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Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?

17. Juli 2026 in Kommentar, 8 Lesermeinungen
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Wie viele Kinder traut Gott uns zu? Und… vertrauen wir Gott auch in dieser Beziehung? - Gedanken aus dem Auenland von Nikolaus Lobkowicz


Prag (kath.net)
Mutter Teresa hat einmal gesagt: „Seid auf der Hut vor dem Geld und dem Verlangen nach einem leichten Leben und Bequemlichkeit, denn dieses Verlangen wird euer Herz von Gott abwenden.“ Herrlicherweise leben wir in Zeiten, in denen mehr und mehr Leute inspirierende Glaubenszeugnisse vorleben und davon auch in den sozialen Medien Zeugnis ablegen. Immer mehr Christen fangen an, Gott dort zu vertrauen, wo es oft am schwierigsten ist: bei ihrem Geldbeutel. Sie geben den „Zehnten“ (gemäß Maleachi 3,10) selbst dann, wenn es nach weltlichem Dafürhalten widersinnig wirkt, und erleben, wie Gott sich auf oft erstaunliche Weise tatsächlich um sie kümmert. Solche Zeugnisse inspirieren die einen so sehr, wie sie bei anderen Skepsis und sogar Widerwillen hervorrufen. Die Skeptiker argumentieren dann gerne mit „der Vernunft“, die ja auch von Gott geschenkt sei. Das lässt auf ein Verständnis von „Vernunft“ schließen, welches eine bestimmte Art, aus dem Glauben zu leben, als eine geradezu gotteslästerliche Tollheit erkennt.

Ein anderer Bereich, in dem das Gottvertrauen in besonderer Form herausfordernd wird, ist der Umgang mit der Fruchtbarkeit im Rahmen der Ehe – und diese Herausforderung trifft bizarrerweise oft gerade solche Paare, die sich durch ihre Entscheidung für überdurchschnittlich viele Kinder sowieso schon von den meisten ihrer Mitmenschen abheben. Was ist nun mit den wenigen Paaren, die vielleicht bereits fünf, sechs oder sogar noch mehr Kinder haben – nicht als Patchwork-Familie, sondern innerhalb einer Ehe? Solche Paare stehen ja quasi ununterbrochen vor schier unmöglich erscheinenden Herausforderungen, wie zum Beispiel der, dass sie ja auch irgendwie allen ihren Kindern gerecht werden wollen. Von finanziellen und organisatorischen Fragen ganz zu schweigen. Dass solche Ehepaare irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie sagen: „Jetzt reicht‘s, wir schaffen einfach nicht noch mehr“, liegt fast auf der Hand. Wie geht so ein Paar dann mit der Frage seiner Fruchtbarkeit um?


Viele Paare sind sehr skeptisch gegenüber der sogenannten „natürlichen Familienplanung“ und sagen, wenn sie diesen Weg gingen, dann würden sie sicher noch viel mehr Kinder bekommen. Sie verweisen auf diejenigen Paare, die so leben und tatsächlich sehr viele Kinder haben, als „Beweis“ dafür, dass diese Methode „nicht funktioniert“. Deswegen entscheiden sich auch viele ansonsten sehr gläubige Paare dafür, entweder künstlich zu verhüten oder sogar für eine Form der Sterilisation. Damit entscheiden sie sich gegen die in dieser Beziehung eindeutige Lehre der Kirche, die uns sagt, dass es sündhaft und moralisch schwerwiegend ist, wenn man in der ehelichen Vereinigung die Zeugungsfähigkeit bewusst ausschließt (also z. B. durch künstliche Verhütung). Dasselbe gilt für die Sterilisation, was auch die Vasektomie einschließt.

Wie sollen also solche Paare, die aus sehr nachvollziehbaren Gründen großen Respekt vor der Vorstellung haben, ein weiteres Kind in die Welt zu setzen, mit ihrer absolut gesunden und guten Sehnsucht nach „ehelicher Vereinigung“ umgehen? Wie viel negative eheliche Spannung aus einem Mangel an ehelichem Sex ist zu viel – vielleicht sogar so viel, dass man befürchten muss, die ganze Ehe könnte anfangen zu wackeln? Sticht denn gerade aus diesem Gesichtspunkt nicht die Berufung zur Ehe die Einhaltung irgendwelcher vielleicht sogar abstrakt und abgehoben wirkender kirchlicher Regeln? Ist es nicht besser, Mami und Papi schlafen viel miteinander, ohne sich um lästige zyklische Fragen kümmern zu müssen, und sind daher entspannter miteinander und auch mit ihren Kindern?

Gerade hier hören wir wieder Mutter Teresas eindringliche Mahnung vor der Gefahr, sich ein leichtes Leben und Bequemlichkeit zu wünschen. Diese große Heilige, in deren eigenem Leben Bequemlichkeit offenbar nur eine sehr untergeordnete Rolle spielte, sagt: „… denn dieses Verlangen wird euer Herz von Gott abwenden.“

Was das Lehramt der Kirche zur ehelichen Sexualität sagt, ist keine „Regel“, sondern eine Feststellung, die aus einem tiefen Verständnis des Herzens Gottes stammt. Also jenes Herzens, das uns Menschen so liebt, dass es sogar bereit war, sich selbst für uns ans Kreuz schlagen zu lassen. Es geht überhaupt nicht darum, Ehepaaren das Leben schwer zu machen, indem man ihnen gewissermaßen willkürlich etwas auferlegt, was nach menschlichem Dafürhalten fast unmöglich einzuhalten ist. Die Lehre der Kirche (auch) in dieser Frage ist nichts anderes als eine Einladung in eine tiefere, stärkere und viel intimere Beziehung mit diesem Herzen Gottes. Sie ist eine Einladung, Ja zur eigenen Schwäche und Begrenztheit zu sagen – und damit noch viel mehr „Ja“ zur Kraft des unbeschreiblich wunderbaren Gottes, in dessen Realität wir leben. 

Die eigentliche Frage ist demnach: Wie viele Kinder traut Gott uns zu? Und… vertrauen wir Gott auch in dieser Beziehung?
Vernunft und Glaube sind kein Widerspruch – denn Gott ganz und gar zu vertrauen, wie ein Kind, ist tatsächlich immer das Vernünftigste, was man tun.


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Lesermeinungen

 Christine 22. Juli 2026 

Pille & Spirale

Bei künstlicher Verhütung, vor allem bei der Pille oder der Spirale, gilt es zu bedenken, dass beides frühabtreibend (!) wirken kann. Das wissen viele nicht.

Es ist bei durchgehender hormoneller Verhütung durchaus möglich, dass pro Jahr etwa 4-6 gezeugte Kinder unbemerkt abgehen.

Und dann wundert es nicht, wenn sich im Laufe der Jahre Depressionen einstellen.

Man merkt ausserdem, dass diesen Artikel ein Mann geschrieben hat...


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