Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  7. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  10. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  11. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  12. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  13. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  14. Papst betont in Algier Gemeinsamkeit von Christen und Muslimen
  15. Viel Lärm um nichts?

„Föten töten“ – Die Menschenverachtung einiger „Pro Choice“-Extremisten

28. Dezember 2020 in Prolife, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Früherer Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU): „Die Abtreibungsbefürworter werden immer militanter, ihre Drohungen immer gefährlicher und ihre Sprache immer brutaler.“ kath.net-Interview von Petra Lorleberg


Berlin-Unna (kath.net/pl) „Zunächst kämpfen diese Leute gegen das fundamentale Grundrecht auf Leben. Das allein ist schon verfassungsfeindlich. Auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit wird nicht akzeptiert. Unter den Lebensfeinden gibt es offenbar gewaltbereite Gruppen, von denen sich Organisationen wie ‚Pro Familia‘ aber auch manche Parteien gar nicht oder unzureichend distanzieren. Dabei sind allerdings auch ein paar Gruppen, die jetzt schon meist im Zusammenhang mit anderen Aktionen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen. Man verlangt auf der einen Seite mit Recht, dass sich die Organisatoren von sogenannten ‚Querdenker-Demos‘ von Rechtsradikalen besser abgrenzen. Warum gilt das eigentlich nicht für Demonstrationen, die sich gegen das Lebensrecht von ungeborenen Kindern richten?“ Das sagt der CDU-Politiker Hubert Hüppe im kath.net-Interview. Hüppe war lange Zeit Bundestagsabgeordneter der CDU/CSU-Fraktion und vier Jahre Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Er ist stellvertretender Bundesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL) und Mitglied in verschiedenen Lebensrechtsorganisationen. Auf Facebook und Instagram setzt er sich immer wieder für das Recht auf Leben und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein.

kath.net: Herr Hüppe, Sie haben auf Ihrem Facebook- und Instagram-Account die zunehmende Aggression der Abtreibungslobby kritisiert und dazu einige Fotos von Farbanschlägen auf Kirchen und eine Schwangerschaftsberatungsstelle gezeigt. Was hat Sie dazu veranlasst?


Hüppe: Ich will darauf hinweisen, dass die Lebensfeinde, die sich selber als „Pro Choice“ bezeichnen, immer militanter werden. Inzwischen werden die Drohungen dieser Abtreibungsbefürworter immer gefährlicher und die Sprache immer brutaler. So wurde anlässlich ein Filmvorführung des Pro Life Films „Unplanned“ die Drohung „Abtreibungsgegnerinnen: Wir kriegen euch alle“ an die Kirchenmauer gesprüht. Das erinnert an dunkle Zeiten. In Münster wurde schon vor etwas längerer Zeit das Kardinal-von-Galen-Denkmal geschändet, weil in Münster Christen friedlich für das Menschenrecht auf Leben demonstriert haben.

Entweder hatten die Täter keine Geschichtskenntnisse oder es hat sie tatsächlich gestört, dass der Kardinal sich während der Nazizeit die organisierte staatliche Tötung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen durch die Nationalsozialisten kritisiert hatte. Das zeigt aber auch das wahre Gesicht von „Pro Choice“. Dem entspricht auch die Wortwahl. Schon früher gab es so widerwärtige Parolen wie „Hätt Maria abgetrieben, wärt Ihr uns erspart geblieben“.

Jetzt wird zum Töten aufgerufen. Der Spruch bei einem Farbanschlag auf ein Schwangerenberatungsstelle in Münster – „Föten töten“ – zeigt die Menschenverachtung dieser „Pro Choice“-Extremisten. Es demaskiert aber auch die Argumentation der Abtreibungslobby, die jahrelang behauptet hat, sie sei ja auch für das Leben.

kath.net: Auf Ihren Seiten kritisieren Sie auch in dem Zusammenhang verschiedene Parteien, Organisationen und einige Medien.

Hüppe: In Münster haben die SPD, Die Grünen, Die Linke, Pro Familia zusammen mit Radikalen anlässlich des 1000-Kreuze-Marsches für das Leben zu Gegenprotesten aufgerufen. Eine Verurteilung der Anschläge im Zusammenhang mit diesen Protesten konnte ich hinterher nicht wahrnehmen.

Gleiches gilt für die größte Lebensrechtsveranstaltung des Bundesverbandes Lebensrecht, den jährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin. Auch hier machen diese Parteien und Organisationen gemeinsame Sache. In beiden Fällen gab es auch Gewalt gegen Lebensrechtler. Eine deutliche Distanzierung konnte ich bei den rotgrünen Parteien und Pro Familia nicht wahrnehmen.

Auch die Medien haben bis auf wenige Ausnahmen keine Kritik geübt. Im Gegenteil, bei der linksalternativen Zeitung „taz“ habe ich eher mehr als nur klammheimliche Freude über die illegalen Aktionen verspürt.

In den öffentlich-rechtlichen Medien sieht es in dem Zusammenhang nicht viel besser aus. So wurde im Zusammenhang mit dem Urteil des polnischen Verfassungsgerichts, das entschieden hat, dass auch ein ungeborenes Kind mit Behinderungen ein Recht auf Leben hat, von Anschlägen auf Kirchen in Polen durch Abtreibungsbefürworter berichtet.

Anstatt einer Verurteilung dieser Gewalt, wurden die der Provokation und des Aufrufes zur Gewalt bezichtigt, die dazu aufriefen, Kirchen zu schützen.

kath.net: Auf Ihrer Facebook-Seite verlangen Sie auch die Beobachtung der „Pro Choice“ -Szene durch den Verfassungsschutz. Was sind Ihre Gründe?

Hüppe: Ich glaube, dass wird aus dem, was ich bisher gesagt habe, ziemlich deutlich. Zunächst kämpfen diese Leute gegen das fundamentale Grundrecht auf Leben. Das allein ist schon verfassungsfeindlich. Auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit wird nicht akzeptiert. Unter den Lebensfeinden gibt es offenbar gewaltbereite Gruppen, von denen sich Organisationen wie „Pro Familia“ aber auch manche Parteien gar nicht oder unzureichend distanzieren. Dabei sind allerdings auch ein paar Gruppen, die jetzt schon meist im Zusammenhang mit anderen Aktionen unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen. Man verlangt auf der einen Seite mit Recht, dass sich die Organisatoren von sogenannten „Querdenker-Demos“ von Rechtsradikalen besser abgrenzen. Warum gilt das eigentlich nicht für Demonstrationen, die sich gegen das Lebensrecht von ungeborenen Kindern richten?

Archivfoto Hubert Hüppe (c) Hubert Hüppe


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  3. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  4. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  5. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  6. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. "Derselbe Polarstern"
  10. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  11. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  12. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  15. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz