Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  3. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  4. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“

30. Juni 2026 in Kommentar, 57 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Paradoxerweise wollen die Piusbrüder die katholische Kirche retten, indem sie wie Protestanten den Papst nur anerkennen als Ehrenoberhaupt…, wenn er sich ihrer Interpretation der kirchlichen Glaubenslehre unterwirft.“ Von Gerhard Cardinal Müller


Vatikan (kath.net) Aus aktuellem Anlass der illegalen Bischofweihen für die Piusbruderschaft Pius X. ist klar festzustellen, dass es sich um einen schismatischen Akt handelt. Jede Bischofsweihe ohne die vorherige Erteilung der Communio mit dem Papst ist ein schwerer Schlag gegen die Einheit der Kirche und eine Wunde am Leib Christi und damit eine Todsünde gegen Gott, die auch das ewige Heil ihrer Spender und Empfänger in Frage stellt. Sie können sich nicht auf eine Notlage herausreden. Und ihre Sympathisanten sollten nicht mit irgendwelchen Aufrechnungen der Fehler, Häresien und liturgischen Missbräuche ihrer modernistischen Antipoden die klare Sachlage verwirren oder sich selbst täuschen. Es geht hier nicht um die ältere Version der substantiell identischen Liturgie, sondern um die Einheit der heiligen, katholischen und apostolischen Kirche im geoffenbarten Glauben, „die zu weiden unser Erlöser nach seiner Auferstehung dem Petrus und den übrigen Apostel anvertraut hat, die für immer als Säule und Fundament der Wahrheit errichtet ist. Diese Kirche, in dieser Welt als Gesellschaft verfasst und geordnet, ist verwirklicht in der katholischen Kirche, die vom Nachfolger Petri und von den Bischöfen in Gemeinschaft mit ihm geleitet wird.“ (Lumen gentium 8).


In pastoralen und liturgischen Fragen kann mit größerer Sensibilität vorgegangen werden. Es sollten vom Papst und den Bischöfen ernannte Ansprechpartner für die Priester und Seminaristen der Piusbruderschaft Pius X. geben, die den schismatischen Kurs dieser Gruppe erkennen und die zu Recht um ihr Heil fürchten, wenn sie sich dem Papst widersetzten. Den Einsichtigen soll so die Abkehr von diesen schismatischen Provokationen und die Rückkehr zur vollen Einheit mit dem Papst ermöglicht werden. Denn die Grenze zum Schisma ist endgültig überschritten, wenn der römische Papst als sichtbares Prinzip und immerwährendes Fundament der Einheit der Kirche in der geoffenbarten Wahrheit nicht voll anerkannt wird. Paradoxerweise wollen die Piusbrüder die katholische Kirche retten, indem sie wie die Protestanten den Papst nur anerkennen als Ehrenoberhaupt der Christenheit, wenn er sich ihrer Interpretation des Evangeliums bzw. des kirchlichen Glaubenslehre unterwirft. Der bedeutende polnische Kardinal Stanislaus Hosius, der auch Präsident des Konzils von Trient war und das die Piusbruderschaft zu Recht hoch schätzt, hat gegenüber den Protestanten seiner Zeit das gesagt, was auch gegenüber den Schismatikern unserer Zeit noch gilt: Catholicus non est, qui a Romana ecclesia in fidei doctrina discordat.

Katholisch kann keiner sein, der in der Lehre des Glaubens von der römischen Kirche abweicht.

Archivfoto: Kardinal Müller im Presseraum des Vatikans (c) Michael Hesemann/kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  3. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  4. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  5. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  6. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  7. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  8. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  9. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  10. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  11. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  12. 'Junge Menschen sehnen sich danach, mit etwas Zeitlosem verbunden zu sein'
  13. Jesus begegnen im Stift Kremsmünster
  14. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  15. „Die Kirche sieht Medjugorje heute aus geistlicher und aus pastoraler Sicht positiv“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz