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Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley

19. März 2026 in Kultur, 2 Lesermeinungen
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"Ja, natürlich bin ich noch katholisch“ - Vergangene Woche trafen wir die Elvis-Witwe und sprachen mit ihr über Gott und die Welt - Von Roland Noé


Wien (kath.net/rn) 
Es ist so ein Tag voller interessanter „Zufälle“ oder – fromm gesprochen – „Fügungen“. Was schenkt man seiner Frau zum 20. Hochzeitstag? Wie wäre es mit einem Abend mit Priscilla Presley in Wien, zum Gedenken an einen wunderbaren Musiker: Elvis. Ein tragisches Lebensende und auch eine tragische Liebesgeschichte zwischen Priscilla und Elvis – und doch auch ein Leben, in dem der Glaube an Jesus eine gewisse Rolle spielte. Das weiß jeder, der in Memphis das Elvis-Anwesen, das Grab und eine beeindruckende Jesus-Statue auf seinem Privatfriedhof besucht.

Wenige Stunden vor dem Abend trafen wir Priscilla. Zuerst ein wenig Small Talk: „Woher kommt ihr…?“, doch dann wurde es tiefer und wir sprachen darüber. „Was ist das Geheimnis langer Ehen?“, fragte sie uns. Unsere Antwort: „Liebe und Glaube.“ Da lächelte sie.

Wir fragten sie, ob sie noch katholisch sei, da wir ihre Lebensgeschichte mit der katholischen Herkunft kannten. Später folgte der Irrweg mit Scientology, doch 2017 stieg sie aus. „Ja, natürlich bin ich noch katholisch“, erzählte sie uns klar und überzeugend. Linda, meine Frau, fragte sie dann, ob sie von uns ein kleines Geschenk möchte. Wir hatten eine Wundertätige Medaille dabei. „Ja, sehr gerne“, antwortete sie. Wir erklärten ihr kurz, dass dies ein besonderes Schutzschild der Muttergottes ist. Voller Freude nahm sie das Geschenk an.

Mit 80 Jahren blickt Priscilla auf schwere Zeiten zurück: Vor drei Jahren verlor sie ihre Tochter, zuvor hatte ihr Enkelsohn Suizid begangen. Viele Jahre zuvor hatte sie bereits Elvis verloren. Man beneidet sie wahrlich nicht um ihr Schicksal.

Elvis Presley selbst war gläubig und liebte Gospelmusik. Sein Stiefbruder Billy Stanley berichtete in dem Buch „The Faith of Elvis“, dass Elvis jeden Tag und vor jedem seiner Konzerte gebetet und auch regelmäßig in der Bibel gelesen hat. „Er verließ sich in allem auf Gott.“

Bei der Veranstaltung selbst treffen wir übrigens auch zwei katholische Priester. Am Collarhemd wurden sie von uns sofort erkannt. Daher, liebe Priester: Bleibt in der Öffentlichkeit erkennbar! Es ergaben sich mit einem österreichischen Priester, der seit Jahrzehnten ein großer Elvis-Fan ist, interessante Gespräche.

Zurück zu Priscilla: Wir hoffen und beten, dass die Muttergottes diese ganz besondere 80-jährige Frau, die so viele Schicksalsschläge erlebt hat, beschützen möge. God bless you, Priscilla!



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