Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  9. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg

Meine Pilgerreise

4. Juli 2016 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gedanken und Impulse eines 48-jährigen Laien auf dem Weg durch die Zeit. Ein Beitrag von Andreas Graf im Rahmen des Sommer-Schreibwettbewerbs von kath.net


Dillingen (kath.net) Ich bin zwar religiös erzogen worden. Mein jetziger Glaube hat sich aber erst später entwickelt. Ich habe mir sehr viel Wissen angelesen. Ebenso habe ich mich auch mit anderen Religionen beschäftigt. Dabei habe ich erkannt, dass die Wahrheit nur im katholischen Glauben verborgen sein kann, trotz der Sündhaftigkeit so vieler Priester. Die Lehre ist letztlich entscheidend. Bei Gott gibt es keine Entschuldigungen. Jeder steht selbst vor dem Richterstuhl Gottes und muss sich verantworten. Das Urteil ist ewig. Seit einer sehr schweren Lebenskrise (Scheidung, üble Verleumdungen, Existenznöte, etc.) – ich stand mehrere Male vor dem Abgrund –bete ich jeden Tag vor dem Kreuz. Das muss man erst einmal begreifen, dass unser Leben nicht anders sein kann, als das unseres Meisters. Wie oft ist Jesus von den Pharisäern aggressiv beleidigt worden. In seiner Vaterstadt Nazareth wollte sie Ihn gar von einem Felsen stoßen. Mein Leben ist zwar nicht einfacher geworden, aber mein Glaube ist dadurch gewachsen. Gott hört uns, aber er gibt nur das, was dem ewigen Leben dienlich ist.

Trotz der Schwierigkeiten habe ich den Glauben an die Gottesmutter Maria nie verloren. Sie ist mir das Liebste. Wer diese Große Frau gering schätzt, der ist wirklich arm. Sie führte mich direkt ins Herz der Kirche vor den Tabernakel.


Ich glaube fest an die Gegenwart Jesu Christi im Allerheiligsten Sakrament. Das ist für mich eine Gewissheit. Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? Ja, wir Menschen sind und bleiben nur Geschöpfe. Wie können wir uns glücklich schätzen, dass wir hintreten dürfen vor unseren Schöpfer, trotz unserer Sündhaftigkeit. Selbstverständlich beuge ich mein Knie. Eine andere äußere Form der Anbetung ist da nicht denkbar. Selbst das ist noch zu wenig. Die Engel werfen sich auf den Boden und bedecken ihr Gesicht mit Staub. Es ist eine Frechheit, was sich Menschen heute anmaßen. Wir dürfen froh sein, dass wir Gott auf diese Weise überhaupt verehren dürfen. Er hätte uns nach dem Sündenfall ja sofort verwerfen können, aber er tat es nicht. Wir können froh sein, dass Gott nicht so handelt wie wir Menschen es oft tun.

Vor einem Jahr hat mich die Mutter Gottes zum ersten Mal zu sich nach Medjugorje eingeladen. Dort habe ich nach 15 Jahren Beichtabstinenz wieder gebeichtet. Das kostete mich sehr viel Überwindung, denn die Pforte zum ewigen Leben ist eng. Einen anderen Weg dorthin gibt es indes nicht.

Der Priester hat mich aber nicht angeklagt und mir keine Vorhaltungen gemacht, sondern mich von meinen Sünden losgesprochen. Das fand ich schon bemerkenswert. Das war eine Befreiung. Was ich an dem Gnadenort erlebte, hat mich nicht unberührt gelassen. Seither bete ich jeden Tag den Rosenkranz. Das konnte ich vorher nicht. Auch den Fernsehkonsum habe ich radikal eingeschränkt. Jetzt habe auch ich meine Berufung gefunden. Ich darf ein Apostel Mariens sein. Mit Maria wird das Leben leichter. Kann denn eine Mutter ihr liebes Kindlein vergessen?

Abschließend möchte ich betonen: Das Gebet ist die schönste und die wichtigste Gabe, die wir Menschen Gott darbringen können. Das sollen wir uns aber nicht selber als Leistung anrechnen, sondern wir sind das Gott einfach schuldig. Wir erfüllen damit nur unsere Pflicht als Geschöpfe. Wir bleiben bei aller Anstrengung unnütze Knechte. Um dieser Pflicht zu genügen, hat die Kirche im Verlauf der Jahrhunderte einen großen Gebetsschatz zur Verfügung gestellt. Das ist der Schatz im Acker. Darunter ist die Herz-Jesu-Verehrung eine besonders schöne Perle. Am Schönsten ist es, so zu beten, so wie es der Herr selber gelehrt hat.

Das tun wir nicht umsonst, denn im Gebet schenkt uns der Herr seinen Frieden, so wie ihn die Welt nicht zu geben vermag. Eine Zeit ohne Gott ist eine sinnlos vergeudete Erdenzeit. Die Pilgerreise geht weiter. Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Das ist das Ziel unserer Reise. Da hat Jesus uns eingeladen.

Der Beitrag erscheint im Rahmen des Sommer-Schreibwettbewerbs von kath.net. Wie finden Sie diesen Beitrag? Wir laden zum konstruktiven Feedback ein. Mit Ihrer Rückmeldung werden Sie "Teil der Jury". Gefällt Ihnen der Beitrag, dann liken Sie diesen bitte auch auf Facebook oder teilen diesen auf Twitter. Und machen auch Sie mit und schicken Sie uns Beiträge.

Zum Autor: Ich bin 48 Jahre alt und wohne in Dillingen. Von Beruf bin ich Bürokaufmann. In der Kirche bin ich nicht aktiv, aber der Glaube ist mir eine Kraftquelle und er inspiriert mich. kath.net lese ich gerne und diskutiere hin und wieder im Forum mit.

Foto Andreas Graf


Foto oben (c) Andreas Graf


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schreibwettbewerb

  1. kath.net-Sommerschreibwettbewerb - And the winner is...???
  2. Die Antwort war das Kreuz
  3. 30 Jahre 'Assisi': Dialog statt 'Agitprop'
  4. Mein Herr und mein Gott
  5. 'Gebt Ihr ihnen zu essen'
  6. Friede jetzt
  7. Wie viel Christus steckt noch in uns Christen?
  8. 'Wo sind all die anderen?'
  9. Glauben wir alle an einen Gott?
  10. Doch plötzlich steht ER vor dem Tor und begehrt Einlass







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst sieht Chancen für die Kirche in Deutschland
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz