." (Röm 8)


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  2. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  3. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  4. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  5. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  6. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  7. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘
  8. Polens Parlament stimmt für erweiterte legale Abtreibungen
  9. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  10. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  11. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  14. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  15. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz