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Frankreich verzeichnet Anstieg an antichristlichen Vorfällen

8. Juli 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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"Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa" zitiert französischen Regierungsbericht: 843 antichristliche Vorfälle im Jahr 2025 bedeuten Anstieg um 9 % - 70 % mehr Straftaten gegen Einzelpersonen in einem Jahr


Wien/Paris (kath.net/KAP) Frankreich verzeichnete im Jahr 2025 843 antichristliche Vorfälle, was einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das berichtete am Dienstag die in Wien beheimatete "Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen in Europa" (OIDAC) unter Verweis auf den jüngsten Bericht der französischen Regierung zu religionsfeindlichen Straftaten. Während Delikte gegen christliches Eigentum weiterhin den Großteil der erfassten Fälle ausmachen, hebt der Bericht demnach eine besonders alarmierende Entwicklung hervor: Die Zahl der Straftaten gegen Einzelpersonen sei innerhalb eines Jahres um 70 Prozent gestiegen.


Eigentumsdelikte machten 87 Prozent aller antichristlichen Vorfälle aus und richteten sich vorwiegend gegen Kirchen. Den stärksten Anstieg verzeichneten jedoch Angriffe auf Einzelpersonen mit 109 registrierten Delikten im Jahr 2025. Laut Bericht verdoppelte sich die körperliche Gewalt gegen Mitglieder christlicher Gemeinde im Vergleich zum Vorjahr, wobei Angriffe auf Geistliche und andere Kirchenvertreter sogar um das Vierfache zunahmen. Auch die Störungen von Gottesdiensten und Bedrohungen von Gläubigen stiegen um 86 Prozent.

Das Jahr sei zudem vom Mord an Ashur Sarnaya im September 2025 überschattet gewesen. Der irakische Christ, der vor der Verfolgung durch den IS geflohen war, wurde in Lyon erstochen, während er auf TikTok live über seinen Glauben sprach.

Generell stellte die französische Regierung im Bericht fest, dass antireligiöse Straftaten im letzten Jahrzehnt zugenommen haben, wobei die Entwicklungen je nach Religionsgemeinschaft unterschiedlich ausfallen. Seit dem Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023 hätten antisemitische Straftaten stark zugenommen und stellten nun den größten Anteil aller antireligiösen Straftaten dar. Der Bericht betonte jedoch, dass auch antichristliche und antimuslimische Vorfälle einen deutlichen Anstieg verzeichneten.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto: Archivbild


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