Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“

Papst setzt Leitung des Caritas-Weltverbandes ab

23. November 2022 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Organisationsberater Pier Francesco Pinelli zum außerordentlichen Kommissar von "Caritas internationalis" ernannt - Hintergründe sind offenbar Spannungen im römischen Generalsekretariat des Dachverbands


Vatikanstadt/Rom  (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat überraschend die gesamte Leitung des Welt-Caritas-Dachverbands "Caritas internationalis" mit sofortiger Wirkung abberufen. Gleichzeitig ernannte er am Dienstag per Dekret den Organisationsberater Pier Francesco Pinelli zum außerordentlichen Kommissar der Organisation. Das teilte das vatikanische Presseamt mit. Hintergründe sind offenbar Spannungen im römischen Zentralbüro von "Caritas internationalis" (CI).

"Mit dem Inkrafttreten dieser Maßnahme scheiden die Mitglieder des Vertretungsrates und des Exekutivrates, der Präsident und die Vizepräsidenten, der Generalsekretär, der Schatzmeister und der kirchliche Assistent aus ihren jeweiligen Ämtern aus", heißt es in dem Dekret weiter. Seit 2015 stand der philippinische Kurienkardinal Luis Antonio Tagle (65) als Präsident an der Spitze der Organisation. Das Amt des Generalsekretärs übte seit 2019 der aus Indien stammende Franzose Aloysius John aus.

Der international tätige Berater und Manager Pinelli wird in seiner Aufgabe unterstützt von Maria Amparo Alonso Escobar, einer langjährigen Caritas-Mitarbeiterin und Kampagnen-Managerin, und dem portugiesischen Jesuiten Manuel Morujao. Die drei sollen für eine Aktualisierung der Statuten und Regeln von "Caritas Internationalis" sorgen, "um deren Funktionalität und Effektivität zu verbessern und die Organisation bei der Vorbereitung der nächsten Generalversammlung zu unterstützen". Diese solle samt Wahl einer neuen Leitung turnusgemäß im Mai 2023 stattfinden.

Bei der Erstellung aktualisierter Statuten und Regeln werde Pinelli darüber hinaus vom bisherigen Präsidenten Kardinal Tagle unterstützt, so das Dekret weiter. Die kommissarische Führung werde in Abstimmung mit dem von Kardinal Michael Czerny geleiteten vatikanischen Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung handeln.

Das Entwicklungs-Dikasterium gab in einer zusätzlichen, erklärenden Mitteilung bekannt, dass der päpstlichen Entscheidung eine "Überprüfung der Tätigkeit durch ein unabhängiges Gremium" vorausgegangen sei. Pinelli sei an dieser Überprüfung bereits beteiligt gewesen. Es sei vor allem das Arbeitsumfeld bei "Caritas Internationalis" im Generalsekretariat und dessen "Übereinstimmung mit den katholischen Werten der Menschenwürde und der Achtung vor jedem Menschen" untersucht worden.

Dabei sei es nicht um Vorwürfe des finanziellen Missmanagements oder um verfehlte Fundraising-Ziele gegangen, auch habe es keinen Nachweis sexuellen Fehlverhaltens gegeben. "Es wurden echte Mängel im Management und in den Abläufen festgestellt, die den Teamgeist und die Arbeitsmoral der Mitarbeiter ernsthaft beeinträchtigen", so die Erläuterung der Entwicklungsbehörde.

Die Bedürfnisse der vielen Menschen, denen die Caritas diene, hätten deutlich zugenommen, erklärte der Leiter der Entwicklungsbehörde, Kardinal Michael Czerny. Auf diese Herausforderung müsse die Dachorganisation gut vorbereitet sein. Letztlich solle die Zusammenarbeit mit den rund 160 Mitgliedsorganisationen weltweit verbessert werden, um der Erfüllung des Auftrags, dem Dienst an den Ärmsten und Bedürftigsten, gerecht zu werden.

Pinelli: Prozess der "Versöhnung"

Der außerordentliche Kommissar Pinelli äußerte sich am Dienstag auch bei einer "Caritas internationalis"-Konferenz, zu der in dieser Woche führende Vertreter der Caritasverbände aus aller Welt in Rom versammelt sind. Pinelli habe dabei betont, dass es um einen Prozess der "Versöhnung" in den römischen Strukturen des CI-Generalsekretariats gehe, berichtete Österreichs Caritas-Präsident Michael Landau auf Anfrage der Nachrichtenagentur Kathpress. Landau ist seit mehreren Jahren auch Präsident von "Caritas Europa".

Sowohl die Kardinäle Tagle und Czerny, als auch die hochrangige Kurienvertreterin Sr. Alessandra Smerilli, Nummer zwei der vatikanischen Entwicklungsbehörde, hätten bei der aktuellen Konferenz in Rom zudem sehr klar ihre Wertschätzung für die Caritas und ihre Arbeit in aller Welt zum Ausdruck gebracht, sagte Landau. Man müsse nun die nächsten Schritte abwarten. Er gehe davon aus, dass es einen konstruktiven Prozess rund um die Arbeitsstrukturen des Generalsekretariates geben werde.

Im 1951 gegründeten Dachverband "Caritas Internationalis" sind heute 162 eigenständige nationale Caritas-Verbände und katholische Wohlfahrtsorganisationen zusammengeschlossen, die in 200 Ländern weltweit tätig sind. Aufgabe von "Caritas Internationalis" ist vor allem die Koordinierung von Hilfsaktionen und Entwicklungsprogrammen auf weltkirchlicher Ebene. Der Geschäftsführende Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien, Alexander Bodmann, fungierte seit 2015 als Schatzmeister des Caritas-Weltdachverbands.

Die bislang letzte Generalversammlung tagte 2019 und beschloss umfangreiche neue rechtliche Rahmenbedingungen. Seitdem untersteht die internationale Organisation der vatikanischen Entwicklungsbehörde, dem sogenannten Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung.


 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz