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Franziskus: Keine Eucharistie für wiederverheiratete Geschiedene

25. September 2014 in Aktuelles, 39 Lesermeinungen
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Papst Franziskus bei Ad-Limina Besuch der spanischen Bischöfe: Kirchlich verheiratete Person, die geschieden ist und noch einmal staatlich geheiratet hat, kann Sakramente nicht empfangen


Spanien (kath.net/dh)
Die Kirche ist für alle Menschen da, und ganz besonders für jene, die leiden, weil sie mit den Folgen von Armut zu kämpfen haben oder ihre Beziehungen in die Brüche gegangen sind. Aber ein Sakramentenempfang für wiederverheiratete Geschiedene sei keine Option, auch nicht für Papst Franziskus, betont Bischof Demetrio Fernández (Córdoba) im Gespräch mit der spanischen Tageszeitung „Diario de Córdoba“.
Der andalusische Oberhirte blickt auf den Ad-limina-Besuch der spanischen Bischöfe in Rom zurück und spricht über den Einsatz der Kirche für die vielen Menschen in Andalusien, die aufgrund der Wirtschaftskrise nichts mehr zu essen haben. Wenn man die Not dieser Menschen nicht mit eigenen Augen sehe, könne man sie sich nicht vorstellen. „Es ist alles sehr beängstigend.“ Niemand dürfe bei so viel Elend gleichgültig und untätig bleiben.


Bischof Fernández würdigt die direkte Art von Papst Franziskus, auf die Menschen zuzugehen, und verweist dabei auf die Geste, mit der er seine Verbundenheit mit den Flüchtlingen auf der Insel Lampedusa zum Ausdruck gebracht hat: „Es ist ein Schrei! Der Papst wird das Problem nicht lösen können und wir auch nicht, aber er ruft uns eindringlich dazu auf, nicht in die globalisierte Gleichgültigkeit abzugleiten.“

In Bezug auf den Umgang der Kirche mit den wiederverheirateten Geschiedenen stellt der Bischof von Córdoba einiges klar, was in der Medienberichterstattung angesichts der bevorstehenden Bischofssynode über Ehe und Familie vielleicht zu kurz gekommen ist: „Die Kirche sagt uns andauernd, dass wir für sie sorgen sollen; dass sie sich nicht ausgeschlossen fühlen dürfen! Und die Art und Weise, wie wir sie aufnehmen, kann immer weiter verbessert werden. Aber nun haben wir den Papst selbst gefragt, und er hat uns geantwortet, dass eine kirchlich verheiratete Person, die geschieden ist und noch einmal staatlich geheiratet hat, die Sakramente nicht empfangen kann. Der Papst sagte: ‚Das hat Jesus Christus so eingerichtet, und der Papst kann es nicht ändern.‘ Ich sage das, weil die Leute manchmal sagen: ‚Er wird alles ändern.‘ Aber es gibt Dinge, die sich nicht ändern lassen. Die Kirche verdankt sich ihrem Herrn, und ihr Herr ist weiterhin lebendig.“


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