Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Leiter der Glaubenskongregation verteidigt Liturgiereform

5. Dezember 2013 in Chronik, 51 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Gerhard Ludwig Müller: Die Glaubenskrise habe schon lange vor dem Konzil eingesetzt


Würzburg (kath.net/KNA) Der Leiter der römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat die Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil verteidigt. Scharfe Kritiker machten das Konzil und die darauf aufbauenden Reformen der liturgischen Bücher für den Glaubensschwund und die nachlassende Kirchlichkeit der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich, sagte Müller am Mittwochabend in Würzburg. Die Glaubenskrise habe aber schon lange vor dem Konzil eingesetzt.

Die erneuerte Liturgie habe vielmehr dazu beigetragen, dass die Katholiken aktiver und bewusster an den Gottesdiensten teilnehmen könnten, betonte der Erzbischof. Gerade die in Geist und Ritus erneuerte Liturgie sei ein wirksames Mittel gegen eine Kultur ohne Gott.


Müller äußerte sich aus Anlass der Veröffentlichung des Dokuments «Sacrosanctum concilium» vor 50 Jahren. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 - 1965) hatte damit eine weitreichende Reform des Verständnisses und der Zeremonien des Gottesdienstes angestoßen. Wichtige Elemente waren die weitgehende Ablösung des Lateinischen durch die Landessprache und die aktivere Einbindung von Laien, beispielsweise als Lektoren und Kommunionhelfer. Der Altar rückte stärker in die Mitte der Kirche; der Priester feiert seitdem die Messe meistens mit dem Gesicht zum Volk. Die Reform war ein Grund dafür, dass die traditionalistische Piusbruderschaft eigene Wege ging. Sie feiert ihre Gottesdienste weiter in der alten lateinischen Form.

Müller bezeichnete laut Manuskript die Liturgiereform als «im Wesentlichen gelungen». Sie sei kein dramatischer Bruch mit der Tradition, sondern eine Fortentwicklung, die «gekennzeichnet ist durch eine innere Stimmigkeit und eine äußere Harmonie aller ihrer Aufbauelemente».

Kritikern, denen die Reformen entweder nicht weit genug gehen oder die in ihnen einen vollständigen Bruch mit der Tradition oder eine Abweichung vom rechten Glauben sehen, hielt der Präfekt der Glaubenskongregation «ideologische Voreingenommenheit» vor. Dennoch müssten Unsicherheiten und Irritationen ernstgenommen werden.

«Viel Unruhe hat es vielleicht da gegeben, wo die neuen Riten in ungeordneter Weise, ohne entsprechende Vorbereitung oder mit dem alten Geist der Zeremonienlehre eingeführt wurden», räumte der Erzbischof ein. Sei die alte Liturgie durch «die Einseitigkeit einer gewissen Klerikerzentriertheit» gekennzeichnet gewesen, dürfe man jetzt nicht in «die andere Einseitigkeit einer Laienzentriertheit mit einer lediglich marginalen Anwesenheit des Priesters» fallen. Laien, pastorale Mitarbeiter und Priester müssten ihr Wissen über den Sinn der Liturgie verbessern.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  2. US-Bischof weitet Angebot an tridentinischen Messen in seiner Diözese aus
  3. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  4. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  5. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  6. Brasilianischer Bischof: Junge Katholiken haben ein ‚Recht‘ auf traditionelle Liturgie
  7. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  8. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  9. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  10. Vom Elend der Fürbitten







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz