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| ![]() Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzenvor 45 Minuten in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV. zum Hochfest Allerheiligen: die allgemeine Berufung zur Heiligkeit und die verborgene Fruchtbarkeit der Liebe. Die Heiligen sind das stärkste Zeichen des bereits unter den Menschen gegenwärtigen Reiches Gottes. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Das Hochfest Allerheiligen führte Papst Leo XIV. in seiner Katechese zum Angelus auf dem Petersplatz zur allgemeinen Berufung zur Heiligkeit und zum Zeugnis jener Menschen, die ihr Leben in den Dienst Gottes und des Nächsten gestellt hatten. Die Feier dieses Tages lade dazu ein, die Freude jener unzählbaren Gemeinschaft von Männern und Frauen wahrzunehmen, die Jesus, dem Herrn, gefolgt seien und ihr Leben zu einem Geschenk gemacht hätten. Auf unterschiedlichen Wegen der Heiligung hätten sie nach dem gestrebt, was Benedikt XVI. als den „Ozean der unendlichen Liebe“ bezeichnet habe (Spe salvi, 12). Die Liturgie des Hochfestes beschreibe diese Gemeinschaft als eine „unermessliche Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen“ (Offb 7,9). An Allerheiligen feiere die Kirche sämtliche Heiligen: jene, die sie offiziell als solche anerkannt habe, ebenso wie die unzähligen anderen, die keine kirchliche Anerkennung erfahren hätten, deren Heiligkeit jedoch Gott kenne. Das Evangelium des Tages (Mt 5,1–12) verweise dabei auf die Seligpreisungen. Die Heiligen seien Menschen, die arm im Geist, zugleich aber reich an der Liebe Gottes gewesen seien. Ihre Gesichter seien von Tränen gezeichnet gewesen, doch hätten sie im Gebet Trost gefunden. Angesichts der Gewalt seien sie sanftmütig geblieben und vom Vater belohnt worden. Sie hätten nach Gerechtigkeit gehungert und seien im Innersten ihres Gewissens gesättigt worden. Zur Vergebung bereit, seien sie von der Barmherzigkeit umfangen worden. Ihr Herz sei unbewaffnet gewesen, während Gott sie beschützt habe. Als Friedensstifter seien sie von Gott beim Namen gerufen worden. Verfolgung und Beleidigungen hätten sie erfahren, doch seien sie im Glauben und in der Nächstenliebe standhaft geblieben. Die Unzählbarkeit dieser Gemeinschaft lasse sich nach Leo XIV. nicht allein mathematisch verstehen. Heiligkeit entziehe sich jeder Berechnung. Dasselbe gelte für das Gute, das die Heiligen in ihrem Umfeld und in der Welt verbreitet hätten. Wer diese Menschen betrachte, frage sich, was sie durch die Gnade Gottes bewirkt hätten. Im Wesentlichen handle es sich um Taten und Entscheidungen der Liebe, die das Kalkül der Gier und die Übermacht des Bösen überstiegen hätten, selbst dort, wo dieses zeitweise die Oberhand zu gewinnen schien. Die Heiligen seien das „schönste und stärkste Zeichen für das kommende Reich Gottes“. Zugleich verwies der Papst darauf, dass dieses Reich nicht ausschließlich einer zukünftigen Wirklichkeit angehöre. Vielmehr sei es bereits unter den Menschen gegenwärtig, wie Jesus selbst gelehrt habe (vgl. Lk 17,20–21). Die Gemeinschaft der Heiligen umfasse Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Lebensumstände. Daraus ergebe sich eine grundlegende Aussage über die Berufung zur Heiligkeit: „Heiligkeit ist kein Privileg für wenige, sondern eine allgemeine Berufung, die einen jeden von uns dort anspricht, wo wir leben“. In dieser allgemeinen Berufung liege die Botschaft des Hochfestes. Gott sehe das Gute, das den Menschen verborgen bleibe. Er kenne Geschichten, von denen andere nichts wüssten, und erreiche Herzen, zu denen Menschen keinen Zugang hätten. Die sichtbare Geschichte bilde daher nicht den ganzen Umfang des Wirkens Gottes ab. Was menschlicher Wahrnehmung entzogen bleibe, sei seiner Kenntnis und seinem Urteil nicht entzogen. Zum Abschluss verwies Leo XIV. auf die Jungfrau Maria, die selig sei, weil sie dem Wort des Herrn geglaubt habe. Sie solle die Gläubigen auf ihrem Weg zur Heiligkeit begleiten, „damit wir nicht müde werden, Frieden zu stiften, sowohl in besonders wichtigen Situationen als auch in den alltäglichen“.
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