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| ![]() ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘vor 48 Minuten in Österreich, 1 Lesermeinung Wiener Erzbischof Grünwidl sorgt mit seinen jüngsten Gedanken zu Kopftuchverbot und Familiennachzug für heftige Reaktionen und Kirchenaustrittsankündigungen auf X. Wien (kath.net/jg) Grünwidl hatte unter anderem die Reduktion des Kontingents für den Familiennachzug von 6.000 auf 300 kritisiert. Wörtlich sagte der Erzbischof: „Ich glaube nicht, dass das Integration fördert. Es ist eine Tatsache, dass Familien leichter zu integrieren sind als Einzelpersonen. Das Recht auf Familienleben ist ein Menschenrecht.“ Der Jugendforscher und Publizist Bernhard Heinzlmaier kommentiert diese Aussage scharf: „Der geistig-intellektuelle Verfall der katholischen Kirche ist eklatant“, schreibt er wörtlich auf X. Grünwidl sei Doktor der Theologie, habe aber keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten auf die kulturelle und soziale Integration. Die Gruppe mache die Abschottung nicht nur leichter, sondern auch wahrscheinlicher, betont Heinzlmaier. In die Volksschulen würden Kinder der dritten Generation, deren Eltern und Großeltern Deutsch sprechen, ohne Deutschkenntnisse eintreten, weil in den abgeschlossenen Communities der Migranten nicht mehr Deutsch gesprochen werde. Die „heilige Familie“ sei für Katholiken aber offenbar unantastbar. Negative Effekte der Familien- und Clanbildung würden einfach negiert, wirft Heinzlmaier dem Wiener Erzbischof vor. „Entweder hat er keine Ahnung oder er verdreht die Wahrheit so, wie er sie gerade brauchen kann. Die Glaubwürdigkeit dieser Leute ist völlig kaputt“, schreibt er wörtlich. Ebenso argumentiert der Anthropologe Martin Fieder von der Universität Wien.Wörtlich schreibt er, ebenfalls auf X: „die Aussage des Erzbischofes, dass ‚es eine Tatsache ist, dass Familien leichter zu #integrieren sind als Einzelpersonen‘, stimmt pauschal so nicht: bei großen Communities hat dies genau den gegenteiligen Effekt - die Community wächst, Abschottung ist noch leichter möglich.“ Auch die „pauschal negative Aussage über das Kinderkopftuchverbot“ werde den Diskussionen zu dem Thema nicht gerecht, schreibt Fieder. Grünwidl hatte ein generelles Kopftuchverbot falschen Weg bezeichnet, „weil es in die freie Religionsausübung eingreift.“ Ein anderer User kündigt nach dem Interview von Grünwidl auf X sogar seinen Austritt aus der Katholischen Kirche an. Wörtlich schreibt er, direkt an den Erzbischof: „Ich werde jetzt als letzter Erwachsener unserer Familie aus der Kirche austreten und final Schuld sind Sie! Ich mache da einfach nicht mehr mit! Auf Wiedersehen, ein mehrfacher Taufpate und auch Firmpate (war ja sonst keiner mehr bei der Kirche, daher habe ich das immer übernommen).“
Foto Erzbischof Grünwidl: (C) Katholische Presseagentur Wien/Paul Wuthe
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