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| ![]() ‚Entschuldigung, aber … was?‘vor 57 Minuten in Weltkirche, 1 Lesermeinung Die ablehnenden Aussagen des Erzbischofs von Algier zur Mission seien ‚verwirrend‘. Jesus selbst habe uns aufgetragen, das Evangelium zu verkünden, erinnert er. Winona (kath.net/jg) Kardinal Vesco hatte in einem Interview mit der katholischen belgischen Nachrichtenseite CathoBel gesagt, die Kirche in Algerien dürfe keine Bekehrungen anstreben, sondern müsse sich durch gutes Zusammenleben und Brüderlichkeit in die algerische Gesellschaft einbringen. Sie sei „keine proselytische Kirche“ und „keine Kirche, die da ist, um zu bekehren“, erklärte der Kardinal. „Wieder einmal hat ein Kardinal eine, sagen wir, verwirrende Sicht der Evangelisierung geäußert“, kommentiert Barron Vescos Aussagen auf X. Anschließend zitiert er einige Sätze des Kardinals und kommentiert: „Entschuldigung, aber … was?“ Dann zitiert er den Auftrag, den Christus an die Apostel am Ende des Matthäusevangeliums richtet: „Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.“ (Mt 28,18-20) „Das klingt für mich eindeutig nach Bekehrung“, schreibt Bischof Barron. Dann verweist er auf den Völkerapostel Paulus, der in Korinth, Athen oder Thessaloniki das Evangelium von Jesus Christus verkündet hat, um die Menschen zu bekehren. Er sei nicht gekommen, um zuzuhören und Diskussionsgruppen zu bilden. Das Zweite Vatikanische Konzil habe ebenfalls den Auftrag formuliert, das Licht Christi zu den Völkern der Welt zu tragen. Die Neuevangelisierung habe ihre Grundlage in der Konstitution „Lumen gentium“ des Konzils. Evangelisierung dürfe natürlich nicht mit einschüchternden, autoritären oder respektlosen Methoden erfolgen, betont Bischof Barron. Die Ablehnung dieser Methoden dürfe aber nicht dazu führen, die Verkündigung Christi aufzugeben. „Um Gottes willen, schütten wir nicht das Kind mit dem Bade aus“, warnt er. Barron schließt seine Antwort mit einer Aussage über seine Auffassung der bischöflichen Verantwortung: „Wenn ich wirklich glaubte, dass die Kirche nicht dazu da ist, Menschen zu Christus zu führen, dann würde ich zurücktreten und mir eine ehrliche Arbeit suchen“.
Foto: Archivbild Bischof Robert Barron
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