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William Donohue: Bürgermeister Mamdani soll nicht an Gedenkveranstaltung zu 9/11 teilnehmen

8. August 2026 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Der Vorsitzende der Catholic League wirft dem New Yorker Bürgermeister vor, sich nicht klar genug vom islamistischen Terrorismus zu distanzieren und in seinem engsten Umfeld Menschen zu dulden, welche die Anschläge relativieren.


New York City (kath.net/jg)
William Donohue, der Vorsitzende der katholischen Bürgerrechtsorganisation Catholic League, hat den New Yorker Bürgermeister Zoran Mamdani aufgefordert, nicht an der Gedenkveranstaltung für die Anschläge vom 11. September 2001 teilzunehmen. Die Anwesenheit Mamdanis am 25. Jahrestag der Attentate könnte für die Familien der Opfer verstörend wirken, schrieb Donohue in einem offenen Brief vom 3. August. Es gebe bereits eine Petition gegen seine Teilnahme, erinnerte er.

Anschließend verweist er darauf, dass Mamdani als gewählter aber noch nicht amtierender Bürgermeister die Parade anlässlich des Tags der Veteranen ausgelassen habe und als Bürgermeister die Parade zum Israel-Tag.


Donohue kritisiert Mamdanis Haltung zu den Anschlägen vom 11. September 2001 scharf. Er wirft ihm vor, sich weitaus stärker über angebliche Zunahme von Vorurteilen gegen Muslime zu empören als über die Anschläge selbst. Als Beleg zitiert er Aussagen Mamdanis, in denen dieser die Ereignisse vage umschreibe und vor allem die Angst vor Diskriminierung von Muslimen, darunter auch seiner Verwandten, in den Vordergrund stelle. Donohue bemängelt zudem, dass Mamdani radikale Islamisten und Unterstützer, die zu einer Globalisierung der Intifada aufrufen, nicht klar verurteile.

Ein großer Teil des Briefes listet Familienmitglieder und enge politische und persönliche Vertrauensleute Mamdanis auf und stellt deren Aussagen und Positionen dar, die Donohue als problematisch oder verstörend bewertet.

Mamdanis Vater Mahmood, Professor an der Columbia University in New York, habe Selbstmordattentate relativiert, eine moralische Gleichsetzung zwischen den USA und al-Qaida vorgenommen und zu einer „Dritten Intifada“ aufgerufen. Seine Mutter Mira Nair habe vor allem über „Islamophobie“ geklagt, ohne Islamisten zu verurteilen. Seine Ehefrau Rama Duwaji habe antisemitische Beiträge geteilt oder geliked und den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 positiv bewertet.

Weitere Personen aus Mamdanis Umfeld, darunter sein Berater Ramzi Kassem, Hassaan Chaudhary, Linda Sarsour, Aber Kawas, Darializa Avila Chevalier, Hasan Piker, Siraj Wahhaj wirft Donohue Relativierungen der Anschläge vom 11. September 2001, die Unterstützung terroristischer oder anti-israelischer Positionen, Unterstützung der Scharia, antiamerikanische Äußerungen oder Verbindungen zu früheren Anschlägen, wie jenem von 1993 in New York, vor.

Donohue schließt, dass Mamdanis Zurückhaltung bei der Verurteilung radikaler Muslime im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 und seine Nähe zu diesen Personen ihn ungeeignet machen, an der feierlichen Zeremonie zu Ehren der Opfer teilzunehmen. Er fordert ihn auf, „ehrenhaft“ zu handeln und der Veranstaltung fernzubleiben.

 

Foto: Archivbild Ansicht von New York City

 


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Lesermeinungen

 Versusdeum 8. August 2026 
 

"Gemäßigte Islamisten" und die woke Unterwerfung unter sie

An exakt dem Tag, als Michel Houellebecq seinen Roman "Unterwerfung" ("Soumission") veröffentlichte, ermordeten Islamisten bei Terroranschlägen in Paris insgesamt 17 Menschen (teils am Folgetag, s.u.).
Mich elektrisierte die damals absurd erscheinende Schilderung im Roman, dass sich praktisch alle französischen Parteien hinter einem "gemäßigten Islamisten" scharen, um Marine Le Pen als Präsidentin Frankreichs zu verhindern - was nach einem kurzen Bürgerkrieg in einer frauenfreien (nicht nur) Universität endet. Linke zusammen mit Islamisten gegen "Rechte"*? Damals absurd, heute in vielen Staaten bereits Realität.
* Was faktisch alles rechts von stramm links meint: Längst links überholte linke Realos, Liberale, Konservative, Patrioten, Nationalisten und Neonazis. Alles zusammen in einen Topf, kräftig braune Farbe drauf, umrühren und eine Brandmauer darüber aufschlichten. Dann braucht man auch keine Argumente oder gute Politik[er] mehr.

de.wikipedia.org/wiki/Anschlag_auf_Charlie_Hebdo


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