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Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar

29. Juli 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Mutmaßlicher Täter nach Schändung in Untersuchungshaft - Wallfahrtsort setzt Gebetsprogramm fort, Start des Internationalen Jugendfestivals am Samstag - Gestern versammelten sich zahlreiche Gläubige zu einem Gebet der Wiedergutmachung


Medjugorje, 29.7.2026 (KAP) Nach den Schändungen mehrerer Gebetsstätten im Marienwallfahrtsort Medjugorje hat die Staatsanwaltschaft von Bosnien und Herzegowina die Ermittlungen übernommen und die Verhängung der Untersuchungshaft gegen den festgenommenen Tatverdächtigen angekündigt. Dem 31-jährigen polnischen Staatsbürger wird die Beschädigung beziehungsweise Zerstörung religiöser Objekte vorgeworfen. Nach bosnischem Strafrecht droht dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Der Verdächtige war am Dienstag nach einer großangelegten Fahndung in der Ortschaft Cerno bei Ljubuski festgenommen worden. Nach Angaben der Behörden hatten Polizeikräfte zweier Kantone gemeinsam mit Feuerwehr, Bergrettung sowie zahlreichen Bürgern nach dem Mann gesucht. Er soll am Mittwoch der Staatsanwaltschaft überstellt werden.

Unterdessen hat der Wallfahrtsort die Folgen des Angriffs innerhalb weniger Stunden weitgehend beseitigt. Mitglieder der Pfarrgemeinde, Jugendliche der Gemeinschaft Cenacolo sowie zahlreiche Freiwillige entfernten die Schmierereien an den Marienstatuen auf dem Erscheinungsberg Podbrdo. Die Arbeiten begannen nach Angaben der Pfarre bereits am frühen Morgen und dauerten bis zum Abend an. Die Reinigung weiterer beschädigter Gebetsorte soll am Mittwoch abgeschlossen werden.


Gebetsprogramm wird fortgesetzt

Auch der durch einen Brand beschädigte Außenaltar der Pfarrkirche St. Jakobus wurde noch am selben Tag instand gesetzt. Das abendliche Gebetsprogramm mit Rosenkranz, Eucharistiefeier und eucharistischer Anbetung konnte deshalb wie vorgesehen am Außenaltar stattfinden. Während der Anbetung versammelten sich zahlreiche Gläubige zu einem Gebet der Wiedergutmachung. Fotos zeigen Mitglieder der Gemeinschaft Cenacolo kniend vor der wiederhergestellten Marienstatue.

Die Pfarre Medjugorje bekräftigte erneut ihren Aufruf, auf die Ereignisse "mit Gebet, Fasten und Vergebung" zu antworten und für die Umkehr des Täters sowie für den Frieden zu beten. Das Heiligtum bleibe uneingeschränkt für Pilger geöffnet, alle liturgischen Feiern und auch das am Samstag beginnende Internationale Jugendfestival "Mladifest" würden wie geplant stattfinden.

Wider die "schwarze Chronik"

Noch am Dienstagabend konnte der Hauptgottesdienst am wiederhergestellten Außenaltar hinter der Kirche stattfinden. Der Hauptzelebrant aus den Reihen der Franziskaner deutete dabei das Gleichnis vom Weizen und Unkraut vor dem Hintergrund der Ereignisse des Tages. Die Welt sei häufig durch eine "schwarze Chronik" geprägt, in der das Böse die Schlagzeilen beherrsche, Angst auslöse und den Frieden erschüttern könne. Gott höre aber nicht auf, sein gutes Wort auszusäen und seine Gnade zu schenken. Der christliche Glaube leugne die Existenz des Bösen nicht, sondern helfe zu verstehen, woher es komme und wie leicht es im Herzen des Menschen Wurzeln schlagen könne.
Zugleich mahnte der Prediger zur Geduld im Umgang mit den Fehlern anderer. Christen seien versucht, vorschnell zu urteilen oder zu verurteilen, doch Gott selbst handle anders. Er verwies auf den heiligen Augustinus und den heiligen Franziskus, deren Lebenswege zeigten, dass aus Menschen, die zunächst in die Irre gingen, große Heilige werden könnten. Wer das "Unkraut" zu früh ausreiße, laufe Gefahr, auch den Weizen zu beschädigen. Deshalb gelte es, Gottes Geduld nachzuahmen und auf die verwandelnde Kraft seiner Gnade zu vertrauen.

Tatverdächtiger war Medjugorje-Pilger

Die Schändungen hatten sich in den frühen Morgenstunden des Dienstags ereignet. Dabei wurden mehrere Marienstatuen auf dem Erscheinungsberg Podbrdo und am sogenannten Blauen Kreuz mit schwarzer Farbe beschmiert, Transparente mit Botschaften gegen Medjugorje und die Seher angebracht sowie der Außenaltar der Pfarrkirche in Brand gesetzt. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Noch am Dienstag hatte die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Den Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 31-jährigen Polen, der in seinem Heimatland zuvor durch Zeugnisse über seine Pilgerfahrt nach Medjugorje und seine Bekehrung zum katholischen Glauben bekannt geworden war. Die bosnischen Ermittlungsbehörden haben seine Identität bislang offiziell nicht bestätigt. Das Motiv der Tat ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Christine 1. August 2026 

Was WIRKLICH bei dem Angriff auf das Heiligtum in Medjugorje geschah

An diesem Tage hatte er Hochzeitstag...

siehe aktuelles Interview:

www.youtube.com/watch?v=rdTbqN5w71o


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 Fatima 1713 30. Juli 2026 
 

@Paddel

So ein "Programm durchziehen" kann sehr fruchtbar sein, aber man sollte es auf jeden Fall unter guter geistlicher Begleitung und nicht alleine machen, denn dann kann wirklich der Böse ordentlich dazwischen funken.
Dreimal die Woche ist mir allerdings nicht bekannt, meines Wissens ist das typische "Medjugorje-Fasten" am Mittwoch und Freitag bei Brot und Wasser.


0
 
 Paddel 29. Juli 2026 

@Rolando

Vielleicht hat der Mann sich überfordert. Wenn ich von mir ausgehe, ich schaffe es nicht, dreimal wöchentlich zu fasten, tgl. einen Psalter zu beten usw. Das ist von mir jetzt nicht irgendwohergeholt, sondern ich kenne mehrere Medjuogjepilger, die dieses Programm durchziehen. Mich würde das auf die Dauer vom Glauben trennen. Vielleicht hat dieser Mann sich schlicht überfordert und ist jetzt durchgedreht. Habe gerade zufällig im Auto übers Radio ein Vortrag von Pater Buob gehört, der genau diese Übertreibung des Guten kritisch beleuchtet hat und sogar darauf verwies, dass auch das vom Bösen genutzt werden kann und den Menschen auf Dauer wieder von Gott entfernen kann.
Es ist erschütternd, was hier vorgefallen ist.


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 Walahfrid Strabo 29. Juli 2026 

"Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 31-jährigen Polen, der in seinem Heimatland zuvor durch Zeugnisse über seine Pilgerfahrt nach Medjugorje und seine Bekehrung zum katholischen Glauben bekannt geworden war."


Das ist ja schrecklich. Beten wir für seine Umkehr!


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 Rolando 29. Juli 2026 
 

Es könnte sein...

falls er konvertiert ist, das er dem vorherigen Glauben, deren Irrtümer er ja eine Zeit lang vertrat, nicht gebeichtet hat, nicht widersagt, es nicht priestelich durchtrennt wurde. Jedenfalls fand der Teufel seine Bereitschaft.
Beten wir für eine Herzensumkehr für ihn.


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