![]() |
Loginoder neu registrieren? |
|||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
| ||||||
SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“vor 4 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung War die ermordete britische Politikerin vielleicht christliche Märtyrerin und auch Märtyrerin für die Meinungsfreihei“? Das fragt Gavin Ashenden, ehemaliger anglikanischer Priester und Vertrauter von Queen Elizabeth, nun bekannter katholischer Autor London (kath.net/pl) Die britische Polizei hat einen offenbar dringend tatverdächtigen 28-jährigen „weißen Mann“ festgenommen, der beschuldigt ist, Mitte vergangener Woche die bekannte britische Ex-Ministerin, Parlamentarierin, Konvertitin zur katholische Kirche, TV-Entertainerin und ausdrückliche Befürworterin der Meinungsfreiheit, Ann Widdecombe (78), auf ihrem ländlichen Anwesen erschlagen zu haben. Über ein mögliches Tatmotiv schweigt sich die Polizei bisher aus. Er wolle „darüber nachdenken, was geschehen würde, wenn sich herausstellte, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war: sowohl eine christliche Märtyrerin als auch eine Märtyrerin für die Meinungsfreiheit – und für jene Gesellschaft, die wir alle als selbstverständlich hingenommen haben und in der wir eine Zeit lang gelebt haben“. Das schreibt nun der in Großbritannien prominente Publizist Gavin Ashenden auf seinem eigenen Blog. Er war anglikanischer Priester und Theologe und wurde 2019 katholisch. Er ist in Großbritannien und darüber hinaus weiterhin eine gut vernehmbare und meinungsstarke öffentliche Stimme. Denn man könne zwar zunächst fragen, ob es sich bei dem Mord nur „um einen missglückten Einbruch“ gehandelt habe, doch dies sei „extrem unwahrscheinlich“. Tatsache sei jedenfalls, gibt Ashenden zu bedenken: „Als sie starb, ging – so schien es mir – die gesamte linke Szene online, um sie herabzuwürdigen und mit den schlimmsten Schimpfnamen zu belegen. Sie begrüßten ihren Tod. Sie trieften vor Gewaltbereitschaft. Sie feierten ihr Ende. Diese ‚netten, freundlichen‘ Menschen – ich sage ‚nett‘ und ‚freundlich‘, weil sie sich selbst so darstellen; sie halten sich für Leute, die nette, freundliche Dinge tun – ließen ein Ausmaß an Aggression und Beschimpfungen walten, das geradezu obszön war.“ Zwar sollte man nicht darüber spekulieren, „welche Art von Mensch sie womöglich getötet hat. Doch sollte es sich um jemanden aus dem linken statt aus dem rechten Spektrum gehandelt haben, könnte es sich um eine Person handeln, die über ihre moralische Haltung in Rage geraten war. Natürlich könne es, so Ashenden, „auch ein Immigrant gewesen sein, dem Anns Forderung, sich mit dem Thema Einwanderung auseinanderzusetzen, missfiel. Genau deshalb erklärte die Polizei umgehend, es handele sich nicht um einen ‚terroristischen Hintergrund‘. Welchen überzeugenderen Grund gäbe es wohl für die Annahme, dass es sich doch darum gehandelt haben muss?“ Gewaltbereit seien derzeit zwei Gruppen, vertritt Ashenden: zum einen jene „Terrorgruppe, die Bomben in Veranstaltungsarenen zündet und unsere Kinder tötet, und der Gruppe von Menschen mit Geschlechtsdysphorie, die sich ‚Bash Back‘ nennt, Menschen verprügelt und mit weiterer Gewalt droht. Ann wurde Opfer eines solchen ‚Bash Back‘ – ein Schlag auf den Kopf –, der ihren Tod zur Folge hatte. Zufall? Wir werden sehen.“ Falls es sich aber tatsächlich um „einen ideologisch motivierten Mord“ handle, „würde Ann Widdecombe für uns zu einer Art Märtyrerin werden“, zu einer „katholischen Märtyrerin für die Wahrheit oder zu einer politischen Märtyrerin für die alten Werte“. In einem anderen Beitrag auf seinem Blog hatte Ashenden bereits am Vortag äußerst wertschätzend auf die Verstorbene zurückgeblickt: „Ann war für mich die erste Ansprechpartnerin, wenn es um Interviews zu kontroversen Themen ging, die einen besonnenen, ehrlichen, klaren und erfahrenen katholischen Verstand erforderten. In den letzten Jahren rief ich sie oft an und fragte, ob sie mit mir über eine dringende Angelegenheit sprechen würde. Sie sagte stets zu.“ Ann „war einfach sie selbst. Sie tat nichts, um sich beliebter zu machen oder Zustimmung zu erlangen. Sie akzeptierte einen so, wie man war, und bat darum, ebenfalls so akzeptiert zu werden, wie sie war – aufgrund der Stichhaltigkeit ihrer Argumente, ihrer Ansichten, ihres Verhaltens und ihrer Überzeugungen.“ Ihr Leben lang sei „der Glaube für Ann Widdecombe mehr als nur eine Frage persönlicher Überzeugungen“ gewesen, er habe vielmehr „das Fundament ihrer gesamten Lebenshaltung“ dargestellt, schildert Ashenden in seinem Nachruf. „Ich tue einfach das, was ich für richtig halte und den Rest überlasse ich Gott“, habe sie einmal gesagt. Nicht erst ihr Tod, sondern ihr gesamter Lebensweg“ sei „außergewöhnlich“ gewesen. Über ihre Wechsel vom anglikanischen zum katholischen Glauben hatte sie, zitiert Ashenden, gesagt: „Jahrelang war ich desillusioniert darüber, dass die Church of England in allen Fragen Kompromisse einging.“ Die Art und Weise, wie die Kirche die Debatte führte, habe sie als zutiefst ernüchternd empfunden. Die einzige Frage, die man sich zu stellen schien, habe gelautet: „Wird das für die Außenwelt akzeptabel sein?“, anstatt: „Ist das theologisch vertretbar?“ Ihr Hauptkritikpunkt sei gewesen, dass die Kirche damit ihre eigentliche Aufgabe aufgebe: nämlich zu führen, anstatt nur zu folgen. Doch es habe sie selbst überrascht, dass sie Katholikin geworden sei. Dazu sagte sie später rückblickend: „Der katholischen Kirche ist es gleichgültig, ob etwas unpopulär ist … Wenn etwas wahr ist, dann ist es wahr; und wenn es falsch ist, dann ist es falsch.“ Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
| |||
![]() | ||||||
© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz | ||||||