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„Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“

21. Jänner 2026 in Familie, 7 Lesermeinungen
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Katholische Zeitung: Geburten- und Heiratsquoten sinken alarmierend, dies „ist ein Zeichen dafür, dass das Land seine eigene Zukunft aufgibt und langfristige Bindung und Fruchtbarkeit gegen Wurzellosigkeit und Aufschub eintauscht“


Dublin (kath.net) „Eine neue Studie des Iona Institute bestätigt, was viele gläubige Katholiken in Irland seit Jahren instinktiv spüren: Das Land entfernt sich immer weiter von den grundlegenden sozialen Werten, die ihm einst Stärke, Stabilität und Zukunftsperspektiven gaben. Der Bericht mit dem Titel ‚Auf dem falschen Kurs: Geburten-, Heirats- und Familientrends in Irland‘ zeigt, dass sowohl die Heirats- als auch die Geburtenrate auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie gesunken sind.“ Darauf macht die in London erscheinende Monatszeitung „Catholic Herald“ aufmerksam. Der Artikel „Irlands schwindende Familien“ informiert weiter: „Die Ernsthaftigkeit der beschriebenen Entwicklung kann kaum überschätzt werden. Irlands Geburtenrate ist auf 1,5 gesunken und liegt damit weit unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Das bedeutet, um es deutlich zu sagen: Die heutige Bevölkerung erneuert sich nicht.“ Konkret könnten 100 irische Staatsbürger heute erwarten, nur noch 57 Enkelkinder zu haben. 


Auch die Heiratsquote sinke, schreibt der „Catholic Herald“ aufgrund der Daten des Iona Instituts und wertet dies als „ähnlich düsteres Bild“. Während 2004 auf 1.000 Erwachsene noch von 5,2 Eheschließungen verzeichnet wurde, waren es 2024 nur noch 3,8. Dies sei sogar „weit unter dem EU-Durchschnitt. Dieser Einbruch lässt sich nicht als vorübergehender Trend oder veränderter Lebensstil abtun. Er ist ein Zeichen dafür, dass das Land seine eigene Zukunft aufgibt und langfristige Bindung und Fruchtbarkeit gegen Wurzellosigkeit und Aufschub eintauscht.“

Es sei obendrein ein Skandal, „dass kaum jemand im öffentlichen Leben“ deswegen „Alarmglocken läuten“ lasse. Der – nicht namentlich gekennzeichnete – Beitrag fragt weiter: „Wo bleibt der politische Wille, dieses Problem anzugehen? Wo bleibt der klare Aufruf der Kirche, eine Kultur der Ehe und des Familienlebens wiederherzustellen? Wo bleiben die familienfreundlichen Maßnahmen, die tatsächlich denjenigen helfen, die eine Familie gründen möchten – nicht erst mit Ende 30, wenn Biologie und Lebensumstände schon so viele Türen verschlossen haben, sondern mit Anfang 20, wenn Hoffnung und Gesundheit noch auf ihrer Seite sind?“

Denn viele Menschen wünschten sich „nach wie vor, zu heiraten und Kinder zu haben. Der Wunsch ist da. Was fehlt, ist eine Kultur und politische Maßnahmen, die ihnen helfen, diesem Wunsch nachzukommen, bevor es zu spät ist.“

Abschließend fragt der Beitrag des „Catholic Herald“: „Was wird geschehen? Werden unsere politischen Führungskräfte den drohenden demografischen Winter weiterhin ignorieren und darauf hoffen, dass jemand anderes die Kosten trägt? Oder wird Irland endlich damit beginnen, die kulturellen und wirtschaftlichen Grundlagen wieder aufzubauen, die es Ehe und Familie ermöglichen, nicht nur zu überleben, sondern wieder aufzublühen?“

Archivfoto (c) pixabay/qimono


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Lesermeinungen

 heikostir 22. Jänner 2026 
 

Leider hat die kath. Kirche in Irland durch die jahrzehntelange Missbrauchsvertuschung, die Greueltaten in kath. Heimen (siehe die Funde von hunderten Säuglingsleichen) usw. jeglichen moralischen Kredit verspielt, so dass sie in Irland kaum als glaubwürdige Mahnerin gegen diese gesellschaftliche Abwärtsspirale auftreten kann.


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 SarahK 21. Jänner 2026 
 

Absehbar

Ich finde die Entwicklung war schon einige Jahre absehbar. Ist das gleiche wie hier, es gibt ein paar Zufluchtsorte, aber im Großen hat die Kirche in Irland sich auch der Welt angepasst. Wir sind über ca 10 Jahre hinweg im Sommer dort reiten gewesen und unsere Gastgeber hatten zwar ein kitschiges Bild des Heiligen Herzens im Wohnzimmer aber Messebesuch war wenig angesagt. Und ich finde immer wie der Priester Predigt und wie ehrlich er im gesamten lebt, so ist auch das Umfeld geprägt.


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 BittenWir 21. Jänner 2026 
 

Norbert Langenfeld: Kultur des Todes

Mögen Sie das vielleicht etwas konkretisieren? Die Königsteiner Erklärung ist mir vom Grundtenor im Kopf, aber, inwiefern Kultur des Todes? Man hat seinerzeit ja wenn ich es richtig in Erinnerung habe, seitens der Bischöfe an das Gewissen der Eheleute appelliert und nicht die Enzyklika des Papstes in Frage gestellt. Wobei meine Generation nie anders agiert hat als der Papst resp. die Katholische Kirche gelehrt hat. Unsere Kinder und die unserer Freunde und Verwandten haben alle maximal 2 Kinder (ich gehe davon aus, das da auch künstlich eingegriffen wird). Hat hier jemand Kinder, die auch wie ihre Eltern noch viele kinder haben? Unsere Kinder haben immer gesagt sie wollen entweder nur 1 oder kein Kind. Man müsse den Kindern je etwas bieten können. Mit 4 Kindern mal kurz zum Kurztripp ins Disneyland oder 2 Wochen All in Urlaub auf den Malediven. Meine Urlaub war bei Oma und Opa im Nachbardorf auf den Bauernhof- und es war toll


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 Norbert Langenfeld 21. Jänner 2026 

Kultur des Todes

Seit der Königsteiner Erklärung von 1968, die unsere Bischöfe niemals zurückgenommen haben, hat sich auch in der katholischen Kirche die Kultur des Todes breitgemacht.


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 BittenWir 21. Jänner 2026 
 

Fink: Entschuldigung aber das ist Verschwörung vom Feinsten

Ich kenn kinderlose Paare in der Nachbarschaft oder durch ehemalige Kollegen die sich nie haben impfen lassen und aus religiösen Gründen auch im Kindesalter keine Impfungrn bekamen. Unsre Töchter und Schwiegersöhne unt Nichten und Neffen sind bis zu 4 fach geimpft worden und erfreuen sich alle an gesunden Kindern. Es soll im 21 Jahrhundert (leider) durchaus Ehepaare geben, die keine Kinder möchten. Schade, aber zu respektieren. Ich hätte auch gern mehr Enkelkinder als nur jeweils 1 Kind pro Familie gehabt. Verzeihen Sie mir bitte den härteren Ton aber bei der Thematik kann ich mich schwer zurückhalten.


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 BittenWir 21. Jänner 2026 
 

Familien mit Kindern

Hier wurde unlängst die Kirchengemeinde-Jahresstatistik 2025 veröffentlicht. Es wurden insgesamt 5 !!!! Kirchliche Trauungen durchgeführt (2024 : 15), es wurden 10 Kinder getauft (2024: 25).
Unsere Stadt mit kleinen eingemeindeten Orten ist zu 90 Prozent katholisch. Aber trotz katholischer Bevölkerung spiegelt sich das nicht in der Anzahl der Taufen wider. Auch kirchliche Trauungen sind kaum zu verzeichnen. Aus dem Freundeskreis unserer Kinder (zufälligerweise alle katholisch) sind fast 99 Prozent nur standesamtlich verheiratet, nur wenige haben oder wollen Kinder. Meine junge Nachbarsfamilie (sie stammt aus einer sehr konservativen katholischen Familie aus dem Heimatort meines Mannes) hat im Sommer das 4. Kind bekommen. Was gab das für ein Gerede hier in der Nachbarschaft!


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 Fink 21. Jänner 2026 
 

Beim Thema Geburtenmangel und Mangel an Eheschließungen gibt es

...ein merkwürdiges Schweigen. Allein diese rechtspopulistische ("in Teilen gesichert unbequeme"...) Schmuddelpartei spricht das in den Parlamenten an. Geburten und Eheschließungen, das ist ja auch so was von "völkisch", gell ?!
Übrigens: die eh schon niedrigen Geburtenzahlen sind in DEU seit 2021 um weitere 18 Prozent gesunken. Vielleicht Unfruchtbarkeit als eine Folge der experimentellen mRNA-Impfung. Stichwort Spike-Protein.


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