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Europa „entseuchen“?

12. Oktober 2026 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Neuer Anti-Hass-Bericht der bezeichnet Lebens- und Kinderschützer als „Virenlast“ - Von Martin Locksley


Wien (kath.net) Ein aktueller Bericht namens The Hate Review veröffentlichte eine Liste von Initiativen, die der Gender-Agenda gegenüber skeptisch stehen. Kritik an Abtreibung, der Sexualisierung in Schulen, sowie Transgender-Chirurgie bei Minderjährigen soll auf diese Weise denunziert werden. Auch österreichische Vereine werden dem „Anti-Gender-Spektrum“ zugerechnet. Zivilgesellschaftliche Stimmen für Lebens- und Kinderschutz werden im Bericht ausdrücklich als „Verschmutzung“ bezeichnet. Das langfristige Ziel von Forbidden Colours sei die „Entseuchung Europas“ von konservativen Positionen.

Der Bericht wurde im September 2026 von der in Brüssel ansässigen NGO Forbidden Colours veröffentlicht. Forbidden Colours setzt sich für die Rechte von LGBTIQ+-Personen in Europa ein. Dabei liege nach eigenen Angaben ein „besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Beobachtung von Akteuren, die die LGBTIQ+-Community zum Sündenbock machen.“ Die NGO behauptet über ein weites europäisches Netzwerk zu verfügen.

Der Autor von The Hate Review, Vincent Reillon, betreibt politische Interessenvertretung in Brüssel. Reillon war zuvor beim wissenschaftlichen Dienst des Europäischen Parlaments und bei der französischen EU-Vertretung tätig. Geschäftsführer Rémy Bonny leitet die Organisation seit April 2021. Unter seiner Führung engagierte sie sich unter anderem gegen Ungarns Einschränkungen von LGBTIQ+-bezogenen Inhalten in Medien und Schulen.


Für den 12. Oktober ist eine Präsentation im Europäischen Parlament angekündigt, mit dem Luxemburger Marc Angel als Gastgeber. Angel gehört der sozialdemokratischen S&D-Fraktion an. Er ist seit 2020 Co-Präsident der Intergruppe für LGBTIQ+-Rechte im Europäischen Parlament.

Pathologisierung von zivilgesellschaftlichem Engagement

Auffällig ist die Sprache des Berichts, die regelrecht an Verhetzung grenzt. Das gesellschaftliche Engagement der gelisteten Gruppen wird mit einer „Virenlast“ verglichen (S. 5). In seinem Schlussappell fordert der Bericht die „Entseuchung Europas“ durch die geduldige „Zerlegung“ ihrer Akteure und deren Weltanschauungen (S. 29).

Diese pathologisierende Wortwahl stellt eine Vorstufe zum Gewaltaufruf dar und ist daher aufs Schärfste zu verurteilen. Wer Kritiker als Infektionskrankheit darstellt, will sie aus dem öffentlichen Diskurs und demokratischen Prozessen ausschließen. Menschenrechte sind aber kein Privileg, das für die Zustimmung zur herrschenden Politik vergeben wird. Glaubens-, Meinungs, und Vereinigungsfreiheit gelten selbstverständlich auch für jene Menschen, die sich für das ungeborene Leben einsetzen oder die Sexualisierung von Kindern in Bildungseinrichtungen ablehnen. Die Grundrechtecharta der EU schützt die sexuelle Orientierung ebenso wie religiöse und politische Überzeugungen.

Forbidden Colours schürt Generalverdacht gegen friedliche Elterninitiativen, Lebensschützer und kirchlichen Gemeinschaften. Die NGO ist offenbar weniger an einer konstruktiven Debatte als am Schüren eines umfassenden Feindbilds interessiert.

Familienallianz: Liebe mit Verantwortung

The Hate Review berichtet über einen Zeitraum von 25 Jahren und erfasst über 3.200 Einträge sowie mehr als 700 Organisationen und Einzelpersonen. Der Bericht zeichnet das Bild einer europaweit verbreiteten, wachsenden Bewegung, die angeblich „reproduktive Rechte“ oder Rechte von LGBTIQ+-Personen einschränken oder angreifen. Darunter fallen insbesondere Initiativen für Lebensschutz, Elternrechte und die Prävention von sexuellen Übergriffen auf Minderjährige.

Die Darstellungen im Bericht greifen wiederholt pathologisierende Bilder wie gesellschaftliche „Verunreinigung“, „Fieber“, oder „Infektion“ auf. Als Gegenstrategie wird eine Mobilisierung zur langfristigen „Entseuchung“ gegen Aktivisten für den Lebens- und Kinderschutz vorgeschlagen.

Selbst die österreichische Familienallianz wird im Anti-Hass-Bericht genannt. Seit über 10 Jahren leistet die Familienallianz wichtige Aufklärungsarbeit im Bereich Elternrechte und Kinderschutz. Sie bringt Broschüren heraus, die Eltern und Kinder helfen, zwischen Sexualaufklärung und Sexualisierung zu unterscheiden. Sie unterstützt die Arbeitsgruppe „wertvolle Sexualerziehung“, die von Eltern und Fachleuten getragen wird. Darüber hinaus bietet die Familienallianz eine Gesprächshotline, Eltern-Coaching, kostenlose Flyer und Vorträge an. Solche Angebote leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, Eltern zu einer eigenständigen Auseinandersetzung mit sexualpädagogischen Konzepten zu befähigen.

Nicht Entseuchung, sondern Dialog

Statt „Entseuchung“ alternativer Sichtweisen braucht Europa offene und freie Debattenräume. Die Menschenwürde darf nicht davon abhängen, ob jemand progressive Werte gutheißt. Das Europäische Parlament sollte gerade bei gesellschaftlichen Kontroversen auf die Verteidigung der Meinungs- und Glaubensfreiheit achten und eine Kultur des Dialogs und gegenseitigen Respekts fördern.


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Lesermeinungen

 Versusdeum 12. Oktober 2026 
 

Wie bei der AntifSA

Die gewaltbereiten Linksextremisten der selbsternannten "Antifa" haben den Faschismus ehrlicherweise gleich im Namen, denn ihre Methoden ähneln auf erschreckende Weise denen der Schlägertrupps der Parteigenossen von den braunen Sozialisten. Und auch diese Aktivisten hier nennen sich ehrlicherweise gleich "The Hate Review".


0
 
 girsberg74 12. Oktober 2026 
 

Es dürfte interessant sein,

Wer diese Gruppe(n) finanziert.


1
 

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