Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  5. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  6. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  7. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  8. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  9. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  10. Beschließen ohne zu entscheiden?
  11. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  12. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  13. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  14. Die Nazi-Projektion
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

„Dauerauftrag für Kirche/Deutschland, die verfolgten Christen weltweit nicht aus Blick zu verlieren“

20. September 2021 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Augsburger Bischof Meier beim Gebets- und Solidaritätstag für verfolgte Christen: „Gerade in den leidenden Christen lebt der Leib Christi. Weniger auf Kirchenparlamenten oder Synodalen Wegen und mehr auf den Stationen des Kreuzwegs“


Augsburg (kath.net/pba) Der Leib Christi ist verwundet, er blutet und wird immer wieder verletzt. Daher sei es Dauerauftrag für die Kirche in Deutschland, die verfolgten Christen weltweit nicht aus dem Blick zu verlieren, betonte Bischof Dr. Bertram Meier beim Gebets- und Solidaritätstag an diesem Sonntag in Augsburg. „Gerade in den leidenden Christen lebt der Leib Christi; dort bildet er sich ab: weniger auf Kirchenparlamenten oder Synodalen Wegen und mehr auf den Stationen des Kreuzwegs; weniger im Kreisen um sich selbst und mehr im geistlichen Miteinander und in der Solidarität mit der Kirche in Not.“

Bei der Begrüßung der Teilnehmer der Infoveranstaltung, zu der das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ zum wiederholten Mal in das Haus Sankt Ulrich einlud, stellte Bischof Bertram fest, dass verfolgte Christen oft nur im toten Winkel seien und keine Schlagzeilen machten. Daher sei dieser Nachmittag mit dem abschließenden Kreuzweg für die verfolgte Kirche im Augsburger Dom „ein Dienst des Friedens“.


Mit dem ehemaligen Oberhaupt der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, Patriarch Gregorius III. Laham, war an diesem ein glaubwürdiger Botschafter für Frieden und Versöhnung zu Gast. Mit eindrücklichen Worten sprach er über die positive Entwicklung des Zusammenlebens von Christen und Muslimen, schilderte die Gefahren des islamistischen Terrors und warb für ein Leben der Religionen, das sich in einem „Füreinander und Miteinander“ widerspiegele. Um dieses Ziel zu erreichen, gelte es die Präsenz der Christen im Nahen Osten lebendig zu halten, so der Patriarch. Dies sei für ihn die Grundlage für Zusammenarbeit, Dialog und Frieden in dieser Region, aber auch wichtig für die Zukunft Europas.

Auf der einen Seite müssten wir als Christen unsere eigene Identität wahren und die Werte des Evangeliums leben, auf der anderen Seite offen sein für andere, so wie es Papst Franziskus einmal formulierte. „Haben Sie keine Angst, Licht, Salz und Sauerteig zu sein, appellierte Patriarch Gregorius an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Infoveranstaltung. Denn es sei Pflicht für uns alle, Zeugnis für Christus zu geben, und persönlich Verantwortung für unseren Glauben zu tragen. Gegen alle Konflikte und Kriege, bei allen vorherrschenden Problemen wie Hunger, Armut und Kriminalität sei die einzige und gleichzeitig hochwirksame Arznei der Frieden, für den es sich als Kirche einzusetzen lohnt.

Ein Zeichen der Verbundenheit mit den verfolgten Christen weltweit setzten zum Abschluss des Solidaritätstags die Beterinnen und Beter, die im Hohen Dom den von Radio Horeb live übertragenen Kreuzweg Jesu nachgingen, „stellvertretend und im Glauben tief verbunden mit jenen Millionen Menschen auf der Welt, die mit letzter Kraft und Todesmut dem Schmerzensmann nachfolgen, die ihr Kreuz, ihre Not kaum mehr tragen können“, wie es Bischof Bertram zu Beginn formulierte. In seiner kurzen Ansprache lenkte der Bischof den Blick der Beter und Zuhörer auf Simon von Zyrene und Veronika, die als „Passanten“ zu zentralen Wegbegleitern Jesu werden.

Denn auch heute gebe es immer häufiger Menschen, denen Anpassung über alles gehe, so Bischof Bertram. „Nur nicht auffallen, in der Masse abtauchen, mit den Wölfen heulen. Manche Straßenszene der letzten Monate erinnert in fataler Weise an Tage, die wir längst überwunden glaubten!“ So hätten wir allen Grund, uns zusammenzutun und diesen Tag wie einen Stachel im Fleisch zu spüren, damit wir in der Gewohnheit des Alltags nicht abstumpften, sondern wach und bereit zu sein, wenn jemand unsere Hilfe braucht, ermutigte der Bischof zu Gebet und Einsatz für die Kirche in Not.

Foto (c) Bistum Augsburg/Nicolas Schnall


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  5. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  8. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  9. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  10. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  11. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  14. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  15. Die Nazi-Projektion

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz