Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Burkina Faso: Christen und Muslime stehen nach Massaker zusammen

19. Juni 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach bislang blutigstem Übergriff ist die Angst im Land groß


München-Wien (kath.net/KIN)

Auch nach dem blutigsten Massaker seit Beginn der islamistischen Gewalt in Burkina Faso sei das Zusammenleben der Religionen und der interreligiöse Dialog nicht gefährdet. Das hat der katholische Bischof von Dori, Laurent Dabiré, gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) betont. „Das Land wird von unterschiedlichen Gruppen angegriffen, die den Islam als Mittel der Propaganda oder zur Mobilisierung nutzen.

 

Der Islam der bewaffneten Gruppen ist nicht der Islam unserer Brüder. Die Muslime Burkina Fasos werden selbst zum Ziel“, so der Bischof. Ihm zufolge funktioniere Burkina Faso das Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen oder Angehörigen anderer Religionen. Zusammenarbeit der Religionen bei der Versorgung von Flüchtlingen Einer Fortführung oder gar Intensivierung des interreligiösen Dialogs zwischen Christen und Muslimen stehe dahe


r nichts im Wege. „Wir müssen hoffen, dass der Dialog der Religionen zur Lösung der Probleme im Land beitragen kann.

Ich denke dabei besonders an die Flüchtlingsfrage.“ Aufgrund des islamistischen Terrors gibt es eine zunehmende Zahl an Binnenflüchtlingen; nach UN-Angaben sind es über eine Million. „Besonders in den vergangenen beiden Monaten hat die Zahl wegen der erneuten Angriffe zugenommen“, erklärte Bischof Dabiré. In der Nacht zum 5. Juni waren bei einem terroristischen Angriff mutmaßlich islamistischer Gruppen in dem Ort Solhan im Osten von Burkina Faso über 100 Personen ermordet worden.

 

Bischof Dabiré zufolge 2 sind die tatsächlichen Opferzahlen noch unklar und bewegten sich nach Medienberichten zwischen 100 bis 170. „Darunter sind auch vier Christen“, so der Bischof. Im Anschlagsort Solhan gebe es dem Bischof zufolge eine lebendige christliche Gemeinde. Bereits vor dem Anschlag aber seien viele Christen wegen der brenzligen Sicherheitslage geflohen. „Die Angst überkommt die Christen wie alle anderen vom Terror betroffenen Menschen in Burkina Faso auch. Sie haben als Christen allerdings einen zusätzlichen Grund, sich vor einem aufgezwungenen Islam zu fürchten. Sie könnten ihre Religionsfreiheit, ja ihr Leben verlieren“, erklärt der Bischof. „Massaker hat nicht nach Ethnie oder Religion unterschieden“

 

Die Angst vor weiteren Anschlägen sei religionsübergreifend groß: „Die Menschen sind sprachlos. Besonders die Menschen in der betroffenen Sahelzone fragen sich: Wer wird das nächste Ziel sein? Das Massaker hat nicht nach Ethnie oder Religion unterschieden“, sagte der Bischof. Noch sei unklar, wer genau die Täter waren, so Dabiré. „Man weiß nicht genau, wer warum angegriffen hat. Aber am plausibelsten ist es, anzunehmen, dass es sich um die bewaffneten Gruppen handelt, die seit 2015 das Land heimsuchen. Es ist eine weitere ihrer Untaten. Sie wollen dadurch zeigen, dass sie stark sind, und von sich reden machen.“

 

Burkina Faso wird seit 2015 von islamistischen Terrorgruppen heimgesucht. Dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ von „Kirche in Not“ zufolge ist es zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. Mit ungefähr 55 Prozent gehört die Mehrheit der Bewohner des Landes dem Islam an. Etwa 24 Prozent bekennen sich zum Christentum. Der Rest gehört traditionellen Religionen an.

 

Foto: Kinder in einem Flüchtlingslager in Burkina Faso. (c) Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christentum

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Christliche Literatur als Schlüssel zu einer verborgenen Welt
  3. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  4. Viel Schatten und einige Lichtblicke: „Kirche in Not“ Bilanz für 2020
  5. „Geburt des Sohnes Gottes begründet Einzigartigkeit des Christentums“
  6. „Die Christen im Libanon sollen auf die Hilfe von ,Kirche in Not’ zählen können“
  7. Libanon: Junge Christen leisten Nothilfe für Überlebende der Explosion von Beirut
  8. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  9. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben
  10. Algerien: In den Fußstapfen von Charles de Foucauld







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  3. EU finanziert Konferenz, welche die USA als ‚ausländische Informationsbedrohung‘ charakterisiert
  4. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  5. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  6. Vatikan teilt mit: Papst nach Lungen-Eingriff wohlauf
  7. Papst wird noch am Dienstag-Nachmittag operiert
  8. Was eine Messe wiegt
  9. Eucharistischer Weltkongress 2028 in Sydney - 24. Sept. bis 1. Oktober 2028
  10. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  11. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  12. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  13. „Taste the North“ - kulinarischen Reise durch den Norden Europas. Ein Kochbuch vom Bonifatiuswerk
  14. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  15. Apostolisch und nix anderes

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz