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Nordirland: Protestant verurteilt Ausschreitungen

16. Juli 2013 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Evangelischer Pastor: In die Kirche gehen, statt Krawall zu schlagen


Belfast (kath.net/idea) In Nordirland hat ein evangelischer Pastor die Ausschreitungen radikaler Protestanten verurteilt. Er empfinde Abscheu für die „hirnlose Gewalt“, sagte Jack McKee von der Neues-Leben-Gemeinde in der City von Belfast.

Seine Kritik richte sich nicht gegen friedliche Proteste, die in jeder Demokratie erlaubt sein müssten, teilte McKee im Internet-Netzwerk Facebook mit. Er sehe sich im Einklang mit der großen Mehrheit der Menschen in Nordirland, ungeachtet ihres Glaubens oder ihrer Kultur. Der Pastor rief die Protestierenden auf, zu Gottesdiensten in die Kirchen zu kommen.


Vom 12. Juli an war es jede Nacht in Belfast zu Krawallen gekommen. Vermummte Jugendliche bewarfen Polizisten mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen. Die Gesetzeshüter gingen mit Gummigeschossen gegen die Angreifer vor. Etwa 35 Personen wurden vorläufig festgenommen. Allein in der ersten Nacht wurden 32 Polizisten verletzt.

Die Unruhen waren durch ein Verbot ausgelöst worden, den traditionellen Marsch des protestantischen Oranierordens durch eine Straße im Norden Belfasts führen zu lassen. Mit der Parade am 12. Juli erinnert der Orden an den Sieg von Wilhelm von Oranien über den katholischen König Jakob II. im Jahr 1690. Im britischen Nordirland bekämpfen sich seit Jahrzehnten Protestanten, die für die Zugehörigkeit zu Großbritannien eintreten, und Katholiken, die den Anschluss an die Republik Irland anstreben. Von den etwa 1,7 Millionen Einwohnern sind 53 Prozent evangelisch und 44 Prozent katholisch. Der Rest gehört keiner oder einer anderen Religion an.


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Lesermeinungen

 Wischy 18. Juli 2013 
 

Bewusste Provokation

Endlich erhebt ein protestantischer Pfarrer seine Stimme gegen einen Brauch, der auch nur als bewusste Provokation aufgefasst werden kann. Wenn protestantische Iren, die sich als Briten fühlen, in Erinnerung an einen früheren Sieg über die Katholiken im Triumph ausgerechnet durch katholische Viertel ziehen, dann provozieren sie bewusst. Dann empfinden die katholischen Iren ihre Mitbürger als Okkupanten, die sie am liebsten vertreiben möchten, statt als Mitbürger, die selber auch dazu beitragen, zu einer Einigung zu kommen. Wieso verstehen die "protestantischen Briten" das nicht? Hier mischen sich nationale und religiöse Motive unheilvoll.


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 elmar69 16. Juli 2013 
 

Benennung der Streithähne

Man sollte die Streithähne eigentlich nicht nach Ihrer Konfessionszugehörigkeit benennen.

Die Auseinandersetzung hat überhaupt nichts mit religiösen Ansichten zu tun.

Sinnvollerweise sollte man von Iren und Briten reden. Der Konflikt stammt aus der Zeit, als Irland noch britische Kolonie war, im Befreiungskrieg konnte halt nicht die ganze Insel von den Besatzern befreit werden.


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