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Pakistan: Menschenrechtler kritisieren Urteil zu entführtem 13-jährigem Christenmädchen

31. Juli 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Mädchen mutmaßlich entführt, zwangskonvertiert, zwangsverheiratet - Auch EU-Parlament forderte Pakistan neulich auf, Entführungen, Zwangskonversionen und Kinderehen von Minderjährigen zu verfolgen, Opfer besser zu schützen


Islamabad (kath.net/KAP) Menschenrechtsorganisationen haben ein Gerichtsurteil in Pakistan scharf kritisiert, das einer mutmaßlich entführten und zwangsverheirateten 13-jährigen Christin die Rückkehr zu ihrem mutmaßlichen Entführer zuspricht. Der Fall werfe erneut ein Schlaglicht auf das Problem von Entführungen, Zwangskonversionen zum Islam und Kinderehen, von denen insbesondere religiöse Minderheiten betroffen seien, berichtete der katholische Nachrichtendienst AsiaNews.

Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurde das Mädchen am 12. Juni in Faisalabad entführt. Zwei Wochen später befreite die Polizei die Minderjährige und brachte sie in eine staatliche Schutzeinrichtung. Vor Gericht erklärte sie, von der Familie des Beschuldigten unter Druck gesetzt worden zu sein, sich fälschlich als volljährig auszugeben. Der mutmaßliche Entführer legte eine Konversions- und Heiratsurkunde mit einem manipulierten Geburtsdatum vor. Trotz widersprüchlicher Angaben und eines angeordneten Altersgutachtens sprach ein Gericht dem Mann am 25. Juli das Sorgerecht zu und gewährte ihm zugleich Kaution.


Kritik an Rechtsstaat

Der Präsident der Organisation Voice for Justice, Joseph Janssen, sprach von einem schweren Versagen des Rechtsstaats. Anwälte hätten das Mädchen im Gerichtssaal mit dem Vorwurf des Glaubensabfalls bedroht, sollte sie dem Islam abschwören. Menschenrechtsaktivisten fordern die Behörden auf, amtliche Geburtsdokumente stärker zu berücksichtigen und gefälschte Unterlagen nicht als Beweis anzuerkennen. Der Fall sei ein wichtiger Test für den Schutz von Kindern und religiösen Minderheiten in Pakistan.

Kritik kommt auch mit Blick auf das 2026 verschärfte Gesetz gegen Kinderehen in der Provinz Punjab. Dessen Schutzbestimmungen würden durch mangelhafte Ermittlungen und Gerichtsverfahren unterlaufen. Zuletzt hatte auch das Europäische Parlament Pakistan aufgefordert, Entführungen, Zwangskonversionen und Kinderehen von Minderjährigen konsequent zu verfolgen und die Opfer wirksam zu schützen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Mensch#17 31. Juli 2026 
 

Islamisches Recht ist sehr oft ein Unrecht!

Vermutlich läßt sich dieses Problem des entführten Mädchens nicht durch Beschreiten des Rechtsweges lösen.
Wenn es nur um die Eltern gehen würde, die einen Verlust und ein Unrecht ertragen müssen, könnte man darüber nachsinnen, dass sie das erlittene Unrecht tragen und aufopfern sollen. Aber auch dieser Rat schmeckt schal. Viel schlimmer ist aber das Unrecht, das diesem Mädchen angetan wird.
Wir müssen beten, dass Gott seine Engel aussendet und sie dieser Situation und der Verleugnung ihrer Taufe wieder entreißt und sie in die Sicherheit bringen um als Christin aufwachsen und leben zu können.

Hl. Schutzengel dieses Mädchens, bitte für sie!
Hl. Gottesmutter Maria, du Patronin vom Loskauf der Gefangenen, bitte für sie!


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