Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"

4. Oktober 2026 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mukatschewos Bischof Luchok im fünften Jahr von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine: "Man versteht und schätzt, dass jeder Tag wichtig ist - denn es kann sein, dass es kein Morgen mehr gibt".


Budapest/Kiew (kath.net/ KAP) 
Was die tägliche Realität des Krieges für die Menschen in der Ukraine bedeutet, lässt sich nach Worten von Bischof Mykola Petro Luchok Außenstehenden kaum vermitteln. "Es gibt so viel Leid, so unglaublich viel Leid", sagte der Bischof der im Westen der Ukraine gelegenen römisch-katholischen Diözese Mukatschewo bei einem Besuch in Budapest in dieser Woche. Für die Bevölkerung in Transkarpatien sei der Krieg quasi keine Nachricht mehr. Wer in einem Kriegsland lebe, erfahre die Präsenz des Krieges von morgens bis abends: durch Familienangehörige, die getötet werden, durch Einberufungsbefehle, Bombenangriffe und Raketeneinschläge.
Bei einer Fahrt nach Kiew könne er nie wissen, ob er von einer solchen Reise zurückkehre, schilderte der 52-jährige Dominikaner. Wenn jeder Tag der letzte sein könne, werde plötzlich aber auch für jeden deutlich, was wirklich wichtig sei. Jede Beziehung bekomme besonderen Wert. Man frage sich nicht mehr, was irgendwann einmal geschehen werde, sondern was heute zu tun sei.


Jeden Tag neu "leben, dienen, helfen"
Für ihn selbst bedeute das, täglich im Jetzt zu leben und sich nicht von der Angst bestimmen zu lassen, sagte Luchok, der die Kraft dafür aus seinem christlichen Glauben schöpft. "Man versteht und schätzt, dass jeder Tag wichtig ist - denn es kann sein, dass es kein Morgen mehr gibt. Man beschließt, diesen Tag zu leben, zu dienen, zu helfen."
Egal ob in Zeiten des Friedens oder des Krieges: Gott schenke jedem Menschen in jedem Augenblick und an jedem Ort hundert Prozent seiner Nähe und Gnade, so der Bischof. Angst könne das Herz für diese Gnade verschließen. Vertrauen dagegen ermögliche es, auch mitten im Krieg Gottes Gegenwart zu erfahren.
Die Ukrainer kämen daher nicht nur aus Pflicht oder Gewohnheit in die Kirchen. Gemeinschaft, die Sakramente, das gemeinsame Gebet und die Erfahrung der Gegenwart Gottes seien für sie neu zu einer wichtigen Kraftquelle geworden, sagte der Bischof von Mukatschewo.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz