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Im Gebet mit anderen unterwegs sein und begeistern

11. Mai 2026 in Schweiz, keine Lesermeinung
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Zeugnis des Glaubens: Fatima-Prozession in Basel.


Basel (kath.net/ pm)
Rund 360 Gläubige nahmen am Freitag, 8. Mai in Basel an einer Fatima-Lichterprozession teil. In der Abenddämmerung zogen sie betend, singend und mit Kerzen in den Händen dem Rhein entlang und setzten damit ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens und ihrer Verbundenheit mit der Gottesmutter.
Die Fatima-Prozession führte auch in diesem Jahr über die Dreirosenbrücke und entlang des Rheinufers bis zum Spalentor. Familien, Jugendliche und Gläubige jeden Alters reihten sich in den Zug ein, der von Gebet, Gesang und den Klängen einer Blasmusik begleitet wurde. Besonders eindrücklich war die ruhige, konzentrierte Stimmung, die viele Teilnehmer während des ganzen Weges prägte.
Für mich war es etwas Besonderes, im Gebet mit so vielen anderen unterwegs zu sein und mich bewusst an die Gottesmutter zu wenden. Besonders bewegend war es, zu sehen, welche Wirkung sie auf die Menschen entlang des Weges hat – man konnte spüren, wie einige von der Gnade berührt wurden.“


Teilnehmer Matthias, 28, vor kurzem zum katholischen Glauben konvertiert:
An der Spitze des Zuges waren ein Kreuz, Ministranten sowie verschiedene Fahnen. Im Zentrum der Prozession stand die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima, die von vier Männern in dunklen Anzügen durch die Stadt getragen wurde. Der Rosenkranz und bekannte Marienlieder begleiteten den Weg, während das gesungene „Ave Maria“ weit entlang des Rheinufers zu hören war.
„Es ist schön, als Familie gemeinsam unterwegs zu sein und unsere Anliegen der Gottesmutter anzuvertrauen und sie in der Öffentlichkeit zu ehren. Die Kinder spüren, dass der Glaube etwas Lebendiges ist.“ – Teilnehmerin Maria, dreifache Mutter
Die Feier wurde von Pater David Köchli geleitet. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass viele Menschen sich um die Dinge dieser Welt bemühen und dabei das Wesentliche aus dem Blick verlieren: die Gnade Gottes, die uns unverdient geschenkt wird. Gerade am Fest „Maria, Mittlerin aller Gnaden“ betonte er, dass Gott seine Gaben durch die Gottesmutter zu den Menschen gelangen lässt. Die Prozession wolle dazu beitragen, die Gottesmutter bekannter zu machen und die Menschen durch sie neu zu Gott zu führen. Zugleich ermutigte er die Teilnehmer, sich am Beispiel Mariens ein Leben in Hingabe, Demut und Vertrauen schenken zu lassen und ihrem Auftrag zu folgen: „Tut alles, was er euch sagen wird.“

Die Fatima-Prozession nimmt Bezug auf die Ereignisse des Jahres 1917 im portugiesischen Fatima, wo die Gottesmutter drei Hirtenkindern erschien. Ihre Einladung zum Rosenkranzgebet und zur Umkehr prägt bis heute die Frömmigkeit vieler Gläubiger weltweit.
Am Spalentor, wo Maria als Patronin der Stadt Basel verehrt wird, fand die Prozession ihren Abschluss. Dort erneuerten die Teilnehmer gemeinsam die Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens – ein stiller, aber intensiver Moment, der von vielen als Höhepunkt des Abends erlebt wurde.
„Viele Menschen suchen ihr Glück in den Dingen dieser Welt. Doch hier wird spürbar, dass es etwas viel Wertvolleres gibt: die Liebe Gottes zu uns Menschen. Die Gottesmutter zeigt uns, wie wir darauf antworten können – mit Vertrauen, Hingabe und einem Leben im Glauben.“ – Teilnehmer Thomas aus Grenzach-Wyhlen.
Die öffentliche Fatima-Verehrung hat in Basel eine lange Geschichte: Bereits 1952 versammelten sich Tausende zu einer grossen Prozession. Seit einigen Jahren wird diese Tradition wieder von der Militia Immaculatae Basel aufgenommen und stösst auf wachsende Resonanz.

Bild: Prozession über den Rhein © Militiae Immaculatae

 


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