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Ein be-GEIST-erter Zeuge für den auferstandenen Herrn

30. April 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Predigt von Josef Spindelboeck zum 3. Sonntag der Osterzeit A (30.04.2017).


St. Pölten (kath.net/ stjosef.at)
L1: Apg 2,14.22-33; L2: 1 Petr 1,17-21; Ev: Lk 24,13-35 Joh 21,1-14

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Der heilige Apostel Petrus steht in einer einzigartigen Beziehung zum Tod und zur Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus am Kreuz. Sowohl in den Lesungen dieses 3. Sonntags der Osterzeit als auch im Evangelium begegnet er uns als wahrer Zeuge für das heilbringende Leiden und Sterben Jesu wie für seine glorreiche Auferstehung.

Dabei war die Rolle, die Petrus bei der Gefangennahme Jesu und dessen anschließendem Verhör im Hof des Hohepriesters spielte, gar nicht rühmlich: Jener Petrus, der zuvor noch mit Jesus sterben wollte und der hoch und heilig beteuert hatte, auch wenn alle den Herrn verlassen sollten, er werde treu bleiben, jener Petrus also hat den Herrn kurz darauf dreimal verleugnet, noch bevor der Hahn krähte.

Kurz darauf begegnete Petrus dem Herrn, der ihn mit großer Liebe anblickte, trotz seiner Verleugnung: und genau dies traf den Petrus mitten ins Herz; er bereute seine Schuld und weinte bitterlich.


Nach der Auferstehung erschien Jesus zuerst den Frauen, dann auch dem Simon Petrus und den übrigen Aposteln und Jüngern. Petrus war tatsächlich dazu aufgerufen, ein besonderer Zeuge der Auferstehung Christi für die Kirche zu sein.

Dieser Aufgabe kommt er auch nach: In der Lesung aus der Apostelgeschichte wird uns die Pfingstpredigt des Petrus überliefert, worin er mit überzeugenden Worten das Schicksal Jesu darlegt. Die Schuld der Menschen, welche ihn durch ihre Sünden ans Kreuz geschlagen haben, wurde durch den Erlöser der Welt Jesus Christus gesühnt. So eröffnet er uns die Gnade der Vergebung und des Neubeginns! In der Auferweckung des Messias hat Gott der Vater ihn als den Herrn bezeugt. Diese Botschaft verkündet Petrus, der auch Kephas (Fels) genannt wird, den Zuhörern; viele kommen zum Glauben und lassen sich taufen.

Auch in der Lesung aus dem ersten Petrusbrief werden der Tod und die Auferstehung Christi bezeugt. Wir sind „mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel“, losgekauft worden, heißt es dort (1 Petr 1,19). Gott der Vater hat ihn von den Toten auferweckt und ihn verherrlicht, sodass wir an Gott glauben und auf ihn hoffen können.

Im Evangelium schließlich tritt uns wiederum Petrus entgegen. Auf seine Initiative unternimmt eine Gruppe von Jüngern einen vorerst erfolglosen Fischfang. Sie begegnen dann einem Unbekannten; es ist Jesus. Dieser fordert sie auf, das Netz nochmals auszuwerfen, und als sie dies tun, sind die Netze übervoll mit Fischen, 153 an der Zahl!

Im Ablauf dieser wunderbaren Ereignisse kommt dem von Jesus besonders geliebten Jünger Johannes plötzlich die Einsicht: „Es ist der Herr!“ Sobald dies Petrus vernimmt, springt dieser ins Wasser und schwimmt an Land, Jesus entgegen. Diese Reaktion zeigt uns die innere Begeisterung und Freude des Petrus über den auferstandenen Herrn, für den er künftig ganz sein Leben einsetzen will. Er tut dies mit großer Demut und Dankbarkeit, denn Gott hat ihm seine eigene Schwachheit gezeigt und ihn zugleich das Erbarmen Gottes in reichem Maß erfahren lassen. Die Kraft des Heiligen Geistes, der lebendig macht und die Kirche mit seiner Liebe erfüllt, befähigt den Apostel Petrus zum frohen Zeugnis für Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen.

Wie Petrus sind auch wir Menschen mit Stärken und Schwächen. Dort, wo sich jemand rühmt und meint, er könne nie versagen und werde immer stark bleiben, besteht in Wahrheit große Gefahr! Denn Überheblichkeit und Stolz stellen ein größeres Hindernis dar als ein Fall aus Schwäche, den man bereut und von dem man mit Hilfe der Gnade Gottes wieder aufsteht.

Im Dienst und Amt des Petrus ist der Kirche die Einheit im Glauben und in der Liebe geschenkt. Beten wir in diesen Tagen besonders für den Nachfolger Petri, unseren Papst Franziskus, der sich in Ägypten aufhält und für einen wahren Frieden in Gerechtigkeit und Liebe eintritt und dabei Zeugnis ablegt für den gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus! Amen.


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