Elon Musk kritisierte beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine „wachsende Kultur der Angst“, die den Westen lähme. Innovation, so Musk, brauche den Glauben an ein besseres Morgen als Treibstoff.
Davos (kath.net/gem/rn)
Zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums 2026 setzte Elon Musk vergangene Woche einen bewussten Kontrast zu den geopolitischen Krisenszenarien der Vorjahre. In einer viel beachteten Keynote rief der Multi-Unternehmer dazu auf, den Pessimismus als kulturelles Gift zu begreifen und sich stattdessen für eine radikale Vorfreude auf das Kommende zu entscheiden.
Während viele Podien in Davos von den Risiken der Künstlichen Intelligenz und den tektonischen Verschiebungen der Weltordnung geprägt waren, nutzte Elon Musk die Bühne für eine fast schon existenzielle Botschaft. Der Chef von Tesla, SpaceX und xAI präsentierte keine neuen Quartalszahlen, sondern eine Lebensphilosophie für das technologische Zeitalter.
Musk kritisierte eine „wachsende Kultur der Angst“, die den Westen lähme. Innovation, so Musk, brauche den Glauben an ein besseres Morgen als Treibstoff. Wer die Zukunft nur als Bedrohung sehe, habe bereits verloren, bevor die erste Zeile Code geschrieben oder die erste Rakete gezündet sei.
Besonders deutlich wurde Musk in seinen Schlussworten, die im Kongresszentrum für minutenlangen Applaus sorgten. Angesprochen auf sein persönliches Vermächtnis und seinen Rat an die nächste Generation, formulierte er ein Credo, das weit über die Wirtschaftswelt hinausstrahlt:
„Meine letzten Worte wären: Ich möchte alle ermutigen, optimistisch und voller Vorfreude in die Zukunft zu blicken“, erklärte Musk sichtlich bewegt. „Für die Lebensqualität ist es besser, im Zweifel optimistisch zu sein und sich zu irren, als pessimistisch und Recht zu behalten.“
Dieser Satz markiert eine interessante Verschiebung in Musks öffentlicher Rhetorik. Ging es früher meist um die rein technische Machbarkeit der Mars-Kolonisation oder die Effizienz von Elektroantrieben, rückte er diesmal die psychologische Komponente in den Fokus. Pessimismus, so die logische Konsequenz seiner Aussage, mag zwar oft als „realistischer“ gelten oder intellektuell überlegen wirken, er mindere jedoch die tägliche Lebensqualität und ersticke den menschlichen Tatendrang.
Das Wort Heidenangst leitet sich nicht umsonst von den „Heiden“ ab (Nicht-Christen).
Die Christen wissen, dass sie durch die Taufe „Kinder Gottes“ sind. Dies gründet sich auf biblische Zusagen, wie etwa in 1. Johannes 3,1: „Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es.“
Das Christentum hat die europäische Kultur fundamental geprägt, indem es über Jahrhunderte Bildung, Wissenschaft, Recht und Kunst beeinflusste. Klöster fungierten dabei als bedeutende Innovationszentren.
1
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.
Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.