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'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'14. Oktober 2026 in Prolife, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Lila Rose, die bekannteste Lebensschützerin der USA und Katholikin verweist in dem Zusammenhang auf die Barmherzigkeit Gottes und dass Gott sogar Kain verschont hatte
Washington D.C. (kath.net)
Lila Rose, die bekannteste Lebensschützerin der USA, hat auf X in einem Beitrag dazu aufgerufen, dass Lebensschützer auch gegen die Todesstrafe sein sollten. Sie schreibt dazu: "Ich denke, da können wir uns dann einig sein. Gott gebot die Todesstrafe für ein bestimmtes Volk zu einer bestimmten Zeit und erlaubte sie. Aber selbst außerhalb des mosaischen Gesetzes zeigt Gott, dass Barmherzigkeit und Gerechtigkeit beide Teil seines Charakters sind. Im Alten Testament verschonte Gott Kain, obwohl er auch sagte: Wer Blut vergießt, dem wird das Blut vergossen." 
Lila verweist dann als Katholikin auf die Barmherzigkeit Gottes: "Christus ruft uns zur Barmherzigkeit auf. Die katholische Kirche sagt nicht, dass die Todesstrafe „unbiblisch“ ist. Sie sagt, sie sei falsch im heutigen Kontext, in dem wir das Gemeinwohl ohne Hinrichtungen schützen können, und dass Christus uns die Bedeutung der Barmherzigkeit gezeigt hat. Christus sagte zu den Juden, die ursprünglich von Gott angewiesen worden waren, Ehebrecher zu töten: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“ Er setzte sich für das Leben der Frau ein, die im Ehebruch ertappt worden war."
Die Pro-Life-Aktivistin stellt dann klar: "Christen können die Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen und andere dazu auffordern, dasselbe zu tun." Lebenslange Inhaftierung sei keine „toxische Empathie“ sondern eine "erhebliche Strafe". Damit werde das Gemeinwohl geschützt, ohne weiteres menschliches Blut zu vergießen. Auch gebe es dem Straftäter Zeit zur Umkehr bis zum natürlichen Tod. "Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sind keine Gegensätze. Im heutigen Strafjustizsystem erfordert Gerechtigkeit kein Blut mehr.", schreibt Lila abschließend.
Lila Rose ist Gründerin und Präsidentin der Pro-Life-Organisation Live Action. Lila führte jahrelang verdeckte Ermittlungen in Abtreibungskliniken in den USA durch und hat dabei etliche Skandale aufgedeckt.
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Lesermeinungen| | Veritasvincit 15. Oktober 2026 | | | | @rainier "Die Todesstrafe auszuüben steht mir als katholischem Christen nicht zu, weil sie den Geboten Gottes widerspricht."
Das fünfte Gebot Gottes lautet auf hebräisch "Lo tirzach":Du sollst nicht morden. Für das allgemeine töten gibt es im Hebräischen ein anderes Wort. Die Todesstrafe für ein erwiesenes Kapitalverbrechen ist kein Mord. |  0
| | | | | Gandalf 14. Oktober 2026 | |  | Todesstrafe - JA oder NEIN? Wir hatten mal ein sehr intensives moral-theol. Seminar dazu. Ein paar Argumente dafür: Für die Todesstrafe gab es in der Geschichte ein paar gute Gründe, z.b. Mörder bei Nomadenvölker, die kein Gefängnis hatten . Ganz persönlich habe ich keine schlaflosen Nächte, wenn Leute wie Eichmann, Hitler usw. eh schon wissen.
Was dagegen spricht? z.b. Justizirrtum. Gab es immer wieder auch. Außerdem für mich einer der wichtigsten Punkte: Wer sollte das im Endeffekt durchführen? Menschen, die das durchführen müssen (Gewehr, Strick anlegen, Giftspritze setzen) sind wirklich nicht zu bemitleiden. Die haben vermutlich auch schlaflose Nächte.
Also meines Erachtens heute grundsätzlich eher nicht mehr notwendig.
Aber ich gestehe auch: Wenn ein paar Tyrannen der Gegenwart durch Todesstrafe verschwinden würden, würde ich keine große Einwände haben. |  1
| | | | | rainier 14. Oktober 2026 | | | | Ich kann mich der Meinung meines Vorredners nur anschließen Die Todesstrafe auszuüben steht mir als katholischem Christen nicht zu, weil sie den Geboten Gottes widerspricht. Entscheidend ist aber in meiner Wahrnehmung vor allen Dingen, dass dem Täter durch Menschenhand die Möglichkeit genommen wird, in einer möglicherweise jahrzehntelangen Haft sich zu bekehren und den Weg zum Himmlischen Vater zu finden. |  2
| | | | | modernchrist 14. Oktober 2026 | | | | Sehr gute Argumentation! Gott hat sogar dem Kain noch eine Lebensperspektive eröffnet, Gefängnisse gab es damals noch nicht. Er ließ ihn jedenfalls nicht töten.
Ein Henker heute aber ist gezwungen, gegen Jesu neues Gebot zu verstoßen, das besagt: Wer ohne Sünde ist, der lege als erster Hand an, der "werfe den ersten Stein" zur Tötung. Jesus gibt uns sozusagen das neue Gebot der Barmherzigkeit gegen Verbrecher und lehnt die Todesstrafe ab. So können auch Christen jeder Konfession die Todesstrafe mit Christus ablehnen und auch hier für eine bessere Entwicklung eintreten. |  2
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