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US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil

vor 4 Stunden in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
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Kritiker werden Bischof Michael Sis nun Doppelmoral vor.


San Angelo (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Michael J. Sis, der Bischof von San Angelo in Texas, hat Katholiken davor gewarnt, Messen der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) zu besuchen. Gleichzeitig hat er selbst 2023 an einer interreligiösen Chanukka-Feier teilgenommen – eine Praxis, die in der katholischen Lehre als problematisch gilt.

In einem Schreiben vom 13. Juli bekräftigte Bischof Sis die Position des Vatikans gegenüber der FSSPX. Er erklärte, dass die Priester der Bruderschaft die Sakramente „unrechtmäßig“ spenden würden und dass die Beichte und Eheschließungen durch sie ungültig seien. Er empfahl den Gläubigen in seiner Diözese, stattdessen eine erlaubte tridentinische Messe in der Kirche St. Margaret of Scotland zu besuchen.


Kritiker werfen Sis nun Doppelmoral vor. Während er vor der Teilnahme an FSSPX-Messen warnt, hatte er 2023 aktiv an einer „Interreligiösen Chanukka-Feier“ mit jüdischen und methodistischen Glaubensvertretern mitgewirkt und war auch an der Organisation beteiligt. Die Feier endete mit der Entzündung einer Menora. In der Ankündigung der Diözese war ein Symbolbaum mit Zeichen verschiedener Religionen – darunter Islam, Buddhismus und Hinduismus – abgebildet.

Bei der Veranstaltung erklärte Bischof Sis: „Indem wir die Religionen des anderen ehren und respektvoll an kulturellen und religiösen Zeremonien teilnehmen, öffnen wir die Augen für die Erfahrung des anderen und sehen, wie sie ihren Glauben leben und Gott ehren.“

Die katholische Moraltheologie sieht die aktive Teilnahme an nicht-christlichen religiösen Riten weitgehend skeptisch. Theologen wie P. Thomas Slater SJ wiesen darauf hin, dass jüdische Zeremonien nach der Ankunft des Messias nicht mehr ohne Aberglauben praktiziert werden könnten.

 

 


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Lesermeinungen

 Cosmas vor 3 Stunden 
 

@Christine

Ich stimme Ihnen ganz zu! Das Ökumenismusdekret gibt das nicht her! Aber das ist es ja, was ich kritisiere: als real-faktische Folge eines falschen Ökumenismusverständnisses, das sich aber durchgesetzt hat, gibt es solche Aktionen. Und ich schaue nur noch darauf, was real geschieht, was Bischöfe tun. Was irgendwo ganz katholisch geschrieben steht, oder gesagt wird, ist leider völlig sekundär. Darum kümmern sich sehr viele Bischöfe nicht!


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 naiverkatholik vor 3 Stunden 
 

Chanukkateilnahme ist nicht unvereinbar mit Glauben an Gottheit Christi

Alle katholischen Bischöfe der Welt raten wegen irregulärem kirchenrechtlichen Status von FSSPX-Messen ab, nicht nur Bischof Sis.
So, jetzt zu Chanukka.Ich lasse mir von niemandem eine Teilnahme daran schlechtreden. Eines ist glasklar, der Glaube an die wahre Gottheit und wahre Menschheit Jesu ist bleibende Basis für den Katholiken. Das braucht er bei Chanukkateilnahme nicht zu verleugnen. In Chanukka wird übrigens gefeiert, dass sich genau nicht die liberale griechische Offenheit mit Zeusaltar im Tempel etc.durchsetzte, sondern der alte strenge Jahweglaube. Wenn ich ein Chanukkalicht entzünden dürfte, wie es manche Politikerim Dezember tun, würde ich das auch tun. Ich würde den jüdischen Geschwistern aber sagen, ich tue es als Katholik mit Bekenntnis zu Christus als dem Licht der Welt, aber aus Respekt vor der Geschichte des jüdischen Volkes.


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 Versusdeum vor 3 Stunden 
 

Das ganze Bistum in eine Hl. Messe zwängen?

(Fast) Immer das gleiche: Man warnt vor Pius und verweist auf Petrus, lässt aber gleichzeitig gar keine oder nur eine einzige Hl. Messe im überlieferten Ritus im kompletten Bistum als Alibiveranstaltung zu. Wie viele Gläubige passen wohl in diese (erfahrungsgemäß oft kleinen) Kirchen? Wie viele Gläubige könnten diese Hl. Messen überhaupt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ohne Hotelübernachtung besuchen bzw. wie lange / wie viele Stunden wären sie mit Auto / öffentlich unterwegs?
Zweierlei Maß und eine größere Toleranz gegenüber allem "Fremden" (selbst bei der Anbetung von Götzendarstellungen wie der "Pachamama"!) als der eigenen Glaubens- und Liturgietradition gegenüber, ist ja leider inzwischen schon fast "Standard".


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 Christine vor 3 Stunden 

@Cosmas

Bischof Sis kann sich bei der Teilnahme an der Feier nicht auf das Ökumenismusdekret „Unitatis Redintegratio" berufen, denn das gibt es nicht her. Der Begriff „Ökumene“ bezieht sich im Kontext ausschließlich auf die christliche Einheit und nicht einfach auf die religiöse Einheit.

Nichts ist dem Ökumenismus so fremd wie ein falscher Irenismus, in dem die Reinheit der katholischen Lehre verloren geht und ihre wahre und sichere Bedeutung verdunkelt wird.
Es geht in den Dokumenten nicht um die Veränderung des Glaubensgutes, die Umdeutung von Dogmen, die Streichung wesentlicher Wörter, die Anpassung der Wahrheit oder die Unterdrückung bestimmter Glaubensartikel. Die von Gott gewollte Einheit kann nur durch die uneingeschränkte Befolgung des geoffenbarten Glaubensinhalts durch alle erreicht werden.

Der Hl. Paulus besuchte Athen und erkannte die Religiosität der Einwohner an. Er wies auf das Gute in ihren Bräuchen hin und rief sie dann dazu auf, den Glauben hin zum wahren Gott zu leben Apg

www.tradrecovery.com/_files/ugd/fe1e74_8dda3024ac554b2e989eb5115a493ad7.pdf


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 Cosmas vor 4 Stunden 
 

Das ist eben die real-faktische Auslegung des Ökumenismusdekrets „Unitatis Redintegratio"

die die Piusbruderschaft zurecht kritisiert und die ihr das Vertrauen nimmt.


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 Amt X vor 4 Stunden 
 

Da mahnt Bischof Sis die Gläubigen: „Keine FSSPX-Messen!“ – aber für Chanukka gilt dann offenbar: „Immerhin wird’s mit der Menora richtig schön interreligiös.“ Doppelmoral? Nein, sagen wir lieber: derselbe Maßstab – nur einmal nach links, einmal nach rechts.


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