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US-Bundesstaat Michigan legalisiert Abtreibung bis zur Geburt

11. November 2022 in Prolife, 6 Lesermeinungen
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Ein diesbezüglicher Verfassungszusatz erhielt bei der Volksabstimmung die Mehrheit. Milliardäre außerhalb des Bundesstaates unterstützten den Antrag mit Spenden in Millionenhöhe.


Lansing (kath.net/LifeNews/jg)

In Michigan wird Abtreibung bald bis zur Geburt möglich sein. Bei der Volksabstimmung erhielt der diesbezügliche Antrag die Unterstützung von 55 Prozent der Wählerstimmen. 45 Prozent stimmten dagegen. Die Bestimmung wird den Rang eines Zusatzes zur Verfassung des Bundesstaates haben.

Die Lebensschutzorganisation Right to Life in Michigan bedankte sich in einer Stellungnahme bei den Tausenden Freiwilligen und Spendern, die sich gegen den Antrag engagiert hätten. Die Übermacht der Großspender aus New York und Kalifornien sei jedoch zu stark gewesen, räumt die Organisation ein. Sie hätten dafür gesorgt, dass die Befürworter um etwa 20 Millionen US-Dollar mehr für die Unterstützung des Antrags zur Verfügung gehabt hätten als die Gegner.


Die Lebensschutzorganisation wirft den Unterstützern des Antrages vor, falsche Behauptungen aufgestellt zu haben. Sie hätten behauptet, die Eltern behielten das Recht, einer Minderjährigen die Abtreibung zu untersagen. Sie hätten bestritten, dass Spätabtreibungen und Abtreibungen auf Kosten der Steuerzahler möglich würden.

Die Catholic News Agency berichtet, dass die Milliardäre George Soros und Michael Bloomberg den Antrag für die Freigabe der Abtreibung bis zur Geburt in Michigan mit Millionenbeträgen unterstützt hätten. Das von George Soros finanzierte Open Society Policy Center soll demnach 4,5 Millionen US-Dollar gespendet haben, von Bloomberg sollen 2 Millionen US-Dollar in den Wahlkampf geflossen sein.

Laut Christen Pollo von der Lebensschutzorganisation Citizens to Support Michigan Women and Children sei der Großteil der Unterstützung für den Antrag nicht aus Michigan gekommen.

2 Millionen Dollar sollen vom ehemaligen Microsoft Geschäftsführer Steve Ballmer und seiner Frau Connie gekommen sein, weitere Beträge in Millionenhöhe kamen vom Sixteen Thirty Fund, einem Geschäftsführer eines Kryptowährungsunternehmens, das auf den Bahamas angesiedelt ist, von der Planned Parenthood Federation of America und der linken Bürgerrechtsbewegung American Civil Liberties Union (ACLU).

Im Kongress des Bundesstaates Michigan stellt die Republikanische Partei die Mehrheit der Abgeordneten. Sie haben wiederholt Gesetze zum Schutz der Ungeborenen verabschiedet. Gouverneurin Gretchen Whitmer hat stets ihr Veto eingelegt und damit verhindert, dass die Gesetze in Kraft treten. Whitmer wurde am 8. November wiedergewählt.

 


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