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| ![]() Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Lebenvor 34 Minuten in Aktuelles, keine Lesermeinung Leo XIV. feierte am Allerseelentag auf dem römischen Friedhof Campo Verano die Eucharistie und erinnerte an die Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit Gott. Aufruf zum Gebet für die Opfer von Krieg und Gewalt. Von Armin Schwibach Rom (kath.net/as) Am Allerseelentag feierte Papst Leo XIV. auf dem römischen Friedhof Campo Verano die heilige Messe für die Verstorbenen. Zu Beginn richtete er den Blick auf den Ort der Feier, der zugleich ein Ort des Gebets, der Erinnerung, der Zuneigung und der Hoffnung sei. Die Eucharistie werde für die verstorbenen Gläubigen dargebracht, insbesondere für jene, die auf diesem Friedhof ruhten, und für diejenigen, die jeder Einzelne im Herzen trage. Das Totengedenken am Tag nach dem Hochfest Allerheiligen bestimme die Ausrichtung des Gebets: Man wende sich an den himmlischen Vater, damit das Leben der Heiligkeit und der Seligkeit, dessen sich bereits viele seiner Söhne und Töchter erfreuten, auch die Seelen derer umfange, die im Frieden entschlafen seien. Das Wort Gottes erhelle den Glauben und vertiefe das Vertrauen in die Hände Gottes. Das Buch der Weisheit erinnere daran, dass diese Hände die Seelen der Gerechten wirksam zu bewahren vermöchten: „Die Seelen der Gerechten aber sind in Gottes Hand / und keine Folter kann sie berühren“ (Weish 3,1). Darin liege die Verheißung des Heils, die an diesem Tag zum Mittelpunkt der Fürbitte für alle verstorbenen Gläubigen werde. Die väterlichen und sicheren Hände Gottes sollten die Verstorbenen für immer bewahren, damit sie jene volle Zugehörigkeit und Lebensgemeinschaft erfahren könnten, die der Herr seinem Volk in der Offenbarung des Johannes verheißen habe: „Sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein“ (Offb 21,3). Das Gebet der Kirche trete für die Verwirklichung dieser ewigen Gemeinschaft ein, die der Gute Hirt seinen Schafen zugesagt habe. Sie würden niemals verlorengehen, und niemand werde sie seiner Hand entreißen können (vgl. Joh 10,28). Im Mittelpunkt der Betrachtung stand das Evangelium von den Seligpreisungen (Mt 5,1–12). Diese seien gleichsam ein Selbstporträt Jesu, das er seinen Jüngern zugänglich gemacht habe, indem er ihnen zurief: „Selig seid ihr!“ (Mt 5,11). Die Seligpreisungen bezeichneten den Weg zu einem erfüllten und vollendeten Leben, das bereits in der Gegenwart beginne und seine Vollendung in der Ewigkeit finde. Wenn sie in der Liturgie verkündet würden, spreche der auferstandene Herr selbst zu den Gläubigen. Diese Heilsbotschaft entfalte an einem Friedhof eine besondere geistliche Kraft. Ein solcher Ort sei gleichsam eine Schwelle zwischen Diesseits und Jenseits, zwischen der irdischen Existenz und dem Leben, das die Menschen erwarte. Der auferstandene Jesus verkünde, dass diejenigen selig seien, die nach diesem Weg lebten, denn ihnen gehöre das Himmelreich. Unter den acht Seligpreisungen des Matthäusevangeliums hob Leo XIV. eine hervor, die an diesem Tag in besonderer Weise anspreche: „Selig die Trauernden; / denn sie werden getröstet werden“ (Mt 5,4). In diesem Augenblick gelte das Gebet jenen, die erst vor kurzer Zeit einen geliebten Menschen verloren hätten, insbesondere aber denjenigen, denen die sinnlose Gewalt des Krieges einen Angehörigen entrissen habe. Die Tränen so vieler Mütter, Kinder und älterer Menschen sollten das Gewissen jener erreichen, die die Macht besäßen, die Waffen zum Schweigen zu bringen. Im Zusammenhang mit dem 800. Todestag des heiligen Franziskus von Assisi erinnerte der Papst an eine weitere Seligpreisung, die der Heilige dem Sonnengesang hinzugefügt habe, als er das Nahen seines Todes erkannte. Franziskus habe den Tod nicht aus der Perspektive einer bloßen Endlichkeit betrachtet, sondern ihn in den Horizont des göttlichen Willens gestellt. Sein Lobpreis lautete: „Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester, den leiblichen Tod, dem kein lebender Mensch entrinnen kann. Wehe jenen, die in Todsünden sterben; selig jene, die er in deinem heiligsten Willen findet, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid zufügen“. Damit habe Franziskus den leiblichen Tod in Beziehung zur endgültigen Entscheidung des Menschen vor Gott gesetzt. Anschließend wandte sich Leo XIV. der Bedeutung der Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Verstorbenen zu. Der Glaube an Christus lehre, dass diese Verbindung nicht abgebrochen, sondern verwandelt werde. Durch das Fürbittgebet begleiteten die Gläubigen ihre Verstorbenen auf dem Weg zur vollen Gemeinschaft mit dem Herrn. Diese Gemeinschaft werde bereits hier im Sakrament der Eucharistie wirklich vorausverkostet. Aus diesem hoffnungsvollen Glauben heraus könnten die Menschen ihren irdischen Weg fortsetzen, während sie auf jenen Tag warteten, an dem Gott jede Träne abwischen werde. Die Verheißung der Offenbarung des Johannes gebe dieser Hoffnung ihre endgültige Gestalt: „Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen“ (Offb 21,4).
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