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Polen: Bei Ford-Werbung fehlt ein markantes Gipfelkreuz – Absicht oder Versehen?

20. August 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Kommentar in „Opoka“: „Die Marketing-Verantwortlichen bei Ford wollten entweder um jeden Preis ein religiöses Symbol vermeiden oder hofften, dass ein kleiner Skandal die Reichweite ihres bisher wenig beachteten X-Profils steigern würde.“


Warschau (kath.net/gro/red) „Aber es ist da!“. So reagiert der Autobauer Ford auf den Vorwurf, dass das markante 15 Meter hohe Gipfelkreuz auf dem Giewont (im Tatra-Gebirge) in einem Werbebeitrag für einen Geländewagen schlicht unsichtbar war. In einer Antwort an einen anderen Fragesteller erläuterte Ford: „Niemand hat etwas entfernt; so fiel einfach das Licht auf dem Foto.“ 

Ford hatte das Werbevideo vor wenigen Tagen auf seinem offiziellen X-Account für Nutzfahrzeuge veröffentlicht. Der Post erreichte innerhalb von 24 Stunden über eine Million Aufrufe und über 600 Kommentare. Viele Nutzer, darunter Publizisten wie Cezary Krysztopa, der ehemalige Botschafter Marek Magierowski und der Abgeordnete Janusz Kowalski, äußerten empört Kritik. Das Kreuz gilt in Polen als starkes religiöses und nationales Symbol, das unter anderem mit dem Besuch von Johannes Paul II. in Zakopane 1997 verbunden ist und seit 2005 regelmäßig zu seinem Todestag beleuchtet wird. 


Für das katholische Internetportal „Opoka“, das von der Polnischen Bischofskonferenz verantwortet wird, kommentiert Jakub Jałowiczor: „Die Marketing-Verantwortlichen bei Ford wollten entweder um jeden Preis ein religiöses Symbol vermeiden oder hofften, dass ein kleiner Skandal die Reichweite ihres kürzlich auf X gestarteten Profils – das bislang kaum Anklang gefunden hatte – steigern würde.“ Der Journalist stellt fest, dass die Erklärungen des Autoherstellers „wenig überzeugend“ wirkten, „zumal sie widersprüchlich sind“. „Tatsächlich ist das Kreuz jedoch nicht zu sehen, selbst wenn man das Bild mehrfach vergrößert.“

Das 15 Meter hohe Kreuz steht seit 1901 auf dem Giewont. Papst Johannes Paul II. nahm 1997 während einer Messe in Zakopane Bezug auf dessen Symbolik. Im Jahr 2005 wurde es erstmals zu Ehren des polnischen Papstes beleuchtet; diese Aktion wird seither jährlich an seinem Todestag wiederholt.

Der Opoka-Originalartikel mit Fotomaterial:


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