Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  8. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Pensionierter Pastor in Nordirland nach Predigt in Schutzzone um Abtreibungsklinik verurteilt

18. Mai 2026 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Seine Verurteilung für eine Predigt über eine Stelle im Johannesevangelium verheiße nichts Gutes für die Redefreiheit, sagt Pastor Clive Johnston nach dem Urteil.


Coleraine (kath.net/jg)
Ein 78-jähriger pensionierter Pastor ist in Nordirland wegen einer Predigt über einen bekannten Bibelvers in der Nähe eines Krankenhauses zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Fall löst eine Debatte über Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit aus, berichtet Fox News.

Clive Johnston wurde am 7. Mai 2026 vom Bezirksgericht in Coleraine schuldig gesprochen, gegen den „Abortion Services (Safe Access Zones) Act“ verstoßen zu haben. Der Vorfall ereignete sich bereits am 7. Juli 2024 vor dem Causeway Hospital in Coleraine.

Das Gesetz errichtet Schutzzonen im Umkreis von 100 Metern um Einrichtungen, in denen Abtreibungen durchgeführt werden. Innerhalb dieser Zonen ist es verboten, Personen „zu beeinflussen“, den Zugang zu behindern oder „Belästigung, Angst oder Bedrängnis“ zu verursachen.


Johnston wurde vorgeworfen, in der Schutzzone gepredigt zu haben. Laut Berichten las er unter anderem den Vers Johannes 3,16 vor: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Der Pastor erwähnte Abtreibung in seiner Predigt nicht. Er könnte damit der erste Fall sein, in dem jemand allein wegen einer allgemeinen Predigt über das Evangelium unter diesem Gesetz verurteilt wurde.

„Ich war natürlich tief betrübt über das Urteil“, sagte Johnston gegenüber Fox News Digital. „Mit 78 Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, einen Gerichtssaal mit einer strafrechtlichen Verurteilung wegen der Verkündigung des christlichen Evangeliums zu verlassen.“ Er äußerte vor allem Sorge um die Auswirkungen auf die Grundfreiheiten im Land: „Es wird ein friedliches christliches Zeugnis als unzulässige ‚Beeinflussung‘ umdefiniert.“

Der Pastor wurde zu einer Geldstrafe von 450 Pfund (rund 518 Euro) verurteilt. Er prüft derzeit eine Berufung. Die christliche Organisation The Christian Institute, die ihn juristisch unterstützt hat, sprach von einem „dunklen Tag für die christliche Freiheit“ und warnte vor einer schleichenden Zensur.

Johnston betonte, er habe bewusst innerhalb der Zone gepredigt, um gegen den einschüchternden Effekt solcher Bereiche vorzugehen. Er rief andere Christen auf, trotz möglicher Konsequenzen mit „Gnade, Frieden und Mut“ weiterhin ihren Glauben zu leben.

Ähnliche „Schutzzonen“ existieren auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreichs. In der Vergangenheit kam es zu Verfahren gegen Personen, die schweigend gebetet oder Schilder mit harmlosen Aufschriften gehalten hatten. Kritiker sehen in den Gesetzen eine zu weite Auslegung, die friedliche Meinungsäußerungen und religiöse Betätigung einschränkt.

Auch das US-Außenministerium hatte den Fall vor der Verhandlung beobachtet und äußerte sich besorgt über Entwicklungen bezüglich freier Meinungsäußerung und Religionsfreiheit im Vereinigten Königreich.

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Jothekieker 18. Mai 2026 
 

Zeit für einen Regimewechsel

Mit der Politik, die hinter diesem Urteil steckt, hat sich Labour bei den Kommunalwahlen eine derbe Klatsche eingefangen. Nun ist es Zeit, nicht nur Starmer auszutauschen, sondern das Unterhaus neu zu wählen, damit GB wieder gesund werden kann.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Abtreibung

  1. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  2. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  3. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  4. USA: Frauen klagen Planned Parenthood wegen Druck in Richtung Abtreibung
  5. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  6. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  7. Argentinien tritt Lebensschutz-Koalition bei

Nordirland

  1. Nordirland: Christliche Kirchen müssen angeben, ob sie gleichgeschlechtliche Paare trauen oder nicht
  2. Britisches Parlament will Abtreibung in Nordirland liberalisieren
  3. Großunternehmen wollen ‚Homo-Ehe’ in Nordirland
  4. Protestant Paisley nannte den Konvertiten Tony Blair einen 'Trottel'
  5. Nordirland: Protestant verurteilt Ausschreitungen
  6. Nordirische Schüler sollen keine Kruzifixe mehr tragen dürfen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  3. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  4. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  5. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  6. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  7. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  8. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"
  9. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  10. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus
  11. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles
  12. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  13. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  14. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz