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US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil

17. Juli 2026 in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Kritiker werden Bischof Michael Sis nun Doppelmoral vor.


San Angelo (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Michael J. Sis, der Bischof von San Angelo in Texas, hat Katholiken davor gewarnt, Messen der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) zu besuchen. Gleichzeitig hat er selbst 2023 an einer interreligiösen Chanukka-Feier teilgenommen – eine Praxis, die in der katholischen Lehre als problematisch gilt.

In einem Schreiben vom 13. Juli bekräftigte Bischof Sis die Position des Vatikans gegenüber der FSSPX. Er erklärte, dass die Priester der Bruderschaft die Sakramente „unrechtmäßig“ spenden würden und dass die Beichte und Eheschließungen durch sie ungültig seien. Er empfahl den Gläubigen in seiner Diözese, stattdessen eine erlaubte tridentinische Messe in der Kirche St. Margaret of Scotland zu besuchen.


Kritiker werfen Sis nun Doppelmoral vor. Während er vor der Teilnahme an FSSPX-Messen warnt, hatte er 2023 aktiv an einer „Interreligiösen Chanukka-Feier“ mit jüdischen und methodistischen Glaubensvertretern mitgewirkt und war auch an der Organisation beteiligt. Die Feier endete mit der Entzündung einer Menora. In der Ankündigung der Diözese war ein Symbolbaum mit Zeichen verschiedener Religionen – darunter Islam, Buddhismus und Hinduismus – abgebildet.

Bei der Veranstaltung erklärte Bischof Sis: „Indem wir die Religionen des anderen ehren und respektvoll an kulturellen und religiösen Zeremonien teilnehmen, öffnen wir die Augen für die Erfahrung des anderen und sehen, wie sie ihren Glauben leben und Gott ehren.“

Die katholische Moraltheologie sieht die aktive Teilnahme an nicht-christlichen religiösen Riten weitgehend skeptisch. Theologen wie P. Thomas Slater SJ wiesen darauf hin, dass jüdische Zeremonien nach der Ankunft des Messias nicht mehr ohne Aberglauben praktiziert werden könnten.

 

 


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