Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. „Warum bin ich Christ“
  12. Was eine Messe wiegt
  13. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  14. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern

vor 53 Minuten in Prolife, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Globe and Mail versucht immer wieder, durch gezielt ausgewählte Leitartikel und Berichterstattung die öffentliche Diskussion zu beeinflussen, schreibt Jonathan Van Maren.


Toronto (kath.net/jg)
Die Globe and Mail, eine der führenden Tageszeitungen Kanadas, hat in jüngster Zeit in Leitartikeln klargemacht, wohin die progressive Elite des Landes will; nämlich weg von religiöser Gewissensfreiheit und hin zu einer vollständigen Unterordnung christlicher Einrichtungen unter den staatlichen Willen. Das schreibt Jonathon van Maren in einem Beitrag für LifeSiteNews.

Am 6. Oktober brachte die Zeitung einen Leitartikel des Euthanasie-Aktivisten André Picard mit dem Titel „Es ist längst an der Zeit, katholische Krankenhäuser zu säkularisieren“. Picard stellt zunächst fest, dass 129 der 1.087 Krankenhäuser Kanadas katholische Träger haben. Die meisten davon weigern sich, „medizinische Assistenz beim Sterben“ (MAID, Kanadas Programm für assistierten Suizid und Euthanasie), Abreibungen, Sterilisationen, „geschlechtsändernde“ Behandlungen oder Verhütungsmittel anzubieten. Viele konfessionelle Pflegeheime lassen MAID in ihren Räumlichkeiten nicht zu. 

Picard zieht daraus die Schlussfolgerung, dass MAID zum „Katalysator für einen längst überfälligen Wandel geworden“ sei. Religiöse Krankenhäuser müssten entweder „diskriminierungsfreie“ Versorgung anbieten oder ihre Tätigkeit aufgeben.


Innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt hat sich damit die Rhetorik der Euthanasie-Befürworter fundamental gewandelt. Ging es zunächst um „Wahlfreiheit“ wird jetzt von den Krankenhäusern verlangt, MAID zuzulassen oder zuzusperren. Für Picard ist die kanadische Euthanasieregelung die Gelegenheit, christliche Institutionen, die über Generationen hinweg lebensrettende Einrichtungen aufgebaut und betrieben haben, ganz aus dem Gesundheitssystem zu verdrängen. Dieselben Institutionen lehnen ja auch Abtreibungen, Sterilisation und „geschlechtsumwandelnde“ Eingriffe ab.

Bereits am 28. September hatte Globe and Mail in einem Leitartikel von Sheema Khan die sogenannte „Notwithstanding Clause“, die im Artikel 33 der kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten festgelegt ist, im Zusammenhang mit Elternrechten bei „Geschlechtsumwandlungen“ bei Minderjährigen scharf kritisiert. Diese Klausel erlaubt es den Regierungen der kanadischen Provinzen, gerichtliche Urteile in bestimmten Fällen vorübergehend außer Kraft zu setzen. Sie wurde 1981/82 als politischer Kompromiss eingeführt, um die Verfassung von einer willkürlichen Interpretation durch die Höchstrichter zu schützen.

Nachdem mehrere Provinzen mit Hilfe der „Notwithstanding Clause“ Elternrechte geschützt und „Geschlechtsumwandlungen“ an Minderjährigen ohne Wissen und Zustimmung der Eltern untersagt haben, verlangen Progressive nun deren Abschaffung. Khan schreibt, die Klausel werde genutzt, um „unseren verwundbaren Minderheiten Freiheiten ohne rechtlichen Ausweg zu nehmen“. Mit anderen Worten bedeute dies, dass die Klausel nicht länger toleriert werden könne, weil sie der Agenda der LGBT-Aktivisten im Weg stehe. Das Recht gelte nur, solange es den Zielen der sexuellen Revolution diene, schreibt van Maren.

Solche Leitartikel seien keine bloßen Meinungsäußerungen einzelner Autoren, sondern dienen dazu, die öffentliche Debatte zu beeinflussen. Dies habe die Globe and Mail in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert, schreibt Van Maren. Er verweist auf den Historiker F.K. Morton, der in seiner Analyse der kanadischen Abtreibungsdebatte beschreibt, wie die Zeitung ab 1961 eine Kampagne für die Liberalisierung der Abtreibungsgesetze geführt habe. Nachrichten über Abtreibung waren regelmäßig auf der Titelseite zu finden, Leitartikel unterstützten die Befürworter einer Liberalisierung und attackierten deren Gegner. Bis 1967 hatte diese einseitige Berichterstattung das Thema auf die politische Agenda gebracht.

Man muss nicht Christ sein, um Picards Position abzulehnen, schreibt Van Maren. Er zitiert die behinderte Autorin Catherine Frazee, die geschrieben hat: „In der Frage religiöser Krankenhäuser würden Patricia und ich – obwohl wir ein lesbisches Paar sind – lebensgroße Kreuze im Behandlungszimmer in Kauf nehmen, wenn das bedeutet, vor MAID sicher zu sein.“

Der Theologe Stanley Hauerwas formulierte es so: „Wenn die Christen in hundert Jahren als die Menschen identifiziert werden, die ihre Kinder und die Alten nicht töten, dann haben wir gut gehandelt.“ Es werde nicht so lange dauern. Immer mehr Menschen werden Einrichtungen suchen, in denen sie nicht getötet werden. Die meisten dieser Orte werden christlich sein, schreibt Van Maren abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Religionsfreiheit

  1. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  2. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  3. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  4. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  5. Nicaraguas Regierung verbietet Kreuzweg-Prozessionen

Euthanasie

  1. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  2. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  3. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  4. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  5. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'

Kanada

  1. Kanadas Senat beschließt Gesetz gegen ‚Hassverbrechen‘ – Einschränkung der Religionsfreiheit?
  2. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  5. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  6. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  7. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  8. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  11. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  12. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  13. Du bist eingeladen – mit deinem ganzen Leben
  14. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  15. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz