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Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung

29. Mai 2026 in Aktuelles, 12 Lesermeinungen
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Folge von „Traditionis custodes“: Nach Jahren des Wachstums bei Berufungen, Gläubigenzahlen, Konversionen und Medienarbeit stehen die Brüder und Schwestern der „Familie der Maria Immaculata und des heiligen Franziskus“ vor dem völligen Aus.


Portsmouth (kath.net/pl) „Trotz des zahlenmäßigen Wachstums und der apostolischen Tätigkeit war es nicht möglich, die für die Ausbildung, die geistliche Begleitung und künftige Priesterweihen erforderliche praktische und kirchenrechtliche Unterstützung sicherzustellen“, schreiben die „Marianischen Franziskaner“ in einer Presseaussendung. Das schreibt der Vatikan- und Kirchenkenner Edward Pentin in seinem Bericht im „National Catholic Register“. Es seien eine „Reihe von Optionen geprüft“ worden, doch keine von ihnen hätten einen „gangbaren Weg“ aufgezeigt, um die Gemeinschaft „in ihrer gegenwärtigen Form“ fortzuführen. Betroffen ist auch eine zur „Familie“ gehörende Schwesterngemeinschaft. Die Gemeinschaft pflegt die Liturgie in der lateinischen Sprache und in der außergewöhnlichen Form.

Die blühende Gemeinschaft, die sich durch Berufungen, steigende Zahlen von Konversionen und Messbesuchern, Einbindung junger Familien sowie Medienapostolat und Versuch der Gründung eines Tochterklosters ausgezeichnet hatte, hatte schon nach dem Erscheinen des Apostolischen Schreibens „Traditionis custodes“ von Papst Franziskus im Jahr 2021 erklärt, dass die diözesane Genehmigung für die Feier der traditionellen Liturgie „stärker eingeschränkt“ worden sei.


Die „Familie der Unbefleckten Maria und des heiligen Franziskus“ – gemeinhin als „Marianische Franziskaner“ bekannt – gab diese Entscheidung am 27. Mai bekannt, nachdem die Brüder selbst bereits am 27. April für die Auflösung gestimmt hatten, berichtete Pentin. Bischof Philip Egan von Portsmouth (England) erließ am 24. Mai ein Dekret, mit dem er diesen Schritt bestätigte. 

Der Bischof von Portsmouth hatte die Gemeinschaft im November 2014 in der Diözese Portsmouth willkommen geheißen; Sie übernahmen die Seelsorge in der Pfarrei St. Mary in Gosport, nahe dem Hafen von Portsmouth. Vier Jahre später errichtete Bischof Egan formell die öffentliche Vereinigung der „Familie der Unbefleckten Maria und des heiligen Franziskus“. Da die Zahl der Berufungen zunahm, eröffneten die Brüder im Februar 2020 ein zweites Haus in der Diözese; ihr Dienst bot den Gläubigen die traditionelle lateinische Messe, tägliche Vespern und Heilige Stunden, die Feier der ersten Freitage und ersten Samstage, Männergruppen, Exerzitien und Konferenzen sowie seelsorgerische Arbeit in London – unter anderem im Tyburn Convent.

Nur die in das Bistum inkardinierten Ordenspriester werden ihr Apostolat im Bistum Portsmouth weiterführen können. Für die restlichen Mitglieder gilt, dass die Marianischen Franziskaner am 31. Mai „als kanonische Gemeinschaft aufhören zu existieren“, und ihre „Apostolate und Aktivitäten als Gemeinschaft werden folglich ein Ende finden“. Die Brüder und Schwestern werden nicht als Marianische Franziskaner verbleiben. Auf eine entsprechende Presseanfrage des „National Catholic Register“ hat das Bistum Portsmouth bisher nicht geantwortet.


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