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Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg

24. August 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Von Regierungen beider Länder gestartete grenzüberschreitende Initiative soll Pilgertourismus und Andenken an den 2005 verstorbenen Papst fördern


Bratislava  (kath.net/KAP/red) Die Slowakei und Polen wollen bestehende Pilger- und Tourismuswege, die sich auf den heiligen Johannes Paul II. (1920-2005) beziehen, zu einer internationalen Route verknüpfen. Bei einem Treffen der slowakischen Staatssekretärin für Tourismus, Jana Stilichova, mit ihrem polnischen Amtskollegen, Staatssekretär Ireneusz Ras, in Bratislava wurde laut einer Mitteilung der slowakischen Bischofskonferenz über Vorbereitungen einer solchen Route beraten. Sie soll polnische Wege mit bestehenden slowakischen Strecken insbesondere in der Tatra und der Region Zips (Spis) verbinden.

Die konkrete internationale Streckenführung steht noch nicht fest. Als Grundlage gibt es bereits den 2003 gestarteten sogenannten Kleinpolnischen Papstweg. Seine Hauptroute führt über rund 231 Kilometer von Kalwaria Zebrzydowska nach Stary Scz. Zusammen mit zehn weiteren Wegvarianten umfasst das Wegenetz insgesamt rund 620 Kilometer. Der geplante Pilgerkorridor soll das geistliche Erbe des polnischen Papstes mit einem gemeinsamen touristischen und kulturellen Projekt der beiden Länder verbinden, zur Förderung des Pilgertourismus und der regionalen Wirtschaft sowie zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Nachbarländern.


Zu den wichtigsten Bezugspunkten gehören Wadowice, die Geburtsstadt Karol Wojtylas, sowie Kalwaria Zebrzydowska, ein für ihn seit seiner Jugend bedeutender Wallfahrtsort. Der Weg führt weiter in die Beskiden und über den Gron Jana Pawla II, der zu Wojtylas "Heimatbergen" gehörte. Weitere markante Stationen, die auch für das künftige Pilgerwegenetz eine Rolle spielen dürften, sind das Marienheiligtum von Ludzmierz, die Tatra und Stary Sacz mit dem Heiligtum der heiligen Kinga und dem Papstaltar. Auch Zakopane mit seinem Heiligtum von Krzeptowki gehört über eine Variante zum Netz der Papstwege. Von Ludzmierz führt diese Strecke weiter über die Tatra bis zum Morskie Oko. Auf slowakischer Seite sollen bestehende Pilger- und Wanderwege in der Hohen Tatra und der Zips angebunden werden.

Johannes Paul II. hatte eine enge Beziehung zu den Bergen. Als Krakauer Erzbischof unternahm Wojtyla regelmäßig Wanderungen und Skitouren und besuchte auch die slowakische Tatra. Während seines Pontifikats reiste er 1990, 1995 und 2003 in die Slowakei.

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