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„Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“

vor 50 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Referentin Høen/Norwegische Bischofskonferenz: „Es ist für jeden offensichtlich, dass Katholiken deshalb Teil der Kirche sind, weil sie tatsächlich an etwas glauben – wären sie von gesellschaftlichen Konventionen geleitet, wären sie nicht dort.“


Oslo (kath.net/pl) „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus.“ Das stellt Ragnhild Aadland Høen, die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Norwegischen Bischofskonferenz, gegenüber dem US-amerikanischen katholischen Portal „OSV News“ fest. „Wo es früher eine antikatholische Stimmung gab, sind die Vorurteile in der Öffentlichkeit heute deutlich zurückgegangen. Junge Menschen finden in den Pfarreien im ganzen Land zueinander, während andere ein positives Interesse zeigen, wie wir es so noch nicht erlebt haben“, erläutert sie.

Høen weist darauf hin, dass viele junge Menschen zum Glauben gefunden haben, nachdem sie „erschreckende Erfahrungen“ mit heidnischen oder New-Age-Praktiken gemacht hatten. Die Kirche in Norwegen verzeichne derzeit einen deutlichen Anstieg bei Firmungen und Vorbereitungskursen für Erwachsene.

Dabei betont die Referentin der Norwegischen Bischofskonferenz gegenüber OSV News, dass der hohe gesellschaftliche Stellenwert „prominenter Konvertiten“ wie Fosse* dazu beigetragen habe, die Kirche sichtbar und interessant zu machen. Zudem hätten die zahlreichen historischen Wallfahrtsorte in Skandinavien eine Anziehungskraft auf „Suchende nach religiöser Wahrheit“ ausgeübt. Immerhin handle es sich hier um „eine der säkularsten Regionen der Welt; viele Menschen haben sich mit der dort vorherrschenden Weltanschauung auseinandergesetzt und sie als leer empfunden“, so die katholische Sprecherin, die selbst Anfang 30 vom Luthertum zum Katholizismus konvertierte. „Es ist für jeden offensichtlich, dass Katholiken deshalb Teil der Kirche sind, weil sie tatsächlich an etwas glauben – wären sie von gesellschaftlichen Konventionen geleitet, wären sie nicht dort. Sie legen auf eindrucksvolle Weise Zeugnis für den christlichen Glauben ab, was die Menschen tief berührt und beeindruckt.“


Ebenso beschreibt ein bekannter dänischer Katholik gegenüber „OSV News“, dass auch in Dänemark ein neues Interesse an der Kirche zu spüren sei. Man achte dabei darauf, dass Konvertiten die katholische Lehre tatsächlich verstehen und ihr Übertritt nicht lediglich als „konservatives, gegen die Kultur gerichtetes Statement“ motiviert sei.

„Das Wachstum ist hier nicht so ausgeprägt wie in Norwegen oder Schweden“, sagt Nik Bredholt, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats an der St.-Ansgar-Kathedrale in Kopenhagen. „Doch viele entdecken die katholische Kirche über das Internet und kommen – auf der ehrlichen Suche nach Gott – zu unseren Messen“, sagte Bredholt. „Es geschieht eindeutig etwas Bedeutsames.“

„OSV News“ fragte auch bei Sr. Anna Mirijam Kaschner CPS, der Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz, nach. Sie stellte fest: „Obwohl wir hier noch eine kleine Gemeinschaft sind, haben wir das Potenzial, weiter zu wachsen – vorausgesetzt, es gelingt uns, diejenigen, die sich unserer Kirche angeschlossen haben, zu halten und ihren Glauben zu fördern.“ Die Kirche biete „eindeutig andere Werte als die heutige liberale, auf individuelle Freiheit ausgerichtete Gesellschaft – und das zieht Menschen an. Da antikatholische Ressentiments weitgehend der Vergangenheit angehören, arbeiten wir zudem gut mit unseren protestantischen Nachbarn zusammen. Da unsere Kirche so unterschiedliche Menschen vereint, könnte sie in Zukunft eine besondere Rolle spielen.“

*Der norwegische katholische Schriftsteller und Dramatiker Jon Fosse, ein Konvertit aus dem Luthertum, erhielt 20213 den Nobelpreis für Literatur. Dazu weitere kath.net-Artikel: Siehe Link. https://www.kath.net/suche.php?suche=fosse

Archivfoto: Messfeier auf dem Snøhetta 2286 Meter über dem Meeresspiegel mit 16 Pilgern im Sommer 2024 die Messe in Snøhetta © Den katolske kirke/Maria Ulltveit-Moe/Mit freundlicher Erlaubnis

 


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