Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans

vor 41 Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Päpstliche Internationale Marianische Akademie und Pfarrei Medjugorje vertieften Marienlehre des Zweiten Vaticanums - Auch Europas Charismatische Erneuerung tagte


Medjugorje (kath.net/KAP) Um die Mariologie des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) drehte sich ein viertägiger Kongress, der am Sonntag im bosnischen Marienwallfahrtsort Medjugorje zu Ende gegangen ist. Auch die in Rom ansässige Päpstliche Internationale Marianische Akademie (PAMI) beteiligte sich an en erstmals veranstalteten "Mariologischen Tagen", ist einem Bericht der Pfarre Medjugorje zu entnehmen. Ziel sei gewesen, Kriterien für eine theologisch fundierte Marienverehrung und authentische marianische Spiritualität zu vermitteln. Dabei erörterten die 90 Teilnehmer aus zahlreichen europäischen Ländern sowie aus Nord- und Südamerika auch die Frage, wie Marienfrömmigkeit heute zwischen theologischer Vernunft und Leichtgläubigkeit verantwortungsvoll gestaltet werden kann.

PAMI-Präsident Stefano Cecchin hob die bleibende Bedeutung der Konzilsmariologie für die Kirche des 21. Jahrhunderts hervor. Er zeigte auf, wie diese Lehre heute in Theologie und kirchlicher Sendung wirksam werden kann, und verwies auf Papst Leo XIV., der die Notwendigkeit der Mariologie für die Kirche betont habe. Sie müsse nicht nur an theologischen Hochschulen, sondern auch in Wallfahrtsorten, Pfarren, Ordensgemeinschaften und kirchlichen Bewegungen vermittelt werden. "Die Mariologie verbindet die Lehre über Christus und die Kirche", so Cecchin.


In seiner Predigt bei einer Messe während des Kongresses verband Cecchin die Mariologie mit dem Auftrag zu einem Leben nach dem Evangelium. Christen seien gerufen, sich Christus immer mehr anzugleichen und Gottes- und Nächstenliebe konkret zu verwirklichen. Maria führe dabei nicht von Christus weg, sondern helfe, ihn aufzunehmen und sein Wort im Alltag zu leben. Auch die Eucharistie stellte Cecchin in den Mittelpunkt: Christus komme den Menschen in Brot und Wein entgegen und wolle ihr Leben prägen.

Mehr theologische Reflexion vonnöten

Eine fundierte theologische Auseinandersetzung mit Medjugorje forderte der Bischof von Mostar-Duvno, Petar Palic. Die kirchliche Bewertung positiver geistlicher Früchte dürfe nicht mit einer Anerkennung der Übernatürlichkeit behaupteter Marienerscheinungen gleichgesetzt werden, betonte er bei seinem Vortrag im Rahmen der Mariologischen Tage. "Medjugorje braucht eine ernsthafte theologische Reflexion. Über eine Erfahrung, die so viele Gläubige anzieht, muss offen gesprochen werden, in Kenntnis der kirchlichen Lehre und mit Respekt vor den Menschen, die hierherkommen, um zu beten, zu beichten und einen Neuanfang zu suchen", so der Bischof.

Mit Blick auf die vom Dikasterium für die Glaubenslehre veröffentlichte Note "Königin des Friedens" hob Palic hervor, dass die Kirche die geistlichen Früchte Medjugorjes ernst nehme, zugleich aber eine verantwortungsvolle Unterscheidung erforderlich bleibe. Marienverehrung müsse die Gläubigen zu Christus, zur Eucharistie, zur Versöhnung und zu einem Leben nach dem Evangelium führen. Private Offenbarungen könnten der Vertiefung des Glaubens dienen, fügten der Offenbarung in Jesus Christus jedoch nichts hinzu. Die Zukunft Medjugorjes werde deshalb wesentlich davon abhängen, wie konsequent der Wallfahrtsort Menschen zur Mitte des christlichen Glaubens führe. 

Gnadenort und Schule

Der Apostolische Visitator für die Pfarre Medjugorje, Erzbischof Aldo Cavalli, verwies auf die Bedeutung des Konzils und der daraus hervorgegangenen Dokumente über Maria. Medjugorje sei ein "Ort der Gnade", an dem Gott den Menschen begegne. Ortspfarrer Zvonimir Pavicic betonte, von Maria "können wir nicht nur sprechen und nachdenken, von ihr müssen wir auch lernen - beten zu lernen, glauben zu lernen, uns ganz auf Gott zu verlassen und zuzulassen, dass sein Wort unser Leben formt". Der Provinzial der Herzegowinischen Franziskanerprovinz, Jozo Grbes, sagte bei der Abschlussmesse, wenn die Menschen das Gebot der Nächstenliebe tatsächlich befolgten, wäre dies "der stärkste politische und gesellschaftliche Umbruch, den man sich vorstellen kann".

Auch Europas Charismatische Erneuerung tagte

Bereits wenige Tage zuvor hatte Medjugorje einen weiteren international ausgerichteten kirchlichen Kongress beherbergt. Vom 15. bis 18. Oktober versammelten sich beim ersten Europäischen Treffen der Gebetsgemeinschaften der Katholischen Charismatischen Erneuerung mehr als 600 Teilnehmer aus ganz Europa. Organisiert wurde das Treffen von CHARIS Europe unter der Leitung seines Koordinators Lordan Ljubenkov. CHARIS ist der vom Heiligen Stuhl eingerichtete internationale Dienst der Charismatischen Erneuerung, der auf Initiative von Papst Franziskus geschaffen wurde.

Zu den Referenten zählten unter andrem Michelle Moran, frühere Präsidentin des Internationalen Dienstes der Katholischen Charismatischen Erneuerung, die in Medjugorje beheimatete Ordensfrau Sr. Emmanuel Maillard sowie der italienische Bischof Santo Marcianò. Die Themen reichten von der Identität und den Diensten charismatischer Gebetsgruppen über Evangelisierung und geistliche Gaben bis zu Gemeinschaft, Gastfreundschaft und Anbetung.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  2. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier
  3. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  4. Filmstar Evangeline Lilly verließ Hollywood vor sechs Jahren: ‚Gott hat einen Plan‘
  5. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  6. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  7. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  8. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  9. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  10. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  11. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  12. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  13. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  14. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  15. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz