Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. „Warum bin ich Christ“
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Skandalöse Predigt: Bischof Glettler verhöhnte Corona-Impfskeptiker

31. März 2023 in Österreich, 38 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Predigt kurz nach Ankündigung der Corona-Impfpflicht arbeitet mit einem Gestapo-Vergleich, schlägt ein „geistliches Impfprogramm“ vor und stattet sich selbst mit einem quasi-himmlischen Wahrheitsanspruch aus.


Innsbruck (kath.net/mk) Eine fragwürdige Predigt zur Corona-Impfpflicht hielt der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler am 22. Dezember 2021, also wenige Wochen, nachdem die Maßnahme von der Regierung angekündigt und auch von den Bischöfen einmütig gutgeheißen worden war. Die Predigt ist schon ihrer Art nach ungewöhnlich, lässt sie nämlich den verstorbenen Tiroler Bischof Reinhold Stecher anlässlich seines 100. Geburtstags vom Himmel aus (ex coelis) zu Wort kommen. Da die Seligen im Himmel „mit Freude den Willen Gottes erfüllen“, wie es im Katechismus (Nr. 1029) heißt, maßte sich „Stecher-Glettlers“ Ansprache an die Gläubigen damit quasi eine Unfehlbarkeit über stark umstrittene inhaltliche Themen an, die zum Teil gar nicht in die bischöfliche Kompetenz fallen.

„Faktum ist, dass wir täglich Tausende Ankünfte von Menschen hier im Jenseits verzeichnen, die an Covid erbärmlich verreckt sind, die meisten ungeimpft. Da haben keine Gebete geholfen“, nimmt Stecher-Glettler zu medizinischen Fragen Stellung, die nicht in die Kompetenz der Kirche fallen. „Und wenn ich ehrlich bin, das Geplärre auf der Straße geht mir auf die Nerven: „Freiheit, Friede, Demokratie!“ Damit spielt die Predigt offensichtlich auf die damals alltäglichen öffentlichen Proteste gegen die Impfpflicht an. Der himmlische Botschafter sieht zwar generell die „überhitzte Atmosphäre“ in der Frage angemessener Corona-Maßnahmen kritisch und mahnt zum Ernstnehmen der Ängste. Der bereits skizzierte Duktus sowie die folgende Bemerkung zeigen aber glattes Unverständnis für die impfskeptischen Positionen: „Dort, wo in Innsbruck am Innrain und in der Herrengasse der laut lärmende Demo-Zug mehrmals vorbeizog, befand sich das Hauptquartier und das Gefängnis der Gestapo. Bekanntlich wurde auch ich dort verhört. Herz ist Trumpf! Vielleicht gilt das doch auch für die Debatte um die Durchimpfung der Bevölkerung.“ Weshalb der Gestapo-Vergleich? Sollen Demonstranten, die ihr Grundrecht ausüben, damit in die Nazi-Ecke gestellt werden?


„Ich bin auch gegen die Impfpflicht, aber was bleibt den Verantwortlichen als ultima ratio denn übrig, wenn sich nicht genügend Leute den Booster-Stich holen“, stellt sich Stecher-Glettler schließlich „vom Himmel aus“ hinter die Impfpflicht. Die Ängste der Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, verhöhnt er: „Es ist eh nur ein kleines Stecherl. (…) Angesichts der Belastungen der Gesundheitssysteme und der schleichenden Ungewissheit, die Omikron verbreitet, wäre ich froh, wenn sich jeder ‚das kleine Stecherl Reinhold‘. (sic!)“ Schließlich müssen die damals am Markt befindlichen Corona-Impfstoffe für Stecher-Glettlers „millionenfach getestetes, geistliches Impfprogramm“ (sic!) herhalten: „Der nach den Sternen benannte, höchst spirituelle Astra-Impfstoff ist für jene bestimmt, die zu schnell den Kopf hängen lassen. Aufschauen, nicht resignieren, sich aufrichten und vertrauen – dazu gibt´s Astra! Das theologische Moderna ist jenen zu empfehlen, die irrtümlicherweise meinen, dass die uralten Schablonen der neuscholastischen Theologie tatsächlich Gottes Antwort auf den Nerv der Zeit seien. Aber wie oft gesagt: Auch den unverbesserlichen Traditionalisten kann man keine theologische Auffrischungs-Impfung verpassen. Und das pastorale Bion-Tech Pfizer, was im Wort Bio-Technologie hat, wartet auf jene, die meinen, dass sich mit pastoral-technischer Methodik und aufwendigen Strukturprozessen das kirchliche Leben herstellen ließe.“

Am Schluss wird abermals der himmlische Wahrheitsanspruch der Predigt untermauert: „Ex coelis grüße ich Euch ganz herzlich mit himmlischem Segen, Euer Reinhold Stecher“.

Siehe Link zur Predigt in voller Länge

 

Kontakt - Bischof Glettler: [email protected]

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  3. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  4. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  5. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  6. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  7. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Die Wintersonne der Vernunft
  10. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  11. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  12. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  13. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  14. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz