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"Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"17. Juli 2026 in Spirituelles, 44 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Diskussion über die Alte Messe berge die Gefahr in sich, die Menschen vom Wesentlichen abzulenken, warnt der französische Priester Père Michel-Marie Zanotti- Sorkine.
Paris (kath.net/jg)
Der französische Priester Père Michel-Marie Zanotti-Sorkine hat in einem Interview mit Academia Christiana zu einer Beruhigung in der Diskussion um die Messe im alten Ritus aufgerufen. Im Zentrum sollte Christus stehen, nicht die Frage der Liturgie, betont er.
„Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen“, warnt Zanotti-Sorkine. Er sieht die Frage pragmatisch. „Zur Messe des Heiligen Pius V. gehen oder die FSSPX besuchen? [...] Geht hin, wenn es eure Seele nährt, aber hört auf, eure Zeit mit diesen Kapellenkriegen zu verschwenden“, sagt er wörtlich. 
Die Diskussion um die Liturgie berge eine große Gefahr in sich. „Die ‚kleine interne Kirchenpolitik‘ ist eine monumentale spirituelle Falle, die uns vom Wesentlichen abbringen soll: von Christus“, sagt Zanotti-Sorkine.
Das Video ist ein kurzer Ausschnitt aus einem längeren Interview, das Zanotti-Sorkine dem französischen Institut Academia Christiana gegeben hat. Das etwa eine Stunde dauernde Gespräch ist am 13. Juli auf YouTube veröffentlicht worden.
Foto: Symbolbild Messe im alten Ritus
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Lesermeinungen| | Wilolf 22. Juli 2026 | | | | @Versusdeum: Gerne hier das gewünschte Bessere: München-Altstadt, Kreuzkirche, Petrusbruderschaft, Sonn- und Feiertag 7.30 Uhr, 9.30 Uhr, 18.00 Uhr, Mo, Di und Sa 8.00 Uhr, Mi – Fr. 18.00 Uhr.
Eine gute und aktuelle Zusammenstellung der regelmäßigen tridentinischen Hl. Messen (exklusive Piusbruderschaft) im deutschen Sprachraum mit Karte und Links zu anderen europäischen Ländern im Link: www.pro-missa-tridentina.org/heilige-messen/regelmaessige-gottesdienste.htm |  1
| | | | | Toretto 22. Juli 2026 | | | | Papst Leo XIV. fährt im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe jedoch einen deutlichen Versöhnungskurs.
Er hat den Vatikan angewiesen, großzügig weitreichende Ausnahmegenehmigungen zu gewähren, um die liturgische Spaltung zu überwinden und den Bedürfnissen der traditionalistischen Gläubigen entgegenzukommen.
Ein konkretes Beispiel Großbritannien: Der Apostolische Nuntius in Großbritannien, Miguel Maury Buendía, informierte die Bischöfe von England und Wales bei ihrer Herbstvollversammlung offiziell darüber, dass Papst Leo XIV. jedem Bischof, der dies beantragt, weitreichende Ausnahmegenehmigungen zur Feier der alten Messe erteilen wird.
In einem offiziellen Schreiben zur Frühjahrsversammlung der französischen Bischöfe warnte der Papst ausdrücklich davor, dass durch die harten Ausgrenzungen „eine Wunde hinsichtlich der Feier der Messe aufbreche“. Er forderte die Bischöfe formell dazu auf, Lösungen zu finden, um Gläubige, die sich der alten Messe verbunden fühlen, „großzügig einzubeziehen“ |  1
| | | | | Versusdeum 22. Juli 2026 | | | | @Toretto Sie haben den unseligen "Gefängniswärter der Tradition" (TC) vergessen, der es bis heute jedem Ortsbischof erlaubt, den überlieferten Ritus der Kirche nach Belieben und ohne Rücksprache mit Rom zu verbieten. Und ich kenne in Deutschland nur jeweils eine oder gar keine Sonntagsmesse der Petrusbruderschaft (gerne lasse ich mich eines besseren belehren), die z.B. in München auch in einer sehr kleinen Kirche zelebriert wird. So etwas nennt man "Alibifunktion": "Wir erlauben es doch! Geht also zu Petrus, statt zu Pius". Wirklich? Zum Vergleich: Pius bietet in München in der deutlich größeren Kirche drei Hl. Messen an (Frühmesse, Hochamt, Abendmesse), während der Coronazeit waren es sogar fünf, damit niemand abgewiesen werden musste, während die Amtskirche die Zahl der Hl. Messen oft sogar verringerte oder ganz hinter der gnadenlosen 2G-Panzertür versperrte! |  1
| | | | | pfaelzer76857 22. Juli 2026 | | | |
Wenn ein Bischof der Piussekte in der "alten Messe" die "neue Messe" als grundsätzlich und pauschal als "übel" und "schlecht" bezeichnet, sollte das hellhörig machen.
Wer sprach da durch Herrn Fellay? Der Dämon jubelt über solche Worte eines Mannes, die von den Gläubigen seiner Bruderschaft nicht hinterfragt werden. Ausgesprochen in einer Eucharistiefeier.
Deshalb kann man nur bestätigen, was diese Headline hier beschreibt. |  4
| | | | | Toretto 21. Juli 2026 | | | |
Nein, bei der Exkommunikation der Piusbruderschaft geht es rechtlich und theologisch nicht um die „Alte Messe“.
Der wahre Grund: Ein unzulässiger Machtakt (Schisma)Der rechtliche Grund für die automatische Exkommunikation ist der schwere Ungehorsam gegen die Autorität des Papstes:Die Piusbruderschaft hat am 1. Juli 2026 eigenmächtig neue Bischöfe geweiht, ohne dass dafür ein päpstliches Mandat (eine Erlaubnis des Papstes) vorlag.Nach dem Kirchenrecht (Can. 1382 CIC) zieht sich jeder, der ohne päpstlichen Auftrag eine Bischofsweihe vollzieht oder empfängt, automatisch die Exkommunikation zu.
Der Beweis: Die Erlaubnis für papsttreue Gemeinschaften
Dass es dem Vatikan nicht um das Verbot der Alten Messe geht, zeigt der Umgang mit anderen traditionellen Gruppen:Gemeinschaften wie die Petrusbruderschaft (FSSP) feiern exakt dieselbe Alte Messe wie die Piusbrüder.
Der entscheidende Unterschied ist: Die Petrusbruderschaft ist papsttreu und erkennt das Zweite Vatikanische Konzil an. |  5
| | | | | Wilolf 21. Juli 2026 | | | | Auch @Christine und Hardenberg Haben Sie den Titel des Beitrags gelesen? Wollen Sie allen Lesern die Richtigkeit dieser Überschrift beweisen?
Selbst, wenn Sie glauben sollten, die Piusbrüder wären Ihre Feinde: Sollen wir Christen unsere Feinde lieben oder beschimpfen? |  3
| | | | | Christine 21. Juli 2026 | |  | katholisch @Wynfried
"Selbst wenn die Piusbruderschaft..., ihre Messe ist katholisch."
Ja, sie sagen zu Recht, sie ist katholisch.
Vielleicht lefebvre-katholisch-schismatisch, aber nicht mehr römisch-katholisch.
Es kommt auf die "Intention" an (das zu tun, was man in Einheit mit der röm.-kath. Kirche tut, nicht irgendein nebulöses "ewiges Rom").
Der "Buchstabe" (Texte des Vetus Ordo) bzw. gegenteilig erklärte Absichten zum Schisma in der vollzogenen Handlung alleine reichen nicht aus. www.youtube.com/live/coRMB4S-XYE |  1
| | | | | Wynfried 20. Juli 2026 | |  | @ Christine und Hardenberg Selbst wenn die Piusbruderschaft eine „Sekte“ wäre (was ich so nicht teilen kann), ihre Messe ist katholisch. |  4
| | | | | Hardenberg 20. Juli 2026 | | | | @Christine DANKE. Es ist eben doch eine sich verkleidende Sekte. Diabolisch. |  2
| | | | | Christine 20. Juli 2026 | |  | Ist die Piusbruderschaft eine Sekte? Verschiedene Kriterien, die typisch für eine Sekte sind:
+ Unbedingte Treue zum Anführer/zur Gruppe
+ Die Gruppe hat immer recht
+ Wir-gegen-die-Mentalität / Angst vor oder Ablehnung der „Außenwelt“
+ Keine Rechenschaftspflicht
+ Abkapselung und Ausgrenzung derer, die austreten
+ Anhänger werden von Scham/Schuldgefühlen kontrolliert
+ Der Zweck heiligt die Mittel
+ Elitäre Mentalität
+ Die Führungsebene gibt die Regeln sehr detailliert vor
usw.
Eine Umfrage an ehemalige FSSPXler brachte folgendes zum Vorschein: www.tradrecovery.com/_files/ugd/fe1e74_e337083244c2446d8303653a5088fceb.pdf |  3
| | | | | discipulus 18. Juli 2026 | | | | @Hardenberg: Eheassistenz Besten Dank für Ihre Antwort. Es mag sein, daß Sie recht haben... Ich hatte es damals anders interpretiert, aber ich bin dem nicht weiter nachgegangen... Ich werde mal bei Gelegenheit schauen, ob ich die relevanten Dokumente finde.
So oder so können die Priester der Piusbruderschaft seit dem 01. Juli nicht mehr als Eheassistenz fungieren. |  1
| | | | | lakota 18. Juli 2026 | | | | @Hardenberg "Die überwältigende Anzahl von römischen Katholiken vermisst das Messbuch von 1962 nicht, sondern wünscht würdige Messen nach dem Messbuch von 1970."
Ich würde zu gerne wissen, wo denn diese "überwältigende Anzahl" von Katholiken lebt -
bei uns gibt es statistisch 2.643 Katholiken - im Schnitt gehen 50 sonntags in die Hl.Messe.
Die anderen 2.600 interessiert weder das Messbuch von 1962 noch das von 1970.
Traurig, aber wahr! |  2
| | | | | Hardenberg 18. Juli 2026 | | | | Sekte Der Begriff ist keineswegs ein Totschlagargument, sondern eine zutreffende Beschreibung, denn ob sie jetzt Schismatiker von der Piusbruderschaft schreiben und den Zustand von schizein (gr. abspalten; auch die Schizophrenie, die gespaltene Persönlichkeit kommt davon) ableiten oder von secare (lat. abschneiden), ist einerlei. Da hat sich eine Gruppe von der Zusage des Heils abgetrennt.
@Discipulus, ich habs erst heut gelesen:
Ich habe das mit der Eheassistenz so gelesen, dass der Papst den Bischöfen die Möglichkeit einräumt, die Eheassistenz zu erlauben. Natürlich kann er das auch an den Ortsbischöfen vorbei. Das ist ja gar keine Frage, kirchenrechtlich ist der Papst souveräner Gesetzgeber. Ich lass mich gern von Ihnen korrigieren! |  3
| | | | | doda 18. Juli 2026 | |  | @Fragender087 Meines Wissens, war einer der Gründe für TC, dass
Anhänger/ Mitglieder der Pius Bruderschaft die Messorte des "außerordentlichen Ritus" aufgesucht haben und dort gegen das II. Vatikanische Konzil und die sog. "neue Messe" agitiert haben.
Das hat zu Spannungen und Verletzungen geführt, wie ich es selbst wiederholt erlebt habe.
Ich denke es ist besser, rational und faktenbasiert zu argumentieren. |  1
| | | | | Cosmas 18. Juli 2026 | | | | #Hardenberg Sie verwenden wiederholt den Begriff "Piussekte", der unabhängig davon wer ihn erfunden hat, ein agitatorisches Totschlag-wort ist - so wie zb auch Klimaleugner. Man selbst ist der Gute, der andere der Schlechte - die Diskussion ist beendet. Wer solche Worte gebraucht, offenbart seine Diskussionskultur. Hardenberg locutus, Causa finita. |  4
| | | | | SarahK 18. Juli 2026 | | | | @Fragender, ok das konnte man ihrem Text nicht entnehmen, denn gerade Michel-Marie Zanotti-Sorkine „predigt“ so wie ich ihn kenne immer „kehrt um und glaubt an das Evangelium und seine Ansage auch in diesem Fall soweit ich sein Interview ganz verstanden habe ist das wir uns nicht über alte oder neue Messe streiten sollen, aber dass die Hl Messe heilig sein muss und eine würdige Liturgie ok, das sind jetzt meine Worte „kein liberale wir haben uns alle lieb“ Veranstaltung. Bei uns war gestern Gedenktag der Domweihe und ich hatte kurz überlegt hin zu fahren und dann auf dem insta account was über den Tag des Mobbings gelesen habe (und lachend gedacht habe, hey eigentlich wurde ich aus der Pfarre gemobt - Gott sei Dank) bin ich in unsere Hl Messe, und es war eine gute Entscheidung |  0
| | | | | Fragender087 17. Juli 2026 | | | | @ Sarah das war eine Antwort auf @ doda. Und es ärgert mich einfach, diese Art der Argumentation. |  1
| | | | | SarahK 17. Juli 2026 | | | | @Fragender wie würden Sie denn jemandem der merkt, dass Gott „entweder ganz oder gar nicht will“ (was ja auch katholisch und auch biblisch ist) und sich quasi against all odds für diesen Glauben entscheidet, weil er in sich schlüssig ist eingruppieren? Und auch erklären, dass es schon ok ist wenn Menschen die nicht im Stand der Gnade sind (in vielen Gällen auch gar nichts daran ändern wollen) leitende Funktionen ob Hauptlaisch oder nur als Ehrenamtlich übernehmen oder von der Kirche bezahlt werden. Es geht doch gar nicht über Gossip es geht doch darum, dass die Frommen, zu denen ich mich von allem genannten auch zählen würde, doch in den meisten Gemeinden die sind die unter den Tisch fallen. Also irgendwie verstehe ich überhaupt nicht was Sie eigentlich sagen wollen. Gibt es jetzt Regeln in der katholischen Kirche oder nicht? |  0
| | | | | Fragender087 17. Juli 2026 | | | | ich habe wen getroffen der war doof, deshalb ist der ganze Verein doof. So redet jeder über jeden, die Kirchenfernen über die Kirchennahen, die sehr Frommen über die Nichtsofrommen, die Konservativen über die Liberalen die Liberalen über die Konservativen und ja es ist menschlich, aber führt zu nichts. Natürlich gibt es gerade bei denen die fromm sein wollen und das sind nicht nur die Pius, sehr seltsame Exemplare, Nur bestätigt das eigentlich das Wort Jesu, dass er gekommen ist zu sammeln was verloren ist, |  2
| | | | | Hardenberg 17. Juli 2026 | | | | @Henoch Bischof Bätzing ist, wenn dann eine Exzellenz, keine Eminenz.
Beim Konzil hat ein gewisser Bischof L durchaus noch gesehen, dass es so 1962 eben nicht weitergehen kann. Die überwältigende Anzahl von römischen Katholiken vermisst das Messbuch von 1962 nicht, sondern wünscht würdige Messen nach dem Messbuch von 1970. |  2
| | | | | Hardenberg 17. Juli 2026 | | | | @Cosmas Die sehr gelungene Zusammenfassung des Problems mit dem Wort "Piussekte" stammt von @Gandalf. Dem danke ich sehr. |  2
| | | | | doda 17. Juli 2026 | |  | Zu den Ausführungen von @Stefan Fleischer und @Hardenberg Persönlich habe ich mehrfach an einem Messort der Petrus Bruderschaft dort anwesende Anhänger der Pius Bruderschaft ideologisch gegen die von ihnen so genannte "neue Messe" hetzen gehört. |  3
| | | | | Wynfried 17. Juli 2026 | |  | Versus Deum mal anders @ naiverkatholik
Solche Werktagsmessen wie von Ihnen beschrieben sind mir durch aus nicht unbekannt. Die subjektive Frömmigkeit der Beteiligten würde ich niemals in Abrede stellen und dass man hier auch ganz nah bei Christus sein kann.
Nur sind so gestaltete Messen objektiv gesehen einfach form- und distanzlos und von daher eher keine gute Lösung. Es fehlt die objektive Distanz vom Profanen zum Numinosen. Natürlich, wer fest im Glauben steht, für den ist das nicht von Nachteil, er kann sich auch hier in der subjektiven Begegnung mit Gott wiederfinden, aber das eigentliche „Mysterium tremendum et fascinosum“ geht dabei einfach verloren ... |  2
| | | | | Wilolf 17. Juli 2026 | | | | @Hardenberg „Es war das globale Verhalten der Anhänger des nichtreformierten Ritus und insbesondere Genau hier irren Sie sich. Wie unten schon einige Mitforisten klargestellt hatten, geht TC überhaupt nicht gegen Pius. Außerdem gibt es „globales Verhalten“ genausowenig, wie es kollektive Schuld gibt. TC war offensichtlich ideologisch veranlasst und wurde mit äußerst wackligen „Argumenten“ begründet, siehe Link. www.kath.net/news/87874 |  4
| | | | | Cosmas 17. Juli 2026 | | | | @hardenberg Ich finde, dass Stefan Fleischer - um in Ihrer Urteilsart zu bleiben - "natürlich nicht Recht hat".
Das ist aber ebenso unmaßgeblich, wie Ihre Zensuren, die Sie verteilen. Fühlen Sie sich berufen, hier zu urteilen, wer Recht hat und wer nicht? Im übrigen spricht Rom nicht von "Piussekte". Sie, Hardenberg, gerieren sich päpstlicher als der Papst. Diese zelotische Art zu eifern und sich hier als der überlegene rechtgläubiger Wisser aufzuführen, ist unangenehm. Und wirkt eher hochmütig als demütig. |  3
| | | | | Wilolf 17. Juli 2026 | | | | warum es TC überhaupt gegeben hat Genau TC ist ja das eine Problem: Mit TC wird nicht der Traditionalismus bekämpft, sondern die „Alte Messe“. Warum gab es das? Weil es auch im Vatikan ideologische „Kämpfer“ gab (und gibt).
Und das andere Problem ist, wenn die Piusbrüder die „Neue Messe“ als schlecht oder gar ungültig bezeichnen. Damit bekämpfen sie auch nicht den Modernismus. Warum tun die das dann? Ebenfalls aus Ideologie.
Die Hl. Messe ist aber die Hl. Messe – egal ob tridentinisch, novus ordo, ambrosianisch oder… Als Streitgegenstand gibt es nichts Ungeeigneteres als das allerheiligste Sakrament des Altares. Père Michel-Marie hat absolut recht: Über diesen Streit freut sich nur einer. |  4
| | | | | Henoch 17. Juli 2026 | | | | Man stelle sich folgende schöne Bekehrung vor: S. Eminenz Bischof Dr. Georg Bätzing feiert an jedem Freitag um 18 Uhr im Limburger Dom pracht- und gehaltvoll die "Alte Messe". |  0
| | | | | Wynfried 17. Juli 2026 | |  | @ Parcival Das haben Sie sehr schön beschrieben.
Und selbst innerhalb der lateinischen Kirche gab und gibt es verschiedene rechtlich anerkannte Ordensriten und lokale Riten, zum Beipsiel den Ritus der Dominikaner, den man bis in die 1960er Jahre in jeder größeren Stadt mitfeiern konnte, oder den Ritus der Karthäuser. Und es gab (und gibt) weiterhin die örtlichen Riten zum Beispiel von Mailand (ambrosianischer Ritus), Toledo (mozarabischer Ritus), Köln und Lyon. Im Unterschied zu den anderen genannten Städten haben die Kölner ihren Ritus im 18. Jahrhundert aufgegeben. Die eigenen gregorianischen Melodien der Erzdiözese Köln existieren aber bis heute. |  5
| | | | | Hardenberg 17. Juli 2026 | | | | @Stefan Fleischer Sie haben natürlich recht. Es war das globale Verhalten der Anhänger des nichtreformierten Ritus und insbesondere der Piussekte, die dem Vatikan ja gar keine andere Wahl gelassen haben. Rom darf sich von niemandem antreiben lassen, der sich für katholischer als Rom hält. |  6
| | | | | SarahK 17. Juli 2026 | | | | @naiverkatholik, ist ja schwer von Außen zu beurteilen. Wenn Sie sagen, alle „waren“ bei Christus, will man Ihnen das doch glauben. Ich habe es mal anders erlebt da waren die Anwesenden nicht andächtig bis dahin, dass eine als der Priester Christus auch in Gestalt des Blutes reichte, recht laut meinte „Ach du Sch..“. Zum Knien, ich habe meine junge erwachsene Tochter eben zum Flughafen gebracht und wir hatten darüber gesprochen wie es kommt, dass es in manchen Gemeinden Fromm katholisch zugeht und in manchen moralisch Narzistisch, irgendwie kamen wir auch aufs Knien und ich sagte ihr, dass manche Priester das mit früher gab es auch keine kniebänke verteidigen unfassbar meinte sie „früher hatten die Frauchen auch in der Kirche nichts zu sagen, Männer waren auf der einen und Frauen auf der anderen Seite……“, ich musste schon lachen, wie empört sie über die Aussage war (Like zeig mir den Priester und ich argumentiere ihn in den Boden) und sie ist wirklich ein sehr lieber und caritativer Mensch mit dem größten Respekt vor dem Priesteramt. |  1
| | | | | Kostadinov 17. Juli 2026 | |  | @Stefan Fleischer, Bitte um Nachhilfe Was hat TC mit Pius zu tun? TC hat die "alte" Messe aus den normalen Pfarrkirchen vertrieben sowie die PETRUSbrüder aus einigen französischen Diözesen (Dijon, Quimper). Laut lifesitenews sind in den USA 400 diözesane alte Messen verschwunden. Und in diesen Gegenden hat Pius seitdem steigende Zahlen. TC war m.E. eine Riesenhilfe für PIUS. TC sagt ausdrücklich, die neue Messe «die einzige Ausdrucksform der Lex orandi des Römischen Ritus», woraus ich implizit folgere, mittelfristig soll die "alte" weg. TC hätte dann was mit Pius zu tun, wenn man die Anhänger der "alten" Messe gezielt dorthin treiben wollte, um sie dort ins Schisma zu setzen. Um Leute von Pius zurückzuholen, scheint mir TC nicht geeignet. TC gibt dem Diözesanbischof umfassende Vollmachten, um die alte Messe platt zu machen. Auf Pius hat er aber keinen Zugriff, weil die ihre eigenen Immobilien haben. TC ist auch ein guter Vorwand für Pius, zu sagen, wir trauen Rom nicht. Helfen Sie mir bitte, was übersehe ich? |  5
| | | | | Cosmas 17. Juli 2026 | | | | @Stefan Fleischer Die Ursache, "warum es TC überhaupt gegeben hat" hat mit den Äußerungen der Piusbruderschaft NICHTS zu tun. Wenn Sie das wirklich verfolgt hätten, wüßten Sie, dass PF der Piusbruderschaft sogar Beicht- und Eheassistenzerlaubnis gegeben hat. PF war der Ansicht der Nachkonzilszeit. Die alte Messe sei etwas für ewig Gestrige (für die PF ja sogar ein dementsprechendes Schimpfwort erfand, nämlich "Indietrini".) Er konnte das ganze Milieu nicht ausstehen wollte den alten Ritus im Pfarrbereich und auch im Ordensbereich, wo er immer mehr "wiederentdeckt" wurde unterbinden, ja ausrotten. Wie jung die Gemeinden dort sind, hat er nie verstanden. Auch nicht, dass dort nicht verschrobene Komplexler sind. Zu verbalen Seitenhieben dieser Art hat PF ja keine Gelegenheit ausgelassen. Ihre überwiegend aus Anti-Piusaffekten kommenden "Vermutungen" haben mit der Realität sehr wenig zu tun und sie helfen nicht weiter. Denn man muss ganz nüchtern bei den Fakten bleiben. |  4
| | | | | Paddel 17. Juli 2026 | |  | Den Teufel an die Wand malen sollten wir nicht.
Klar der Widersacher spaltet und waltet.
Dennoch sind wir Kinder des Lichtes und je schlimmer die Hölle tobt um so näher ist uns der Himmel.
Darauf sollten wir schauen. Ich sehe in dieser ganzen Diskussion auch eine große Chance.
Sonst bräuchte der Teufel ja nicht toben. |  1
| | | | | Bilbo B. 17. Juli 2026 | | | | Reform der Reform Père Michel-Marie hat dazu einen Mechanismus des Bösen durchschaut. Es fällt niemandem einen Zacken aus der Krone, wenn man die „Reform der Reform“ von Papst Benedikt XVI. endlich aufgreift: Den VO einfach freigeben. Für den NOM würde ich sine ira et studio jene Zelebrationsrichtung empfehlen, welche den gesprochenen Worten „Versus Deum“ entspricht: Volk und Priester beten in Gleichrichtung zu Gott hin. Ebenfalls sollte ganz selbstverständlich die Möglichkeit zur knienden Mundkommunion bestehen. Bei den Wandlungsworten vermeidet das neutestamentliche „Hypèr pollôn“ (für viele) - statt im Deutschen „für alle“ - weitere Missverständnisse. Auch die vom II. Vatikanum geforderte vermehrte Verwendung unserer lateinischen Kultsprache dürfte endlich kein Tabu mehr sein. |  4
| | | | | Cyprian63 17. Juli 2026 | | | | @Jothekieker Diskussionen soll es schon geben, aber objektiv und weniger emotional - mit Respekt und Achtung voreinander. Dazu sollte es auch gehören, dass jemand aus dem Novus Ordo einmal bei der alten Messe "vorbeischaut", und umgekehrt. Aber da scheint es ja schon zu haken, wie ich das manchmal erlebe. Sicher wäre eine neue Gesetzgebung im Sinne von "Summorum pontificum" unter Papst Leo XIV. wünsch-enswert, aber eine automatische Lösung der Probleme bringt das nicht, aber wahrscheinlich eine gewisse Entspannung in der Frage. Bei Respekt und Anerkennung voreinander kommt man nicht vorbei. Der alte Ritus ist ein legitimer Ritus neben dem neuen Ritus und neben den ostkirchlichen Riten. Wie bereichernd für alle wäre es doch die Einheit in der Vielfalt zu leben, wenngleich jeder seine persönlichen Präferenzen haben darf und soll. |  2
| | | | | Parcival 17. Juli 2026 | | | | Die Katholische Kirche kennt mehr als einen Ritus Wer die überlieferte Liturgie liebt, sollte den Blick auf die ganze Kath. Kirche richten. Sie besteht aus 24 Teilkirchen (Ecclesiae sui iuris): der Lateinischen Kirche und 23 kath. Ostkirchen. Diese pflegen 6 große liturgische Riten bzw. Ritenfamilien: den römischen, byzantinischen, alexandrinischen, antiochenischen, armenischen und chaldäischen Ritus. Innerhalb dieser Riten gibt es wiederum zahlreiche liturgische Traditionen und Eigenformen. Mehrere dieser Liturgien sind deutlich älter als das Missale Pius' V. von 1570, etwa die byzantinische, armenische oder die chaldäische Liturgie mit der Anaphora von Addai und Mari aus den ersten Jahrhunderten. Das Konzil von Trient hat diese ehrwürdigen Liturgien nicht abgeschafft, sondern ausdrücklich bewahrt. Keine Liturgie kann zum alleinigen Maßstab kath. Tradition erhoben werden. Die Vielfalt der Riten gehört seit den Anfängen zum Reichtum der Kath. Kirche. |  10
| | | | | golden 17. Juli 2026 | | | | Wir können doch spüren, inwieweit wir selbst als Gottesdienstteilnehmer oder Priester auf GOTT zentriert sind,oder aber:
Uns selbst darstellen wollen mit dem,was wir als Menschen so Tolles vollbringen.Wer außer der frommen Übung ist, möge einen Rosenkranzgebet besuchen oder dem Plsalmodieren in einem Kloster lauschen.Es gibt 1000 sende "Angebote".Jesus Christus rettet.Das müssen wir annehmen und an uns geschehen lassen. |  1
| | | | | Stefan Fleischer 17. Juli 2026 | |  | @ Versusdeum Warum TC nicht einfach zurückziehen? Gute Frage. Aber vielleicht sollten wir uns zuerst fragen, warum es TC überhaupt gegeben hat. Soweit ich dies verfolgen konnte, waren das Verhalten und gewisse Äusserungen der Bruderschaft und ihrer Anhänger einer der wichtigsten Gründe davon. Von dieser Seite war kaum echte Dialogbereitschaft zu spüren. Im Gegenteil. Es wurden fast nur Forderungen präsentiert und die Vorschläge Roms mit einem «non possimus» erledigt. Wie wäre es, wenn die Piusbruderschaft sich der Petrusbruderschaft anschliessen und die gleiche Lösung wir diese akzeptieren würde? Würden dann nicht viele Diskussionen überflüssig und könnte dann der Kampf gegen den Modernismus etc. nicht wesentlich effizienter geführt werden? |  5
| | | | | Versusdeum 17. Juli 2026 | | | | @Jothekieker Man könnte es auch richtig verstehen im Sinne der Vermeidung des "divide et impera": Solange wir uns über die Frage "welche Liturgie" entzweien oder gar spalten lassen, haben die "Anderekirchler" freie Bahn. Also warum nicht TC zurückziehen und beide Formen freigeben? Problem erledigt! |  1
| | | | | naiverkatholik 17. Juli 2026 | | | | Versus Deum mal anders Werktagsmesse irgendwo in Deutschland: 15 Gläubige sitzen im Altarraum auf Stühlen um den Volksaltar. Wohin schauen sie? Sich an. Nein, eher auf das Geschehen ganz nah am Altar, christuszentriert. Der Priester steht am Volksaltar und steht und schaut während der ganzen Messe versus deum, Richtung Hochaltar. Im Wesentlichen schaut er auch auf das eucharistische Geschehen am Altar. Praktischer Nachteil:Knien schwer möglich für einige.Nachteile im großen Kirchraum bei wenigen Gläubigen gibt es auch. Ist das so Vorgefundene eine eher gute Lösung oder eine eher schlechte? Ich sage: Eine sehr gute. Und fange nicht an, hier auch mögliche Negativa zu suchen. |  2
| | | | | Wynfried 17. Juli 2026 | |  | Eine wahre Erkenntnis! Bei einer Diskussion um die Frage der Liturgie und warum er die Alte Messe besuche, brachte es ein Bekannter auf ähnliche Weise sehr gut auf den Punkt:
"Ich gehe nicht wegen der Alten Messe in die Alte Messe, sondern wegen Gott."
Robert Spaemann hat einmal gesagt, dass man einen bestimmten Ritus nicht verabsolutieren darf. Das hat die Kirche auch nie getan. Es gab ja fast immer in ihr eine Pluralität von anerkannten Riten. Aber einen alten, legitimen Ritus zu unterdrücken, auszugrenzen oder gar abzuschaffen wäre immer als ein Akt der Tyrannei betrachtet worden.
Kardinal Ratzinger sagte 1988 vor den Bischöfen Chiles, „daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden.“
Die Liturgie kann und darf von ihrem eigenen Selbstverständnis her niemals Grund für Spaltungen sein. Alles andere ist vom Teufel. |  6
| | | | | Stefan Fleischer 17. Juli 2026 | |  | Zur Messe des Heiligen Pius V. gehen oder die FSSPX besuchen? [ Dass die FSSPX eine eigene Messe haben soll, ist mir nicht bekannt. Dazu bräuchte es doch eine Bewilligung aus Rom. Alles andere wäre bereits das Schisma.
Im Übrigen sollte in der Diskussion auch vermehrt klar unterschieden werden zwischen dieser Bruderschaft und jenen anderen, welche sich ebenfalls der Tradition verpflichtet fühlen, aber in Einheit und im Gehorsam gegenüber dem Papst. |  5
| | | | | Versusdeum 17. Juli 2026 | | | | Gerade weil es um Christus geht, ist die Liturgiefrage zentral. Wobei auch hier gilt: Ja, der überlieferte Ritus der Kirche ist grundsätzlich gottzentrierter (sogar sprachlich, z.B. beim "Volksaltar"), aber letztlich entscheidend sind die innere Einstellung und äußere Ausgestaltung: Hl. Messe als Kult des Allerhöchsten oder als "Gemeinschaftsmahl", Kirchensprache oder Volkssprache, gemeinsame Gebetsrichtung oder "sich anschauen", Treue Wiedergabe oder willkürliche Veränderung der Texte, innere Teilnahme aller oder sich produzieren weniger (z.B. des selbsternannten Dorfadels oder gar offen in schwerer Sünde lebender), Gottesdienst oder politisch-ideoöogischer Aktivismus usw.
Habe das bei Freikirchlern gelernt: Sie stehen zwar theolohisch anderswo, sind aber auf Gott hin ausgerichtet. "Unsere eigenen" Anderekirchler stehen uns theoretisch näher, aber es scheint ihnen egal zu sein, was Gott will bzw. uns für unser ewiges Heil anbietet, selbst bei den Sakramenten (z.B "Frauenpriestertum" oder Sündenvergebung) |  2
| | | | | Jothekieker 17. Juli 2026 | | | | Nicht zielführend Die Frage der Freiheit der Alten Messe kann man nicht klären, indem man die Diskussion darüber verdammt. |  3
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