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Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen

3. Juni 2026 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Der Bericht könne bei den Gläubigen weltweit Verwirrung stiften und das Zeugnis der Kirche für Wahrheit und Barmherzigkeit untergraben. Echte Synodalität müsse in Treue zur Heiligen Schrift, zur Tradition und zum beständigen Lehramt verankert bleiben


Rom (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Die Akademie Johannes Paul II. für das menschliche Leben und die Familie hat am 1. Juni 2026 einen offenen Brief an Kardinal Mario Grech, den Generalsekretär der Bischofssynode, gerichtet. (Siehe Link am Ende des Artikels) Darin fordert die renommierte Organisation die sofortige Rücknahme des Abschlussberichts der Studiengruppe Nr. 9, der im Rahmen der Umsetzungsphase III der Synode zur Synodalität vorgelegt wurde.

Der Bericht hatte unter anderem die Aussage enthalten, dass Sünde „nicht in der (gleichgeschlechtlichen) Paarbeziehung an sich“ liege, sondern in einem „Mangel an Glauben an einen Gott, der unsere Erfüllung will“. Diese Formulierung wurde von der Akademie scharf kritisiert, da sie der überlieferten katholischen Lehre widerspreche.

In dem Brief, der von Präsident Dr. Thomas Ward, Vizepräsidentin Christine de Vollmer und Schatzmeister Steven Mosher unterzeichnet wurde, heißt es, der Bericht impliziere einen „Paradigmenwechsel“, der mit der katholischen Glaubenslehre unvereinbar sei. 


Besonders problematisch seien folgende Punkte: Der Bericht suggeriere die Möglichkeit, der Heilige Geist könne neue Lehren inspirieren, die der beständigen Lehre der Kirche widersprechen. Vorstellungen dieser Art seien von der Kirche bereits wiederholt zurückgewiesen worden. Im Text des Berichts sei die Tendenz merkbar, die katholische Morallehre an aktuelle kulturelle Normen anzupassen, statt der Welt die Wahrheit zu verkünden. Am Ende des Berichts sind Zeugnisse von Personen angeführt, die mit dem umstrittenen Jesuitenpater James Martin befreundet seien. Weiters würden die Adoption und Erziehung von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare positiv dargestellt.

Die Akademie betont, dass die kirchliche Lehre – gestützt auf Heilige Schrift und Katechismus – homosexuelle Handlungen als „in sich ungeordnet“ betrachte (KKK 2357). Eine pastorale Begleitung dürfe nicht dazu führen, dass objektiv sündhafte Beziehungen normalisiert oder gesegnet würden.

Die Autoren erinnern daran, dass ähnliche Positionen bereits unter Papst Johannes Paul II. und Kardinal Joseph Ratzinger durch das Glaubenskongregation zurückgewiesen worden seien. Der aktuelle Bericht stehe somit nicht im Einklang mit der beständigen Lehre der Kirche, sondern scheine ideologisch vorgeprägt zu sein.

Die Akademie warnt, dass ein solcher Ansatz bei den Gläubigen weltweit „schwere Verwirrung“ stiften und das Zeugnis der Kirche für Wahrheit und Barmherzigkeit untergraben könne. Echte Synodalität müsse in Treue zur Heiligen Schrift, zur Tradition und zum beständigen Lehramt verankert bleiben.

Die Akademie Johannes Paul II. für das menschliche Leben und die Familie wurde von ehemaligen Mitgliedern vatikanischer Bioethik-Gremien gegründet und gilt als eine der führenden Organisationen im Bereich des Lebensschutzes und der Verteidigung der katholischen Lehre über die Familie.

Der Brief endet mit dem eindringlichen Appell, den Bericht der Studiengruppe Nr. 9 aus dem offiziellen Dokumentenkorpus der Synode zu entfernen, um Klarheit und Kontinuität im Glauben zu wahren.

Der Link zum offenen Brief auf der Internetseite der John Paul II Academy for Human Life and the Family (ganz am Ende der verlinkten Seite ist die deutschsprachige Version): https://www.jahlf.org/noteworthy/open-letter-to-his-eminence-cardinal-mario-grech/

 


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