Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. „Warum bin ich Christ“
  4. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

Ruhe und Mitleid

21. Juli 2024 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Hütet euch vor der Diktatur des Tuns! Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus mit Papst Franziskus am sechzehnten Sonntag im Jahreskreis: „Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange“.

Das Evangelium (Mk 6,30-34) berichte, dass die Apostel, nachdem sie von ihrer Mission zurückgekehrt seien, sich um Jesus versammeln und Jesus erzählten, was sie getan hätten. Dann sage er zu ihnen: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus“ (V. 31). Die Menschen verstünden jedoch, was sire vor hätten, „und als sie aus dem Boot steigen, findet Jesus die Menge, die auf ihn wartet, er hat Mitleid mit ihnen und beginnt zu lehren“ (vgl. 34).

Einerseits also die Aufforderung zur Ruhe und auf der anderen Seite das Mitleid mit der Menge. Diese beiden Aspekte schienen unvereinbar zu sein, aber es gehöre zusammen: „Ruhe und Mitleid“.


Jesus sei also besorgt über die Müdigkeit der Jünger. Vielleicht greife er einer Gefahr vor, die auch unser eigenes Leben und Apostolat betreffen könnten, wenn uns zum Beispiel der Enthusiasmus bei der Ausführung der Mission sowie die Rolle und die Aufgaben, die uns anvertraut worden seien, zu Opfern des Aktivismus machten und wir zu sehr mit den zu erledigenden Dingen und den Ergebnissen beschäftigt seien. Dann könne es vorkommen, „dass wir unruhig werden und das Wesentliche aus den Augen verlieren, so dass wir Gefahr laufen, unsere Kräfte zu erschöpfen und in Müdigkeit an Leib und Geist zu verfallen“. Dies sei eine wichtige Warnung für unser Leben, für unsere Gesellschaft, die oft ein Gefangener der Eile sei, aber auch für die Kirche und den pastoralen Dienst: „Hütet euch vor der Diktatur des Tuns!“. Die gelte auch für die Familien.

Gleichzeitig sei die von Jesus vorgeschlagene Ruhe keine Flucht aus der Welt, kein Rückzug in das persönliche Wohlbefinden, im Gegenteil. Angesichts der verlorenen Menschen empfinde er Mitleid. Und so lernten wir aus dem Evangelium, dass diese beiden Realitäten - Ruhe und Mitleid - miteinander verbunden seien: „Nur wenn wir lernen zu ruhen, können wir Mitleid haben“. In der Tat sei es nur möglich, einen Blick des Mitleids zu haben, einen Blick, der die Bedürfnisse des anderen zu erfassen wisse, wenn unser Herz nicht von der Unruhe des Tuns verzehrt werde, „wenn wir es verstehen, innezuhalten und in der Stille der Anbetung die Gnade Gottes zu empfangen“.

Deshalb sollten wir uns fragen: „Weiß ich, wie ich während meiner Tage innehalten kann? Weiß ich, wie ich mir einen Moment Zeit nehmen kann, um mit mir selbst und mit dem Herrn zu sein, oder bin ich immer in der Eile der Dinge gefangen, die zu tun sind?“. Und weiter: „Wissen wir, wie wir inmitten des Lärms und der Aktivitäten des Alltags eine innere ‚Wüste‘ finden können?“.

Maria möge uns helfen, „auch inmitten all unserer täglichen Aktivitäten ‚im Geist zu ruhen‘ und den anderen gegenüber verfügbar und barmherzig zu sein“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  3. Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Ermittlungsverfahren gegen christliche YouTuber eingestellt
  6. Grünwidl bei Medjugorje-Friedensgebet: Beten und Frieden stiften
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. „Warum bin ich Christ“
  9. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  10. Mit dem Rosenkranz im Gym
  11. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  14. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz